Fabian Ritter: Der Fall Timmy, Hope oder Tina und warum ein Wal ganz Deutschland bewegte

Shownotes

Unser Gast ist Fabian Ritter, Meeresbiologe, Sachbuchautor und Mitgründer von M.E.E.R. e.V. Seit vielen Jahren setzt er sich für den Schutz von Walen und Delfinen ein und berät unter anderem die Internationale Walfangkommission.

Im Gespräch geht es um die außergewöhnliche Geschichte des Buckelwals, der unter den Namen Timmy, Hope und Tina bundesweit bekannt wurde, um die Diskussionen rund um die verschiedenen Rettungsversuche und um die Frage, warum uns das Schicksal eines einzelnen Tieres oft stärker berührt als die schleichenden Krisen unserer Meere.

Außerdem sprechen wir über die Bedeutung von Walen für gesunde Ozeane, die Situation der vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswale und darüber, wie sich die Aufmerksamkeit rund um Timmy für einen langfristigen Meeresschutz nutzen lässt.

Mehr von M.E.E.R. e.V.:

  • Mehr über die Arbeit von M.E.E.R. e.V.
  • M.E.E.R. Datenbank von La Gomera
  • Fabian Ritters neues Buch „WIR WALE“ erzählt die Geschichte der Wale und Delfine aus ihrer eigenen Perspektive und basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Weitere Informationen zum Buch

Weiterführende Links:

  • Walfriedhof von vor fünf Millionen Jahren. Ein Artikel vom BBC und wissenschaftlicher Artikel von Peng et al., 2026

  • Die Chronologie des Ostsee-Buckelwals beim GEO MAGAZIN

  • Fabian Ritter über seine Kritik an der privaten Rettungsinitiative im ZDF

  • Der BUND über die bedrohten Ostsee-Schweinswale

  • Fischpopulationen in der Ostsee befinden sich in einem katastrophalen Zustand. Mehr Infos vom Baltic Coast Dialog

  • Ausgerechnet Backhaus bremst beim Walschutz. Ein Artikel vom Spiegel Plus

  • Umweltzustand der Ostsee. Ein Bericht der SH Landesregierung

  • Fischfangquoten in der Ostsee und eine Meinung von Greenpeace Deutschland

  • Nationalpark Ostsee ist vom Tisch und stattdessen setzt Schleswig-Holstein auf den "Aktionsplan Ostseeschutz 2030". Das Program der SH Landesregierung

  • Die vier Lebensstilentscheidungen, die Ihren CO2-Fußabdruck am stärksten reduzieren. Eine Pressemitteilung und dazugehöriger wissenschaftlicher Artikel von Wynes & Nicholas 2017 von der Universität Lund

  • Welchen Fisch kann ich mit guten Gewissen essen? Der Fischratgeber vom WWF und der Europäischen Union

Transkript anzeigen

00:00:02: Wellenbrecher Podcast.

00:00:05: Tiefgründige Gespräche rund um die UN-Ozern-Dekade.

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zum Wellenbrecher Podcast mit mir, Anabel Das ist auf jeden Fall keine Solo-Folge Denn hier zu Gast ist jemand, dessen Herz ganz dem Schutz der Meere gehört.

00:00:22: Er ist Meeresbiologe, Sachbuchautor und Gründer sowie wissenschaftlicher Leiter vom MEER EV.

00:00:29: Seit vielen Jahren setzt er sich für die Erforschung und den Schutz von Wahlen unter vielen Ein, darüber hinaus bringt er seine Expertise seit zwei Jahrzehnten in den Wissenschaftsausschuss der Internationalen Wahlfangkommission ein.

00:00:41: Und arbeitet auch als Experte für die Whale & Dolphin Conservation für gesunde Ozeane.

00:00:48: Viele von euch werden in den vergangenen Monaten wahrscheinlich von Timmy Hope oder eventuell auch Tina gehört haben, der Buckelwahl, der sich in die Ostsee verwirrt hatte und dessen Schicksal bundesweit wenn nicht sogar global für Schlagzeilen sorgte.

00:01:04: Und auch mit diesem Buckelwahl rückte unser heutiger Gast immer weiter in den Fokus der Medien.

00:01:10: Er war unter anderem zu sehen im ZDF-Morganmagazin, BildTV, Focus Online, Welt und vielen mehr über Wale, Buckellwale und darüber hinaus.

00:01:22: Warum das Schicksal eines einzelnen Tieres uns manchmal mehr bewegt, als die großen Krisen unserer Ozeane sprechen wir heute?

00:01:30: Und damit herzlich willkommen Fabian Ritter.

00:01:33: Tachchen!

00:01:35: Ich dachte... Wir fangen mit einer kurzen Fistrunde an und nutzen einfach deine Wahlexpertise ein bisschen charmlos aus weil es bei mir im Studium auch schon sehr lange her ist und vielleicht auch ein bisschen mehr weißt als manche von unseren Zuhörerinnen.

