Wie divers ist Biodiversität? Warum Biodiversität mehr ist als Artensterben

Shownotes

Eva und Anabel sprechen heute über die marine Biodiversität und Herausforderung 2 zur "Ökosysteme und die biologische Vielfalt schützen und wiederherstellen".

Übersicht über Marine Zeitserien: von Jackowski A (2025) Navigating the current landscape of ocean observations: an overview from platform infrastructures to networks related to ocean time series. Front. Mar. Sci. 11:1363863. doi: 10.3389/fmars.2024.1363863

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Eva bei Ecke Hansaring Folge #142 via Wisspod, Spotify, Podcasts und vielen mehr…

Transkript anzeigen

00:00:02: Weltenbrecher Podcast.

00:00:05: Tiefgründige Gespräche rund um die UN-Ozern Dekade.

00:00:10: Moin, herzlich willkommen bei Welten Brecher eurem UN Ozean Dekaden Podcast!

00:00:16: Ich bin Eva

00:00:18: und ich bin Annabelle.

00:00:19: Und ich darf euch heute ein Thema vorstellen.

00:00:22: wir machen es ja momentan so dass wir so bisschen die Challenges also die Herausforderungen der Ozern Dkade durchgehen.

00:00:30: was war nochmal die vor letzter Woche oder von den letzten beiden Folgen?

00:00:35: Es war Verschmutzung bekämpfen.

00:00:39: Sehr gut!

00:00:39: Das ist auf jeden Fall nicht die volle Formulierung.

00:00:41: Ein Fluss

00:00:41: mit Stelchen, aber das war quasi das Thema Meeresverschwurzungen oder auch so Störungen zum Beispiel.

00:00:48: Eine Woche haben wir über Lärm geredet und eine andere Woche über Plastik.

00:00:51: Das waren sehr interessante Folgen.

00:00:55: Hört ihr gerne nochmal rein?

00:00:57: Und jetzt sind wir tatsächlich schon bei Challenge.

00:00:59: zwei Herausforderungen zwei.

00:01:02: Und zwar geht es jetzt in dieser Folge und in der nächsten Folge um Schutz- und Wiederherstellung von Ökosystemen und Biodiversität.

00:01:12: Großes Thema, ja diese ganzen anderen Themen sind groß... Ja

00:01:16: ich bin froh dass du damit wieder anfängst!

00:01:18: Ich hab das Gefühl, ihr kennt sich da ein bisschen mehr aus als ich.

00:01:22: Ich weiß es gar nicht, ich wusste auch gar nicht wie tief ich anfangen sollte oder wie allgemein Und ich habe ein bisschen was vorbereitet, es ist vielleicht nicht ganz so wie wir das geplant haben.

00:01:33: Immer gucken!

00:01:34: Ich hab mir nämlich als erstes das White Paper, also so ein Leitfadenpaper wenn man so will, Leitfahrtenbericht von der Ozean Dekade zu dieser Herausforderung hergestellt.

00:01:48: Also die haben so bestimmte Arbeitsgruppen und die haben dann eben ein Leidfaden paper gestellt in denen's darum geht wie der Stand so ist und was die Herausforderungen sind, woran das festmachen kann.

00:01:56: Und vielleicht auch... ...was so Ziele sind für die UN-Ozern-Dekade.

00:02:03: Fandest du es gut geschrieben?

00:02:06: Ja!

00:02:07: Und...?

00:02:09: Nein.

00:02:10: Doch ich fand... Im

00:02:11: Vergleich zum ersten fand ich das erste besser geschrieben.

00:02:15: Ich weiß nicht, du hast dir glaube ich nur das zwei dann geguckt oder...?

00:02:17: Ja genau, das erste habe ich so rüber geskippt und so im zweiten... Es war okay, phasenweise.

00:02:24: Also gerade so am Ende fand ich das gut dass die wirklich aufgeschrieben haben woran man messen kann in Zukunft ob sich da vortritte tun bei dem thema und Ich fand auch gut dass sie so einfache zusammenfassungen am ende hatten.

00:02:38: aber Ja es ging natürlich auch sehr viel um methodik und so da werde ich heute auch tatsächlich gar nicht Soviel drüber eingehen beziehungsweise nur auf eine bestimmte sache eingehen.

00:02:48: Aber ich fand auch dass das erste irgendwie besser war, aber vielleicht liegt es auch im Thema.

00:02:53: Ich weiß das nicht genau.

00:02:55: Ja ich meine jetzt werden wir heute wahrscheinlich auch sehen dass über Verschmutzung zu reden deutlich einfacher ist als wie man drei d Ökosysteme in Zeit in der Zukunft am besten wieder herstellen kann und sowas alles.

00:03:09: Aber

00:03:11: ja oder überhaupt erst mal was Das Problem ist, wenn wir schon mal mitten im Thema drin sind.

00:03:16: Die Baselineschaft wie jetzt gerade der Zustand ist und wie die ganzen Veränderungen der letzten Jahre sind das muss man ja auch erstmal irgendwie herausfinden während man Verschmutzung viel haptischer untersuchen kann.

00:03:29: also du kannst gucken ist Plastik da oder ist Plastic nicht da?

00:03:32: Und klar du kannst an einem Ort gehen und zählen wie viele Arten sind jetzt da?

00:03:38: Und dann hast du im besten Fall Daten von vor X Jahren.

00:03:41: Kannst sagen, wie viele Arten waren damals da?

00:03:44: Aber damit ist es letztendlich noch nicht getan!

00:03:47: Da werde ich aber später auch nochmal drüber sprechen weil das geht eben nicht nur darum... ...wie viele Arte da sind sondern zum Beispiel auch darum was für Arten.

00:03:55: Aber erstmal wollte ich so ein bisschen was aus diesem White Paper also dem Leitfadenbericht Erklären, weil ich dachte es für nächste Woche dann oder die nächste Folge auch ganz interessant.

00:04:07: Wir sprechen jetzt ja immer zwei Folgen zu einem Thema.

00:04:13: Dann schlaue ich euch erst mal hoffentlich ein bisschen damit und dann rede ich nochmal über so einen ganz bestimmtes Aspekt und nenne da auch noch so ein zwei andere Paper zu.

00:04:21: Genau also wir befinden uns in der Herausforderung Zwei Schutz- und Wiederherstellung von Ökosystemen um Biodiversität.

00:04:28: Und zwar haben wir in unserer Welt mehrere Stressfaktoren wie zum Beispiel Klimawandel, Erwärmung, Verschmutzung und so weiter.

00:04:37: Die eben Stress auf Ökosysteme auch auf Meeresökosystem auswirken.

00:04:42: Und Ziel ist es quasi diese Auswirkungen zu verstehen und auch Lösungen zu finden für Monitoring Schutz Management und eben auch wie man bestimmte Ökostüme wiederherstellen kann.

00:04:54: dabei muss berücksicht werden dass das gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen gibt, Umweltveränderung und eben Klimaveränderungen.

00:05:02: Also es muss quasi auch in die Zukunft reinpassen weil wir leben ja einfach nur mal in dieser Welt mit den Klimaverenderungen in denen wir leben.

00:05:12: was brauchen wir dafür damit das Ganze überhaupt funktionieren kann?

00:05:16: Wir brauchen dafür Daten zur Biodiversität zu dem Ökosystem selbst.

00:05:21: wir müssen erforschen wie die Ursachen sind von der Veränderung aber bestimmte Risiken für Arten, genauso wie Ökosystemleistungen.

00:05:31: Also was brauchen wir von diesen Öko-Systemen zum Beispiel?

00:05:35: Was machen diese Öko Systeme für bestimmte Arten?

00:05:38: und dann muss noch weiter erforscht werden, wirksame Schutz und Restaurierungsmaßnahmen.

00:05:43: also Wie können wir Öko system überhaupt schützen?

00:05:47: Und die Herausforderung mit dieser großen Sache ist, also das waren jetzt alle schon sehr große Worte und wenig Detail.

00:05:56: Die ganze Meeresumwelt ist ja super vernetzt und auch einfach sehr groß und deshalb ist es auch schwer Stressfaktoren überhaupt zu kontrollieren und irgendwo anzusetzen.

00:06:09: Denn die Maßnahmen, die müssen sowohl bei uns ansetzen also am Ort von menschlichen Aktivitäten aber auch außerhalb.

00:06:16: Also gerade wenn man irgendwie an die Arktis denkt das ist ja einfach eins dieser Ökosysteme dass besonders über die ganzen oder von den ganzen Umwelt Stressfaktoren leidet und wir sind ja gar nicht da Und trotzdem ja irgendwie verantwortlich Ja.

00:06:33: Und ein paar Beispiele nochmal für diese externen Stressoren sind Marine-Hitzewellen, Temperaturveränderungen, Nährstoff und Sedimenteinträge Lärm und Verschmutzung durch Schifffahrt zum Beispiel Genau!

00:06:46: Und Artenmigration aber auch invasive Arten also Arten die irgendwo anders hinkommen.

00:06:52: Warum ist das Ganze überhaupt relevant und wichtig?

00:06:55: Ich möchte über Biodiversität reden Denn Biodiversität ist ein Begriff, der viel genannt wird.

00:07:02: Aber irgendwie auch so ein bisschen schwimmig ist und oft als selbstverständlich auch angesehen wird.

00:07:09: Also man sagt ja immer das Meer, dass es so biodiverse dabei verändern sich.

00:07:14: Marine Ökosysteme auch sehr und auch innerhalb weniger Jahrzehnten und besonders auch innerhalb der letzten Jahrzehnete.

00:07:21: Und Folgen für Marine Öko-Systemen können dann sein... dass es viel weniger Lebensräume gibt, also Verlust von Lebensräumen.

00:07:28: Dass Organismen sich verändern ... ähm

00:07:31: ...

00:07:32: Von Mikroben bis hin zu Säugetieren.

00:07:34: Also die verhalten sich zum Beispiel im wärmeren Wasser anders als in kälteren Wasser.

00:07:38: Das ist das einfachste Beispiel.

00:07:41: Aber auch Saueroziane haben ganz klaren Effekt auf Organismens.

00:07:45: Zum Beispiel Kalkorganismen.

00:07:47: Die lösen sich dann einfach auf.

00:07:51: Ja und das sind einfach Stressfaktoren?

00:07:53: alle Stressverfahren, genau.

00:07:55: Die Gesundheit und Physiologie viele Arten ist klar beeinträchtigt und man kann sich das für die Arten selbst immer so vorstellen, wenn wir jetzt das Beispiel Temperatur nehmen, immer eine ganz bestimmte Nische die richtig gut für sie ist und wenn sie sich außerhalb dieser Nische befinden, also sagen wir mal bis zwanzig Grad.

00:08:13: Und wenn jetzt mal für eine Woche zweinzwanzig Gratis dann können die das vielleicht noch aushalten.

00:08:18: aber es gibt meistens ne bestimmte Temperatur die zu viel für den ist und es geht eben auch darum wie lange die dafür ist, wie lange diese Temperatur anhält bis irgendwie nachhaltig auf diese Art oder auf das Individuum einwirkt.

00:08:33: Bei welcher Temperatur füllst du dich am Bolzen?

00:08:38: Also, ich muss sagen.

00:08:39: Ich bin nicht so ein Heißwetter-Mensch.

00:08:41: Warmen mag ich schon... ...klar, aber alles darüber hinaus wird man richtig oft schon zu warm.

00:08:50: Manchmal mag ich auch so kalte Tage vor allen Dingen wenn dann die Sonne scheint oder so kalten Wintertage kann auch schön sein.

00:08:57: Ja, aber kann zum Beispiel auch auf Nahrungsnetze einwirken, dass z.B.

00:09:01: Top Predatoren zurückgehen und große Fische weniger werden.

00:09:07: Breitungsgebiete verändern oder Meeresdäuger anders wandern, als sie sonst wandern würden.

00:09:14: Oder auch andere Tiere anders wandeln als die Wandern würden und generell sich auch Planktonnen- und Mikrobengemeinschaften verändern.

00:09:22: Ja ich glaube wir vergessen ganz oft dass das ja alles zusammenhängt.

00:09:26: was könnte man nehmen wenn jetzt zum Beispiel in einem bestimmter Schwarm kleinere Fische die temperaturabhängig sind woanders hin schwimmen?

00:09:36: dann sind diese kleinen Fische, die aber immer noch die alte Rute nehmen haben halt dann nichts mehr zu essen.

00:09:43: Und das hat super viele Effekte.

00:09:46: oder wenn man jetzt zum Beispiel Haie wegnimmt was vieler Leute immer denken ist ja eigentlich eine gute Sache dass es weniger Haie gibt.

00:09:55: Aber Haie sind super wichtig um halt kranke Tiere auch also die Population einfach gesund zu halten.

00:10:03: Und dann hat man einfach viel zu viele von diesen Fischen, die zum Beispiel die heilige Feuer gegessen haben.

00:10:07: Die dann da sind... ...die essen dann wiederum ganz viele der Nahrungsquelle davor und das kreiert einfach eine maximale Ungleichmäßigkeit?

00:10:21: Ja es bringt das

00:10:22: System

00:10:22: außer Ballons weil man kann sich ja vorstellen dass in einem Ökosystem ist Überzeit- und Raum alles im Gleichgewicht jedenfalls theoretisch.

00:10:32: Arten A, BC mein Ding gibt und es muss nicht immer die gleiche Anzahl an Arta geben.

00:10:38: Das kann über Zeit variieren aber ist das so im Sinne im Gleichgewicht dass Es immer wiederkehrend ist und bringt man dann auf einmal zum Beispiel eine Art.

00:10:49: Ich habe irgendein Buchstaben vergessen, C. Auf jeden Fall!

00:10:55: Okay dann bringt man noch eine Art D rein die mein wegen Art A frisst von der es dann weniger da hat Art B weniger... Also dann geht auf einmal alles aus dem Gleichgewicht für dieses Ökosystem und muss sich neu sortieren.

00:11:11: Es ist ja schon irgendwie das ist alles immer sehr abstrakt so ein bisschen klingend.

00:11:16: ich meine für uns Studiert, wir haben das gelernt.

00:11:19: Wir könnten das wahrscheinlich wenn ich die Nacht zum Drei wecke und sage Eva was ist mein Art B zu viel?

00:11:26: Ist was passiert?

00:11:26: Dann könntest du das irgendwie erklären.

00:11:30: aber... Ja selbstfisch

00:11:33: studierte sind das ja nicht mal so einfache Systeme.

00:11:36: also ich hatte mal Umweltmodulierung in einem System Und da haben wir das quasi durchgespielt dass eine Art weniger wird einer mehr wird oder so Und es simulieren sich auch erholen.

00:11:46: Genau, also das kann ja auch wieder ein neues Gleichgewicht eintreten aber es kann eben auch dahin führen dass eine Art kollabiert und komplett weggeht was dann zum Kollaps vom ganzen Ökosystem auch führen kann.

00:11:58: und in der echten Welt ist das ganze noch komplexer weil Arten ja auch im Raum wandern können.

00:12:03: Also manche Arten jedenfalls, also manche sind ja auch sessil Aber die können ja auch schwinden und da spielt ja gerade wenn man an die Stressoren denkt sprich Klimawandel, die Meere werden wärmer.

00:12:15: Ja noch eine größere Rolle weil es ja schon beobacht wurde dass ganz viele Arten Nordwärts wandern Weil die mehrere eher wärmer werden.

00:12:23: und vorher waren ihnen das da schlicht weg zu kalt ums ganz simpel auszudrücken.

00:12:27: Und jetzt ist das einfach ne Temperatur mit der die noch gut klarkommen Und dort wiederum verdrängen die arten die dort sonst leben.

00:12:35: also Ja also worauf ich hinaus will es verändert sich in den ökosystemen sehr viel.

00:12:44: Und es wird immer so als Biodiversitätsverlust bezeichnet.

00:12:49: und was damit eigentlich gemeint ist, dass die Biodiverität sich verändert.

00:12:53: und damit meinen wir nicht immer automatisch die Anzahl der Arten oder die Anzahlen der Tiere, sondern auch die Zusammensetzung.

00:13:03: Wie viele verschiedene Arten gibt es?

00:13:04: Und wie viele von diesen ganzen verschiedenen Arten gibts jeweils?

00:13:10: Relative Häufigkeit.

00:13:11: Dann muss man sich die Tiere selbst auch noch angucken, die Produktivität und dann kann man sich eben auch bestimmte Trades der Tiere angucken also bestimmte Fähigkeiten wenn man jetzt zum Beispiel an Tiere denkt, die im Meeressboden leben.

00:13:26: Gibt es manche, die stimulieren den Meeressboden?

00:13:30: Also wie Würmer zum Beispiel, die kriechen nach unten und lockern dem Meeress boden dadurch auf!

00:13:35: Das ist wichtig wenn man an Nährstoffkreisläufe denkt.

00:13:39: Und wenn sie jetzt verschwinden aber dafür vielleicht nur noch Muscheln da sind, die mein Winkohlenstoff über lange Jahre halten haben wir immer anfangs drei Würmer und jetzt zwei Muscheln und ein Wurm.

00:13:51: Aber es bedeutet für das Ökosystem an sich was ganz anderes, wo wir jetzt zwei verschiedene Arten da haben.

00:13:56: Und was hat das für Auswirkungen auf uns Menschen?

00:13:59: Dass wir nutzen ja auch Ökostäme, das geht dann vielleicht auch verloren.

00:14:04: Es sind aber auch so etwas Risiken für Wirtschaft und Wohlstand dadurch dass wir das Meer so stark nutzen Und ärmere Bevölkerungsgruppen sind auch gefährdet, gerade wenn man irgendwie so an lokale Fischereien denkt.

00:14:18: Wenn sich da irgendwas verändert... Ich meine wir haben ja schon bei uns in der Ostsee wo ich jetzt uns mal nicht zu den ärmeren Bevölkerungs-Gruppen zählen würde.

00:14:24: Die Probleme mit der Dorschfischerei zum Beispiel ist ja so klein geworden und das hat man an anderen Küsten vor allen Dingen im großen Stil.

00:14:34: Weißens sind ja viel Küsten betroffen und die Orte die viel von Menschen genutzt werden.

00:14:40: Oder wenn man, also... Wenn man auch zum Beispiel ans Great Barrier Reef denkt.

00:14:45: Also das ist natürlich auch Tourismus genutzt ob das gut oder schlecht.

00:14:50: Kann man auch nochmal darüber diskutieren.

00:14:52: aber für die Leute da ist dieser Tourismus ja auch eine wichtige Einkommensquelle.

00:14:57: Die Debatte hatten wir schon mal.

00:14:58: ich bin ja genau

00:15:00: Ich finde es auch nicht super Aber nach wie vor leider der Auffassung dass die leute Nicht das schützen was sie nicht gesehen oder verstehen haben.

00:15:09: Ja Genau.

00:15:15: Was ist also die Herausforderung an sich, dass man eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht und gleichzeitig Ökosysteme und Biodiversität schützt?

00:15:27: Nachhaltige Nutzung bedeutet eben das man die Ozeane nutzt innerhalb der ökologischen Grenzen – also im besten Fall ohne diese Ökosesysteme aus diesem Gleichgewicht zu bringen!

00:15:39: Und dass wir unsere Anpassung von Gesellschaft und Wirtschaft an diese Grenzen anpassen.

00:15:45: Kann das aktuell irgendwie gemessen werden, ob wir das im Gleichgewicht behalten oder nicht?

00:15:52: Da komme ich später noch drauf zu.

00:15:53: Das ist nämlich gar nicht so einfach.

00:15:56: Also ich gebe gleich darauf ein warum es so schwierig ist das überhaupt zu messen weil wir dafür Stichwort Daten sehr viele Daten brauchen was ... auch wiederum gar nicht so einfach ist.

00:16:10: Weil die Meereswissenschaften ja auch eine relativ... ... was heißt relativ neue Wissenschaft ist, ne?

00:16:15: So lange erforschen wir eben auch noch nicht an unseren Meeren,... ... wenn man an Schulbeobachtungen denkt.

00:16:21: Genau!

00:16:22: Da haben wir Auszeichnungen, die sind viel, viel älter und die Meere sind auch nicht einfach zu erforschten.

00:16:28: Jetzt mittlerweile kriegen wir es relativ gut und cool hin weil wir auch so viele coole neue Technologien haben.

00:16:33: aber die gibt's ja auch noch nie so lange.

00:16:34: Die gibt's jetzt erst an der Welt seitdem Seitdem wir am Start sind, wollte ich grad sagen.

00:16:41: Ich fand ja gestern was drei oder vier Stunden langes Zoom-Meeting genau zu dem Thema.

00:16:47: Also die ganzen Unterwasserroboter und so was alles gibt's seit... Ich meine diesen Tauchroboter Alvin gab es in den... Boah das war vor zweitausend irgendwann?

00:17:01: Aber ich meine so achtziger Jahre, neunziger Jahre vielleicht gehe ich davon paar Jahrzehnte falsch.

00:17:07: Aber diese ganzen remotely operated vehicles, die werden ja wirklich erst seit zwanzig Jahren eingesetzt und sowas alles?

00:17:16: Also ist das wirklich Windmannschlag im Vergleich zu normaler Ökologie sozusagen.

00:17:23: Ja es ist wirklich so!

00:17:25: Und jetzt gerade habe ich immer das Gefühl... Es gibt so ultra viel aber ich muss mir das immer in den Kopf machen dass es das vor ein paar Jahren noch nicht gab weil jetzt könnte ich Die ganzen Sachen gar nicht mehr so erklären, die es alle gibt.

00:17:36: Da muss ich irgendwie... Also klar, ich kenn mich ein bisschen aus was es für einen bändischen Lebensraum und alles gibt einfach weil das mein Job ist aber auch was zum Beispiel die physikalische Ozeanografie für coole Messwerte hat.

00:17:49: Also dieses Leider

00:17:50: z.B.,

00:17:51: die da durchgehen und die ganzen Messwärter aufnehmen.

00:17:53: Das

00:17:54: muss man auch erst mal irgendwie so erklären können und sonst schon

00:17:56: ziemlich cool.

00:17:56: Argo Floats?

00:17:57: Ja ja.

00:17:57: Argofloat genau.

00:18:00: Richtig cool.

00:18:02: Naja Genau, nochmal zurück zu unserem Thema.

00:18:10: Es gibt natürlich schon politische Maßnahmen dafür.

00:18:12: also ich bin ja noch gerade in diesem Leitfarben da reden die auch relativ viel über politische Maßnahmen und was das für unsere Gesellschaft bedeutet.

00:18:21: es gibt regionale und freiwillige Strategien internationale Abkommen Biodiversitätsstrategien, aber es ist natürlich auch der Ansatz dass man aus später noch alle Wirtschaftssektoren einbindet.

00:18:36: Aber was brauchen wir um überhaupt effektiv Managen zu können?

00:18:41: Klar!

00:18:41: Wir müssen Ursachen von Veränderungen verstehen Risiken bewerten können Schutz und Wiederherstellungsmaßnahmen haben die wirklich wirksam sind, aber was wir vor allen Dingen brauchen das Daten zur Biodiverität und Ökosystem Und wie sich das überhaupt verändert.

00:19:01: Denn die Biodiversität verändert sich dynamisch, nämlich nicht nur durch Artenverlust.

00:19:09: Das wird nicht nur Biodivisitätsärmer.

00:19:11: also klar manche Arten sterben aus auch durch den Klimawandel Aber Arten wandern auch, dann sprechen wir noch über invasive Arten.

00:19:19: Die gibt es auch, wer nicht weiß was invasive Arte sind?

00:19:23: Das sind quasi Arten die's vorher in einem Ökosystemen nicht gab und die zum Beispiel durch... Schiffswasser ist glaube ich das gängigste Beispiel eingeführt werden als Larven und sich dann weiter ausbreiten können.

00:19:34: oder ganz oft sind das auch andere.

00:19:36: Ich

00:19:36: meine mittlerweile gibts sehr viele Vorsichtsmaßnahmen für das Ballastwasser.

00:19:43: also Ja.

00:19:47: Ich bin da nicht so tief drin in den Thema, aber ich meine es passiert aktuell nicht mehr so häufig wie noch vor ein paar Jahren.

00:19:54: Also dann wird mittlerweile auch schon sehr viel drauf geachtet.

00:19:58: Ja kann ich bevorstehen dass auch viele Forscher stattfinden...

00:20:01: Lachen sind so klein!

00:20:02: Also

00:20:04: ja und also es kann ja auf anderen Transportwege nicht nur auf Schiffwasser bestehen.

00:20:11: Kann ich jetzt die erste Mücke nach Island?

00:20:16: Irgendwie sowas hatte ich gelesen, durch ein

00:20:17: Flugzeug

00:20:18: oder so.

00:20:19: Aber

00:20:21: kann

00:20:22: gut sein!

00:20:22: Das ist ein klassisches Beispiel für eine invasive Art.

00:20:25: Natürlich jetzt nicht das mehr aber das ist das was mir gerade in den Kopf gekommen sind dass einfach Arten irgendwo eingeführt werden die nicht dahin kommen.

00:20:33: Also wenn wir jetzt aus unserem Zoos Löwen hier loslassen würden...

00:20:40: Was war das?

00:20:41: Vor zwei Jahren dieser Fall mit diesem

00:20:43: Löwe

00:20:46: in Berlin.

00:20:47: Ja, genau.

00:20:47: Ich weiß es gar nicht.

00:20:49: Es war doch aus dem Ding, ob das überhaupt ein Löwe ist... Okay!

00:20:54: Aber ich fand das super spannend wie diese Debatte losgetreten wurde.

00:20:56: Das ist halt wohl auch in Deutschland so viele exotische Tiere die einfach unter der Hand gehalten werden.

00:21:03: Ganz sicher.

00:21:04: Ganz ganz sicher.

00:21:04: Das sind so heftig.

00:21:06: Hast du einfach halt so eine Löwe zu Hause geparkt

00:21:09: oder so.

00:21:10: Keine Ahnung.

00:21:11: Die Leute kommen auch die wildesten Ideen.

00:21:17: Also zusammenfassend ist es halt ein super krass demnamisches System und die ganzen Regularien zu erstellen, ist super schwierig weil sich halt ständig auf Sachen verändern.

00:21:27: Naja du kannst also stell dir vor, du gehst zum Strand und guckst wie viele Muscheln du findest kann seine muscheln Zahlen angucken Erst mal ganz cool, weil du dann ja gucken kannst wer da lebt.

00:21:35: Aber im Hinblick auf dieses Problem was wir gerade haben zum Thema Biodiversität bringt dir das nichts!

00:21:41: Weil nicht nur die Artenzahl zählt sondern auch der Wandel dieser ganzen Artgemeinschaften und dass nennt man Community Turnover also Veränderung der Artgemeinenschaften quasi Das ist ein relativ wichtiger Begriff.

00:21:54: Das heißt, was daraus folgt ist das langfristige zeitrein.

00:21:58: entscheidend sind also nicht irgendwie die die vielleicht jetzt drei vier jahre gehen sondern die die wirklich lange gehen und dass wird eben auch

00:22:04: wieder bei meinen Zeit rein

00:22:07: ganz genau.

00:22:08: Denn viele monitoring programmen laufen ehrlich gesagt zu kurz oder sind regional begrenzt sind sie ja auch einfach oft allein durch die arbeit die dahinter steht was man sich hervorstellen kann oder sind vielleicht auch nicht standardisiert genug.

00:22:20: also dann hatten die sich vielleicht nicht an irgendwelche Standards wie Proben auszuwerten sind.

00:22:25: oder wenn jeder so ein bisschen sein eigenes Ding macht funktioniert das ja vielleicht für jede Forschungsgruppe einzeln aber im großen Ganzen.

00:22:32: Funktioniert das schon nicht mehr.

00:22:34: und genau, dass

00:22:35: ein sehr tolles paper ich geschrieben habe.

00:22:42: Ich bin immer wieder überrascht dass es so viel zitiert wird weil ich das einfach nur so.

00:22:47: Geschrieben hat.

00:22:48: also nicht nur es ist wirklich sehr viel arbeit reingeflossen aber Ich finde, das sind immer noch eine sehr schöne Zusammenfassung von was Zeit reinmachen und wie die individuell an verschiedenen Standorten einfach gehandhabt werden.

00:23:02: Und wie sich ja so verschiedene Messungszeiträume, was du eben gemessen hast in der Dörferbank wo wir auch letzte Woche drüber gerätet hatten – in der Leistenfolge wäre ich immer – wird zum Beispiel jede Woche beprobt, anderen Standortens wird einmal ein Monat beproben und dann hast du halt diese super krassen verschiedenen Zeitdifferenzen.

00:23:21: Ja generell die meisten.

00:23:22: Wenn es überhaupt Zeitserien gibt, werden die seit vielleicht zwanzig Jahren gemonitort.

00:23:27: Und das ist eigentlich auch nicht so lange.

00:23:30: Genauso lange wie wir jetzt über diese Roboterkase geredet haben.

00:23:33: also... Da ist der Klimawandel auch schon aktiv gewesen?

00:23:37: Ja

00:23:38: dann hast du diese ganzen einzelnen lokalen Zeit rein und da kannst du ja auch noch nicht eben was über Globale Muster sagen.

00:23:45: Also es ist sehr schwierig alles unter einem Hut zu bringen und genau deshalb wird zum Beispiel in diesem Leitfaden gefordert, dass wir globale Langzeitbeobachtungen brauchen.

00:23:56: Dass wir standardisierte Biodiversitätsdaten brauchen aber auch so was wie offene Dateninfrastrukturen.

00:24:03: Was bringt uns das wenn jede Forschungsgruppe ihr eigenes Züppchen kocht und mit den Daten arbeitet?

00:24:08: Natürlich ist es wichtig auf seinen Daten zu beharren.

00:24:11: Aber wenn man mehrere Datensätze aneinander fügt kann man viel größere Muster erklären und auch erkennen.

00:24:21: da wird aktuell viel dran gearbeitet.

00:24:23: Also es ist halt wirklich extrem schwer, aber selbst wenn man sich jetzt nur eine Zeitserie anguckt gibt's schon extrem viele Daten und dann werden nicht an allen Zeitsierien die gleichen Daten erhoben.

00:24:33: das heißt du hast halt zum Beispiel... also es ist einfach massiv kompliziert.

00:24:38: Es auf jeden Fall auch spannend wie sich das vielleicht in den nächsten paar Jahren entwickeln wird.

00:24:41: Da gibts dann zu Zeitserien- und Ozeanbeobachtungen, gibts alle zehn Jahre ne große Konferenz Die wird das nächste Mal, zwanzig passieren.

00:24:51: Also... ...in gespannt wie sich das bis dahin noch entwickelt?

00:24:56: Ja ich denke auch!

00:24:58: Denn also man kann ja quasi nur mit diesen langen Zeitreihen erkennen ob ein System stabil ist, vielleicht auch Veränderung aushält, ob ein system kippt oder ob es sich einfach langsam transformiert was ja per se vielleicht nicht immer schlecht ist.

00:25:14: und man muss dann vielleicht auch den Fokus darauf legen auf die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen oder vielleicht auch wie widerstandsfähig bestimmte Ökosesysteme sind, anpassungsfähig und eben auch wiederherstellungsfähiger.

00:25:28: Weil was bringt uns das?

00:25:30: Wenn wir in manchen Ökostämen, die vielleicht schon gekippt sind Maßnahmen ansetzen werden das sowieso nicht wieder herstellungsfähig ist aber andererseits anderen ökosythemen Was vielleicht gekipp wir, wir Maßnahmen ansetzten könnten und eben das wiederherstellen können Genau.

00:25:48: Ja,

00:25:48: aber ich glaube... Ich stimme dir zu?

00:25:52: Aber ich

00:25:53: meine die Leute unterschätzen oft wie schnell sich das mehr generiert im Vergleich zu terrestrischen Ökosystemen.

00:26:00: Also wenn du jetzt an einem bestimmten Ort zum Beispiel nicht mehr dieses Bottom-Trolling machst wo du so ein Netz über den Meeresboden schleifst und das für zwei drei Jahre nicht mehr machst dann regeneriert sich der das Ökosesystem schon.

00:26:15: Die Frage ist halt dann ob es sich gleich regeneriert hat, wie es vorher war.

00:26:20: Also regenerieren ja aber ist das genau gleich?

00:26:24: oder hat sich das eventuell verändert?

00:26:26: Das ist so... also wenn man jetzt ein Wald rodet der Feuer in Mischwald war kann's sein dass er ein paar Jahre später da wie in einem Wald steht.

00:26:33: Ist es dann aber immer noch Mischwald oder ist es dann... Es hat meine...

00:26:39: Probierten die schnelle Nihilie wachsen!

00:26:42: Ja genau ich weiß

00:26:43: es aber auch nicht ganz sicher.

00:26:46: Ja, und das Gleiche kann man ja auch anwenden auf zum Beispiel Hitzewellen im Meer.

00:26:50: Wenn, keine Ahnung, innerhalb von der Witzewelle erst mal alles abstirbt dann kann sich natürlich viel erholen.

00:26:56: aber sind das ähnliche Arten wie vorher?

00:26:58: plus selbst wenn sie gleichen Arten sind hat ein Ökosystem eine andere Funktion wenn nur lauter junge Individuen von einer Art da sind im Vergleich als wenn ganz viele alte Arten da sind.

00:27:11: also es geht auch noch um sowas wie die Langenlebigkeit von Arten.

00:27:16: Ja, ihr seht es ist komplex.

00:27:17: Aber durch Veränderungen können sowas wie Novel Ecosystems entstehen das hast du schon gerade irgendwie richtig erkannt also quasi neue Artgemeinschaften.

00:27:27: und jetzt will ich mal so langsam auf ein angewandtes Projekt kommen bevor ich jetzt nur noch über dieses Leitlinienpäfer rede.

00:27:33: und zwar möchte ich heute noch kurz Biotime erwähnen.

00:27:36: Kennst Du Biotimes?

00:27:37: Nein,

00:27:38: kann ich

00:27:39: nicht.

00:27:39: Ach cool!

00:27:41: Ja das war nämlich richtig witzig.

00:27:42: als ich dann so durch das Ladly im Paper bin habe ich halt Feuer gelesen bevor ich mir überlegt hab worüber ich noch reden will.

00:27:48: und da habe ich das gesehen.

00:27:49: und ich habe tatsächlich mal mit Biotimedaten gearbeitet als

00:27:53: ich

00:27:53: noch studiert habe.

00:27:54: da war ich noch Master Studentin Und da habe in Praktikum gemacht am Helmhals Institut für Marine Biodiversitätsforschung.

00:28:01: Das war während Corona.

00:28:03: Das heißt, ich hatte sehr eingeschränkte Möglichkeiten in Praktika zu machen.

00:28:06: Aber ich hab sowieso schon immer gern mit Daten gearbeitet und dann konnte ich so ein Datenpraktikum machen... Und dann habe ich mich...

00:28:12: Das wundert mich nicht!

00:28:15: Genau auf jeden Fall gibt es die Biotime Database.

00:28:20: Die wird zum Beispiel dafür genutzt um langfristige Gemeinschaftsverschiebungen sichtbar zu machen.

00:28:26: Was ist das überhaupt?

00:28:29: Es gibt zwei verschiedene Paper dazu.

00:28:31: Ich rede erst mal so ein bisschen über das erste, da wird diese Biotime Database überhaupt erstmal eingesetzt.

00:28:36: Das kommt aus dem Jahr zwei Tausend Achtzehn und es sind sehr viele Wissenschaftlerinnen daran beteiligt an dieser Database und an dem Paper ich glaube über fünfzig Stück.

00:28:45: aber wir verlinken euch das auf jeden Fall auch.

00:28:48: und zwar muss man sich das vorstellen dass das eine Plattform ist wo man eben Datensätze einreichen kann aber die auch schon mit Langzeitdatensätzen an den Start geht.

00:28:59: also Dort vorhanden sind erst mal generell sehr viele Langzeitdatensätze.

00:29:04: Die kommen aus dem Meer, das können also Fische sein, Plankton.

00:29:08: Manchmal sind es nur bestimmte Fischarten, manchmal sind's auch nur Zoo-Planktongruppen.

00:29:12: Manchmal sind solche Beprobungen die du vorhin zum Beispiel erwähnt hast.

00:29:16: Also einfach Programme wo jeden Monat irgendwer hingeht und sich anguckt was ist da?

00:29:23: In diesem Biotime-Database sind auch Landdaten und Süßwasserdaten, aber ich habe damals tatsächlich nur mit mehr Daten gearbeitet.

00:29:33: Und so typische Inhalte sind Artenlisten pro Ort, aber auch Häufigkeiten, Abundanzen... ...und dort sind eben Messungen über viele Jahre und Jahrzehnte da.

00:29:43: Das geht quasi dann nicht nur darum welche Art da ist sondern wie sich die Häufigkeit ändert weil sich diese Artgemeinschaften auch kontinuierlich verändern wie diese Daten brauchen, um das besser zu verstehen.

00:29:58: Man kann sich das vorstellen!

00:29:59: Die haben die online zur Verfügung gestellt und jeder konnte sie nutzen.

00:30:03: Es war eine offene Datenstruktur.

00:30:04: und was ich dann zum Beispiel in meinem Praktikum gemacht habe... Das ist nicht gepublished also ich kann nochmal nachgucken.

00:30:10: Ich glaube tatsächlich meine Betreuerin hat da ein bisschen dran weitergearbeitet.

00:30:12: aber Endeffekt war es dann etwas ganz anderes als ich gemacht hab.

00:30:15: Ich habe diese Artdaten genommen und dort quasi berechnet ...die die Gemeinschaft verschoben hat, bei erst mal nur anhand der A-Zahlen.

00:30:27: Und dann habe ich aus anderen offene öffentlichen Datensätzen... ...die Meerestemperatur genommen und dann wieder berechnet wie sich die Meerest Temperaturen in den Ohren verschoben haben.

00:30:36: Dann konnte ich das quasi auseinandersetzen und sehen ob es da Muster gibt.

00:30:40: Also diese Biotide Date sitzt.

00:30:42: Wie

00:30:42: viele Vogeln da drinne?

00:30:43: Oder?

00:30:45: Ja wahrscheinlich!

00:30:47: Aber auch viele Fische eigentlich.

00:30:50: Es ist alles, was eigentlich cool ist.

00:30:53: Weil du kannst ja rauspinken, was du erforschen willst und am Ende kannst du auch globale Aussagen machen.

00:30:59: Im letzten Jahr ist noch ein Newspaper dazu herausgekommen.

00:31:02: die haben nochmal alles so ein bisschen anders... Ja oder was heißt anders aufgesetzt?

00:31:07: Sondern... Die verstehen sich jetzt noch mehr als Infrastruktur nicht nur als eine Datenbank.

00:31:16: Also sehen sich selber als Werkzeug für die internationale Biodiversitätsforschung, zum Beispiel für Klimawandelanalysen, Schutzgebiet-Management.

00:31:25: Aber auch Vorhersage ökologischer Veränderungen wenn man zb an Umweltmodellierung denkt.

00:31:31: Die Leute können die Daten nutzen aber auch für politische Biodiveritätsziele Und was ich persönlich auch interessant finde also auf dieser Webseite, die für euch auch verlinken.

00:31:44: Die wirklich für alle zugänglich ist.

00:31:45: Ich möchte es nochmal sagen richtig cool!

00:31:47: Alle können das nutzen.

00:31:48: Alle können sich da ein Datensatz runterladen sind immer noch viele Regionen unterrepräsentiert?

00:31:54: Das ist das was sie zum Beispiel auch in dem Leitfaden so betonen weil eigentlich brauchen wir ja globale Daten von überall.

00:32:00: Natürlich ist es nicht so einfach.

00:32:02: Es vielen vor allen Dingen Daten aus den Truppen Aus der Tiefsee und aus dem globalen Süden

00:32:08: Ja also sehr viel Atlantik repräsentiert

00:32:12: Weil da in die Forschung stattfindet, ne?

00:32:15: Jedenfalls von dort wo die ganzen Gelder sind.

00:32:18: Das ist ja einfach ein Problem und das bedeutet vor allen Dingen dass wir die globale, die Biodiversität noch immer ungleichmäßig verstehen.

00:32:26: D.h.,

00:32:28: Wir wissen gerade gar nicht wie es um unsere Biodersität global wirklich aussieht und deshalb können wir auch nicht sagen wie es in zehn Jahren aussieht.

00:32:38: Können wir auch nicht über globale Schutzmaßnahmen reden, sondern momentan immer nur über lokale

00:32:44: Süd-Atlantik.

00:32:46: Der ganze Pazifik ist noch sehr weiß.

00:32:48: Indischer Ozean gibt noch viel zu tun.

00:32:52: Gibt noch viel zutun?

00:32:53: Ihr könnt alle erst starten!

00:32:57: Ja weiß ich vielleicht jetzt hier irgendjemand dabei der um diese Welt segeln will und dann kann man das in Science machen

00:33:04: Auf jeden immer Daten aufnehmen Was die auch zur Verfügung gestellt haben, da hab ich damals auch ein ganz bisschen mitgearbeitet.

00:33:12: Es gibt einen AirPackage also ein AirPaket zu BioTime.

00:33:16: Mit denen du direkt die Daten mit analysieren kannst ja.

00:33:21: Dann kann man sie direkt in sein Air einladen und die haben dann glaube ich auch so die einfachsten statistischen Tools.

00:33:28: Sehr gut zu wissen!

00:33:30: Vielleicht nutze ich das in meinem nächsten Kurs denn nicht unterrichte?

00:33:34: Da muss man sehen, dass ich irgendwas aus dem Hut ziehe.

00:33:36: Ja, und als Studentin macht es ja auch immer viel mehr Spaß an realen Daten irgendwie zu arbeiten.

00:33:42: Und dann könnten sicher auch die Studierenden einfach das aussuchen worauf sie am meisten Back haben.

00:33:46: also manche sind ja so Phytoplankton-Enthusiasten und manche ja so Fischköpfe... nicht negativ gemeint alles ne?

00:33:57: Ich hab das ja alles selber auch durch!

00:34:00: Also was ich damit sagen will ist Biodiversitätswandel sehr komplex dynamisch und auch räumlich unterschiedlich.

00:34:07: Es gibt sehr viele verschiedene Ökosysteme, nur langfristige standardisierte Zeitreihen erlauben.

00:34:14: ist es eigentlich diese Veränderung wirklich zu verstehen.

00:34:24: Databases nutzen, also die sich dann zum Beispiel alle Zeit rein aus der Biotime-Datenbank nehmen.

00:34:31: Ich habe mir zum Beispiel jetzt eingeguckt... ich kann ja mal ein Beispiel nennen.

00:34:34: Außen Nature tatsächlich von Pinskirt All.

00:34:38: Tatsächlich hat Helmut Hillibrand da auch mit dran geforscht.

00:34:41: Das ist ja hier Professor oder sogar Leiter vom Helmholtz Institut?

00:34:46: Ich glaube Leiter in Oldenburg.

00:34:54: Genau, und die haben quasi untersucht wie Temperaturveränderungen die Biodiversität beeinflussen.

00:34:59: Und dazu haben die zweiundvierzigtausend Zeitrainen aus der Biotime-Datenbank genutzt.

00:35:04: Das sind halt Daten, die könntest du niemals selbst so viel erheben vor allen Dingen nicht über die Jahre hinweg.

00:35:10: Das waren dann nicht nur marine Daten sondern terrestrische und sondern auch Süßwasserökosysteme und das zentrale Ergebnis ist quasi dass Sowohl die Erwärmung als auch die Abkühlung den Austausch von Arten beschleunigt.

00:35:28: Also je schneller sich die Temperatur verändert, desto schneller verändert sich die Zusammensetzung von Artgemeinschaften.

00:35:34: Wird man jetzt ja vielleicht auch nicht denken?

00:35:36: Man denkt ja vielleicht immer nur in die eine Richtung dass es wärmer wird und besonders empfindlich sind Ökosysteme mit wenig Mikro-Klimar Rückzugsorten.

00:35:46: Wie beschreibt man dann besten was Mikroklima ist?

00:35:53: Meinst du, wenn jetzt z.B.

00:35:55: du einen Küstenschreifen hast und dann hast du Mangrobenwälder?

00:35:59: In den Mangrodenwälden ist es ein paar Grad kühler als im offenen Ozean wo durchgehend die Sonne drauf scheint so?

00:36:06: Ja genau also sowas wie Buffersysteme, die das so ein bisschen abpuffern können.

00:36:13: Also wenn sowas nicht vorhanden sind, dann sind die Ökosysteme eher betroffen Oder auch stark menschlich beeinflusste Region.

00:36:21: Du hast ja zum Beispiel auch schon dredging event Die das ganze dann empfindlicher machen weil du einfach mehrere stressoren hast.

00:36:28: und in manchen gebieten wurden bis zu Achtentvierzig prozent der arten pro Jahrzehnt ersetzt also alle In einem jahrzehnte täuscht sich einfach die hälfte der atem aus.

00:36:40: wow

00:36:42: Das ist ganz schön viel, ne?

00:36:45: Ja.

00:36:46: Und das war jetzt ein Durchschnitt von allen Regionen?

00:36:49: Oder sagen die dann... In manchen Gebieten,

00:36:51: das ist so das Maximum dieser forty- acht Prozent.

00:36:54: Also nächstes Durchschnitt genau.

00:36:57: Also das ist global sehr unterschiedlich wie viele anderen ausgetauscht werden.

00:37:02: aber überall dort wo sich die Temperatur sehr verändert verändern sich auch sehr die Arten.

00:37:08: ja dass als Beispiel zu meiner heutigen Einleitung in die Challenge zwei und dann Langzeitdaten.

00:37:17: Ich glaube, man vergisst auch oft dass Forschungsprojekte oder Publikationen immer nur einen ganz kleinen Teil des Puzzles erklären können oder bestätigen können.

00:37:25: sowie bei der letzten Folge wo wir jetzt... Wo wir ja über Ton geredet haben okay?

00:37:29: Die haben das einfach nur gemessen und dargestellt und sehr viel mehr als das macht eine gewisse Publikation nicht unbedingt.

00:37:39: Das erklärt jetzt nicht das und wie kann man jetzt die Welt retten oder so sein?

00:37:43: Und es ist wirklich nur okay, wir versuchen diese Frage zu beantworten und hier ist der Beweis ob sich diese Frage bestätigt hat oder ob wir was anderes aufgrund der Datenlage gesehen haben.

00:37:55: Und ich meine, deswegen... Jeder, der jetzt dachte, wann kommt Eva endlich zum Punkt?

00:38:01: Wann ist das jetzt Ende erklärt?

00:38:03: Aber

00:38:05: du musst halt ...

00:38:06: Um die ganzen them einzuleiten musst du sehr viel erklären und dann ist es halt.

00:38:10: Ja, ja die Konklusion sozusagen das was du dann beschreibst ist halt eigentlich kann man in paar Satzen zusammenfassen.

00:38:18: Und vor allen Dingen ist es ja auch wir wissen einfach noch nicht so viel weil wir einfach noch nichts zu viel also.

00:38:22: Weil wir uns erstmal die Daten angucken müssen die wir haben und die Daten die wir habe das ist zwar eine Menge Daten aber Die ist immer noch auf globaler Ebene sehr unterschiedlich.

00:38:32: und dadurch, dass das mehr überall verbunden ist.

00:38:35: Reicht es halt nicht sich nur dort die ganze Zeit anzugucken sondern muss.

00:38:39: man kann nicht nur lokale Feldstudien machen.

00:38:42: Ja auch wenn da natürlich auch wichtig ist das zu machen mache ich ja auch in meiner Forschung weil irgendwo musste ja anfangen.

00:38:49: aber Ich habe immer das Gefühl die Leute denken sich immer Ja, warum wissen wir das denn nicht?

00:38:53: Was dann passieren wird.

00:38:55: Weil wir nicht mal wissen was jetzt gerade alles in unseren Ozeanen los ist.

00:38:58: Geschweige denn was vor zehn Jahren los war und mit einem Jahrzehntforschung es ist ja auch nicht getan du brauchst mehrere Jahrzehnte wenn ich sogar jungen hatte.

00:39:10: Ja, okay.

00:39:13: Biodiversität an sich ist ja schon ein bisschen schwierig zu verstehen.

00:39:16: ihr habt ja schon gemerkt wie wir schon Schwierigkeiten hatten das teilweise zu erklären.

00:39:25: Komplexe Welt da draußen.

00:39:27: Komplexes

00:39:27: Welt, vielleicht... Ich weiß nicht ob du schon für nächste Folge nach dem Paper geguckt hast.

00:39:31: Vielleicht findest du ein bisschen was Anschaulicheres?

00:39:34: Genau, wo mal so eine Fälschball ist.

00:39:38: Es ist halt auch... es ist ja super spannend weil das Ding ist wirklich kompliziert das alles zusammen zu rechnen und rauszurechnen Und zu verbinden und sowas alles.

00:39:48: und ich bin einfach immer noch ein bisschen schockiert als ich jetzt nebenbei diese Karte aufgerufen habe, wie viele weiße Stellen es einfach noch gibt.

00:39:59: Und vor allem halt auf der Südhappkugel.

00:40:02: und das ist aber auch ja politisch auch super schwierig weil ich meine so wie wir das jetzt ja auch ein bisschen aufgezogen haben in den Podcast die Leute wollen dass man die Region vor Ort versteht weil das halt das ist wo man isst und wo dies institut ist und sowas alles.

00:40:21: Aber es ist halt ein Ozean, der uns alle verbindet.

00:40:24: Nichtsdestotrotz kann man auch nicht als Schweizer oder Österreichisches oder deutsches Institut nach Kamerun gehen und sagen ja wir forschen jetzt die Gewässer vor Kameron weil du musst eigentlich langfristige Infrastrukturen irgendwie dort etablieren lassen, die es vor Ort auch nachhaltig untersuchen und auch lokale Forscherinnen unterstützen usw.

00:40:51: ist aber wiederum Forschung ist leider in gewisser Weise ein Luxusgeschäft sozusagen.

00:40:59: Und wenn Land irgendwie Probleme hat, im politischen System aufzustellen und irgendwie ... weißt du so voran zu kommen?

00:41:12: Dann ist halt okay.

00:41:13: wir müssen jetzt den Ozean von unserer Haustia erforschen.

00:41:16: das letzte wahrscheinlich was in dem FDTuduliste sozusagen.

00:41:23: Man muss dazu natürlich sagen, dass diese Biotime Database auch dahin gebiased ist.

00:41:28: Dass manche Datensätze da gar nicht drin sind.

00:41:33: Sprich also es gibt natürlich noch mehr Langzeitdaten rein als überhaupt in dieser Datenbank drin sind oder an dieser Infrastruktur drin sind.

00:41:44: Ocean Biodiversity Information System so das ist die Abkürzung.

00:41:52: Aber ich glaube, das wird das Neue sein.

00:41:54: Weil diese Biotime, wenn ich das richtig korreere, gehört der University of St Andrews in... ...Shotland?

00:42:03: Ist das richtig?

00:42:04: Ja die sind da based genau.

00:42:08: Also die Niedseinteist

00:42:09: kommt daher.

00:42:11: Wem gehören die Daten sozusagen auch wenn... Die

00:42:16: stehen ja frei zur Verfügung.

00:42:17: Hinterlegt es!

00:42:23: Man muss dazu sagen, Obis hat ja Marine-Datensätze.

00:42:29: Biotime hat sich hervorgehoben eben auch ... Terrestrische und Süßwassersysteme mit reinzunehmen.

00:42:37: Das ist natürlich auch ein doller Unterschied.

00:42:39: Ich weiß, dass es halt Obis gibt und dann gibts nur noch M-Bohnen.

00:42:44: Und Bonn generell?

00:42:45: Also, wie gesagt, liest mein Paper!

00:42:50: Die

00:42:51: haben nicht das

00:42:53: alles neu

00:42:54: erfunden.

00:42:55: Genau,

00:42:55: ja

00:42:57: und das macht es auch wieder komplizierter weil so viele verschiedene gibt.

00:43:01: Und dann wenn du in die Datensätze reingehst, weil das weiß ich halt auch noch, dann hast du da deine zehn verschiedenen datensätze und die musst du halt auch erstmal wieder einander kriegen und vergleichbar machen auf eine Art und Weise, weil

00:43:12: jeder

00:43:13: ja doch seine Tabellen anders führt.

00:43:15: irgendwie

00:43:17: Ja, ich mein dafür gibt es jetzt diese.

00:43:19: vor allem für den Ozean gibt es dieses heißt auf englisch essential ocean variables also essenzielle ozean variablen die Beprobten werden sollten.

00:43:28: wenn Also und das geht über halt so weil viele leute machen dann so Temperatur sei es gehalten aber es geht weiter rüber hinaus an sondern das macht man noch macht man fitoplankton art zusammensetzung und macht man vielleicht bei sie nicht Fischserwer, wenn's geht.

00:43:49: So gefühlt alles auf einmal irgendwie versuchen zu machen damit man halt einen gewissen Zeitrahmen auch abgedeckt hat und auch ... Wenn du jetzt ankommst, dann sagst du komm ich wieder ins Stockenabhängig.

00:43:59: Wie gehts denn?

00:44:00: Asseln

00:44:01: unten?

00:44:01: Was ist das?

00:44:04: Guten Isopoden!

00:44:06: Richtig genau.

00:44:08: Dass es dafür auch Daten gibt und dass wir nicht sagen sie okay aber wieso habt ihr dann Fische?

00:44:12: Fischdaten, aber ihr habt keine Isopodendaten ungefähr

00:44:17: Nein und ich verstehe auch immer, dass das ein Problem ist.

00:44:20: Dass wenn man Daten aufgenommen hat, dass es eine Überwindung ist die zu teilen.

00:44:23: Das ist ja nicht so einfach weil da hängen ja auch Gelder dran und Supportgelder und alles.

00:44:28: Und dann muss man ja auch darauf vertrauen, dass man vernünftig zitiert wird und der eigene Arbeit anerkannt wird.

00:44:34: und alles ist nicht so Einfach natürlich nicht Aber dafür müssen Lösungen und auch Anreize geschaffen werden damit es einfacher ist.

00:44:43: Sollen wir einen Punkt hier setzen oder?

00:44:44: Ja Gut, dass wir zwei in zwei Wochen weitermachen.

00:44:50: Der Reddit-Post der Woche ... Ich bin sehr gespannt, was du dazu sagst?

00:44:57: Es geht um die Frage und der ist tatsächlich ein bisschen ... Weil die Lassen waren ja alle so alt.

00:45:02: Und ich dachte, ich versuch einen Neueren rauszusuchen.

00:45:07: Lohnt sich, ein wissenschaftlicher Tauchschein zu machen.

00:45:11: Also diesen ... wie nennt man das?

00:45:13: Scientific Dialogue.

00:45:15: Ja genau!

00:45:17: Die Person hat dazu geschrieben, ich habe vor kurzem meinen Open Water Tauchschein gemacht und werde diesen Sommer mein Advanced Open Water tauchschein absolvieren.

00:45:27: Außerdem habe ich vor alle erforderlichen Kurse zu begleiten die meinem wissenschaftlichen Tauchscheinen zu erwerben.

00:45:33: Ich weiß nicht ob das deutsch war aber egal würde es mir bei der Jobsuche helfen oder eine Bewerbung attraktiver machen wenn ich meine Tauchausbildung abschieße und dann während meines Studiums einen wissenschaftlich tauchschein mache Vielleicht von jemandem, der bereits in der Branche tätig ist und sich damit auskennt.

00:45:52: Was meinst du?

00:45:53: Lohnt sich ein Scientific Diver?

00:45:55: weil das ist eine spezielle Ausbildung es ist nicht einfach was beim Paddy oder SSI oder irgendwie sowas als Kurs belegen kann.

00:46:04: Ganz genau also ich kann ja mal erzählen im Studium haben das manche gemacht diesen Scientific Divers und das dauert auch relativ lange den zu machen.

00:46:11: also man braucht dann Ja Natürlich haben die nebenbei auch studiert, aber es geht schon lange und ist sehr intensiv.

00:46:18: Und beinhaltet auch mehr als mal eben den Scientific Diver machen.

00:46:23: Aber Meeresbiologie ist ja ein internationales Ding und dieses Scientific Diving Chine-Ding ist sehr Deutsch habe ich gelernt.

00:46:34: Also in Finnland zum Beispiel gibt es das nicht.

00:46:37: Ich hab einen Umwaterdiver

00:46:43: In der Bachelorarbeit.

00:46:47: Oder was meinen Bachelorbetreuer oder so, irgendjemand hat sich immer drüber los sich gemacht dass ich einen Segelschein habe ein Kiteschein keine Ahnung was für Scheine dann?

00:46:56: also Führerschein offensichtlich aber das ist halt irgendwie im deutschen System für alles gibt es einen Schein.

00:47:01: du kannst den scheinen Ja Genau.

00:47:05: Also in Finnland

00:47:06: war das gar kein Problem.

00:47:08: Ich hatte nur ein Open Water Diver, ne?

00:47:10: Ich bin auch keine sehr erfahrene Taucherin überhaupt nicht.

00:47:13: Die haben mich einfach meine Proben nehmen lassen, das war schon alles okay.

00:47:16: Da war da so'n Dive Officer der hat mich zwei-drei mal begleitet und hat gesehen dass ich das schon alles in Ordnung mache und dann war das irgendwie fein.

00:47:24: In Deutschland ist es hier anders.

00:47:31: Genau.

00:47:32: Also man muss schon Sachen berücksichtigen beim Scientific Diving denn man darf die Proben Man muss die vernünftig nehmen, man darf sie nicht kontaminieren.

00:47:42: Man muss sich sicher unter Wasser fühlen natürlich!

00:47:45: Man muss wissen was man tut und dann das ganze was man sowieso beim tauchen wissen muss nicht überschätzen.

00:47:50: und alles drum und dran.

00:47:52: ja ich sag mal so wenn du Spaß am Tauchen hast und du vielleicht auch Peter-Based in Deutschland bist oder schon weiß in welchem Land du based sein möchtest Dann guck mal vielleicht nach wie da die Regeln sind.

00:48:06: Aber es muss nicht sein Ist mein Take, der ist auch Scheuer.

00:48:12: Oder?

00:48:13: Da hat er nicht so irre viel gekostet?

00:48:15: Ich weiß es

00:48:16: nicht.

00:48:16: Immer tauchen allgemein ist Scheuer aber...

00:48:18: Ja.

00:48:19: Am Geoma also eigentlich ja nicht wenn man nur diese Flasche aufhören muss!

00:48:24: Aber ähm am Geoma damals hatten super viele Doktoranden dem gemacht und meinten auch so Annabelle du musst den auch machen und ich so nope sicher nicht.

00:48:35: Ähm ich bin auch ein Ich bin nicht so der Fan von diesen ganzen tausend Kursen, die man bei den Paddy und SSI belegen soll.

00:48:45: Also wahrscheinlich ist das jetzt ein Hot-Take sozusagen aber wenn man Open Water Diver hat dann reicht es halt.

00:48:53: warum soll man denn jetzt unbedingt einen Advanced OpenWater Diver machen damit du zehn Meter tiefer tauchen kannst?

00:48:59: als ob man da so viel mehr sieht weiß ich nicht.

00:49:02: ich tauche nur so einmal alle Einmal im Jahr vielleicht.

00:49:07: Weil ich mir denke, ich gehe lieber schneucheln und es ist für weniger Aufwand.

00:49:10: Und dann sieht man auch ungefähr genauso viel.

00:49:13: Man kann ab Nö tauchen so.

00:49:14: Da braucht man kaum Equipment für.

00:49:18: Dann hat man keine Probleme mit De-Kompressionen.

00:49:21: Und diesen ganzen Tra lala vom Tauchen ... Es ist mehr alles zu viel Hackmack!

00:49:27: Ich finde schon, dass es gut ist, das ab und zu so Theorien aufgefrischt werden.

00:49:31: Und dass jemand checkt ob die Person das auch kann?

00:49:33: Weil tauchen kann auch schon ein gefährlicher Sport sein, hast du ja auch gerade gesagt.

00:49:36: Richtig!

00:49:38: Aber ich stimme auch mit dir überein, dass in Zehmetertäfe siehst du auch nicht so viel mehr.

00:49:43: Es sei denn, du willst halt so einen bestimmten Wrack... Das ist da irgendwie... aber ich meine, das ist jetzt gar nicht

00:49:47: so.

00:49:47: die Frage.

00:49:48: Ja, bei der Wracktauchung noch mal was anderes.

00:49:50: Sondern eher dieses...

00:49:53: Ja, eher dieses wissenschaftliche Tauchen.

00:49:55: Wenn du wirklich einfach mehr als Biologie Wissenschaft machen willst, brauchst du es per se nicht?

00:49:59: Plus wenn du ne Taucherin bist oder taucher und erst mal sowieso eine gute Base hast und dann auf einmal ein Job hast, wo du das vielleicht doch brauchst Dann ist der ja vielleicht auch schnell nachgemacht, denn das tauchen ja nix super Neues für dich.

00:50:13: Ich glaube es geht auch nicht... Also ich bin der Meinung Vielleicht liege ich da auch falsch.

00:50:19: Ich muss nochmal mit den Leuten aussetzen Doktorandenzeit checken, dass man sowieso ein Open Water braucht.

00:50:25: Wenn man diesen Tauch ... Scientific Diver tauchen machen muss.

00:50:29: Das brauchst du.

00:50:31: Genau und es geht dann eher darum wie handelst du Sachen unter Wasser?

00:50:35: Wie passt du auf das wenn du bestimmte Geräte unter Wasser händelst Dass du dir selber nicht dich in Gefahr bringst?

00:50:45: Es geht ja von meiner Out-Side Perspektive eher darum dass du dir, dass du selber einfach gesichert bist.

00:50:57: Ja wenn das für irgendjemand interessant ist ich weiß es gibt eine Firma in Kiel die Speziell Scientific Diving quasi als also du könntest jetzt anfragen und beauftragen irgendwas zu machen.

00:51:11: die verlinken wir euch gerne.

00:51:14: Aber

00:51:15: in Olmburg gibt's das auch.

00:51:17: Ich möchte noch einmal ergänzen dazu erwähren, ich glaube es ist schon dann auch gut dass man in diesem Kurs so bestimmte Beprobungsmaßnahmen oder Methoden lernt und so eine gewisse Grundkenntnis von biologischen Dingen gehört glaub ich auch dazu.

00:51:35: aber wenn du sowas schon studierst hast du das ja denke ich mal.

00:51:37: also Dann kämpft man ja die ganzen Methoden und so.

00:51:40: Sehr, wenn man dann so ein Outsider ist der sich jetzt denkt ich hab noch Bock auf Scientific Diving.

00:51:45: Ich glaub nämlich für viele, die vielleicht nicht mehr aus Bio oder Bio studieren aber tauchen mögen könnte dieser Scientific Diver eine guten, guten Fuß in die Tür sein.

00:51:55: weißt du um in diesem Bereich reinzukommen.

00:51:58: Aber letztendlich gibt es auch

00:52:01: viele die... Ken kaum Forscher.

00:52:06: Also ich habe noch nie irgendein Projekt jetzt in meinem Umfeld gesehen, wo unbedingt Scientific Divers gebraucht wurden.

00:52:16: Außer es geht jetzt irgendwie darum und war das halt ... ja weil... Ich arbeite dann so tief im offenen Ozean dass da auch kein Taucher arbeiten könnte.

00:52:25: Das einzige was mir wirklich einfällt ist vielleicht so Nordsee Ostsee wenn du da irgendwas machst Dass du

00:52:32: bei uns die Zurückkraft viel per tauchen.

00:52:38: Also ja auch so, ähm... Auch so Chambers Deployment und so.

00:52:43: also wenn so Kammern unter Wasser angebracht werden für Experimente.

00:52:46: Und wie gesagt ich habe hier meine ganzen Proben auch tauchend genommen das ist schon... Gang und Gebe und Ich weiß dass die so bei Helgoland hier auch immer mal wieder Taucher brauchen wenn ich das richtig hab plus in Kiel mit den Ganzen Seegrasswiesenprojekten da brauchen sie auch Taucher

00:53:05: Citizen Science, das ist ... oder auf jeden Fall die Böden quasi Freizeittaucher aus.

00:53:13: Dafür brauchst du jetzt keinen Kurs?

00:53:15: Okay ich weiß nicht genau was für Taucher allen wieder in Kiel nehmen.

00:53:20: Ja es ist sehr nischig aber ich meine wenn du Spaß dran hast go for it!

00:53:26: Ob du's unbedingt brauchst, weiß ich nicht.

00:53:28: Ich denke nicht... Das is unser Take daran.

00:53:33: Vielleicht hat ja noch mal ein ehemaliger Forschungstaucher oder eine ehemalsige Forschungestaucherin Bock hier zu berichten und zu sagen, ob sich sowas gelohnt hat.

00:53:41: Oder nicht?

00:53:42: Ja bitte!

00:53:44: Können wir sonst nächste Woche nochmal drüber reden.

00:53:48: Okay gut das war's für heute, oder?

00:53:54: Ich muss noch einmal Werbung machen in zwei Dingen.

00:53:56: Einmal hört unbedingt bei Gen Zirein, Charlotte und Lennart haben ne neue Folge rausgebracht sehr spannend.

00:54:05: über ihrem Masterarbeit, was richtig.

00:54:09: Projekt

00:54:10: ihrer Modellierung.

00:54:11: Es klingt der Dröge, Modellierung ist nicht so dröge.

00:54:13: Hört rein!

00:54:13: Die beiden haben sich für Mühe gegeben.

00:54:15: und zweites Projekt war als ... Ich weiß gar nicht wie man das nennt.

00:54:20: Gästenpärten?

00:54:22: Obwohl ich auch nicht so ein Expertin da drin bin... Ich war zu Gast kurz im Podcast Ecke Hansa-Ringen.

00:54:27: Das ist ein Geschichtspodcast.

00:54:28: die haben über die Kabeljaukrieg geredet den Kabeljau erzählt, wobei ich selber gar nicht so eine Fischexperte bin.

00:54:37: Aber da hab' ich zum Beispiel auch ein bisschen was über Ökosysteme geredet und was da in der Ostsee los ist und so... Also da kann man auch mal reinhören wenn man Lust hat!

00:54:46: Müssen wir noch irgendwo für Erwärmung machen?

00:54:47: Ja!

00:54:49: Ich glaube nicht!

00:54:52: Super

00:54:53: Dann wünschen wir euch ne gute Woche!

00:54:57: Bis zum nächsten Mal, ciao!

00:54:59: Tschüssi!

00:55:03: und eine anerkannte UNOzern-Dekadeaktivität.

00:55:07: Produktion

00:55:08: Anabel von Jokowski & Eva Räufer, Grafikdesign Spagetti Schalk Musik Florentin Seifert Schnitt und Management Anabel Von Jokoski.

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