00:01:53: Ich

00:01:53: bin gespannt, was du zu den einzelnen Fragen so ein bisschen zu sagen hast.

00:01:59: Okay, los geht's!

00:02:01: Es gibt ja viele Wale die sowohl in tropischen Gewässern leben für eine Zeit lang und dann aber auch zu den Polen schwimmen um da Nahrungen aufzunehmen.

00:02:13: wie schafft es denn so einen Tier mit unterschiedlichen Temperaturen in unterschiedlichen Lebensräumen?

00:02:20: Zurechtzukommen.

00:02:21: Hier ist die Frage so ein bisschen abgezielt auf die Hautschichten von Wahlen und wie viel Fettschichtwale haben, um das so ein bissel die Temperatur zu isolieren?

00:02:34: Okay also zunächst mal braucht es eine enorme Verhaltensflexibilität sich in total unterschiedlichen Gegenden und Meeren zu bewegen und da auch zu orientieren.

00:02:44: Also in tropischen Gewässern ist ja was komplett anderes als in arktischem Gewässer und klar, das hat es mit Nahrung zu tun.

00:02:51: Die Nahrungen sind nicht zuletzt deswegen wichtig weil Wale sich eine wahnsinnig dicke Speckschicht anfressen wenn sie in den kalten Gewässeren sind machen auch nicht alle Wale.

00:03:01: manche sind auch Ortstreu und machen jetzt nicht diese langen Wanderungen per See aber die meisten schon.

00:03:09: Und diese Fettschicht wiederum ist ein sehr guter Isolator der vor Wärmeverlust schützt und zwar in allen Gewässern.

00:03:17: Körpertemperatur bei Wahlen ist ja so wie bei uns, siebenunddreißig, achtunddreizig Grad und das Meer ist selten so warm und manchmal ist es auch bitter kalt.

00:03:25: da braucht man eine gute Isolierung und deswegen diese Speckschicht die dann umgeben wird von einer Haut die ähnlich über uns das größte Organ ist der Wahle Und ein Stück weit natürlich auch für Austausch herrschen nach außen.

00:03:40: Die atmet nicht so sehr wie bei uns, weil sie eben Teil dieser Isolierung ist.

00:03:44: aber sie sind sehr empfindlich gegenüber Verschmutzungen und Berührung auch.

00:03:49: Das ist schon mal ganz ähnlich über uns könnte man sagen.

00:03:53: Ja, kennt man ja so ein bisschen wenn man schwimmen geht da wird einem im Wasser deutlich schneller kalt als in der Luft.

00:04:00: Genau

00:04:01: Kann man denn auch anhand... Der Haut oder der Fettschicht, oder irgendwie sowas auch das Alter eines Wahes bestimmt.

00:04:07: Hier war so ein bisschen die Frage ist es wie bei Bäumen wo man die Jahresringe hat?

00:04:11: Also ja und nein!

00:04:13: Die Speckschicht ist so variabel weil sie immer ausdünnt wenn die Wale fasten und immer dicker wird wenn Sie fressen.

00:04:20: also da gibt's auch nicht solche Jahresringstrukturen.

00:04:24: an der Haut siehts anders aus.

00:04:26: dahinter lassen nämlich Kämpfe Raufereien, Verletzungen hinterlassen Spuren auf der Haut.

00:04:33: Und die sind eine Zeit lang zu sehen und es gibt ein, zwei, drei Arten wo das nicht so super wieder verheilt sondern hell bleibt.

00:04:41: also die Narben bleiben hell und das ist bei Rissos Delfinen zum Beispiel so.

00:04:44: das ist auch bei Grünlandwahlen so dass wohl auch teilweise beim Pottwahlen so und je älter die werden desto weißer werden oder heller werden sie.

00:04:52: das heißt da Der Hautzustand, ein sehr guter Indigator für das Alter.

00:04:57: Jetzt nicht Jahresgedau aber da kann man schon sagen ja hier muss noch ein Jungti sein, dass es schon älter ist und das ein uraltes Tier.

00:05:03: Solche Jahresringstrukturen kann man in den Baden-Wahlen oder auch in den Zähnen bei den Zahnwahlen feststellen.

00:05:10: und dann gibt's auch eine andere Methode dass die haben so einen Ohrpfropf im mittleren Ohrengang, der so aus Ohrenschmal jetzt im Grunde was aber verdichtet und da auch nie rauskommt.

00:05:24: Sondern dann eben auch in Schichten sich immer mehr aufbaut.

00:05:28: total langswertend kann über die Zeit.

00:05:29: Spannend!

00:05:30: Bei Viertel macht man das ja auch, dass man diesen Ohrstein benutzt?

00:05:35: Genau, da ist es aber ein Knöchelchen.

00:05:36: Das ist etwas anderes als bei den Wahlen.

00:05:38: Da ist es tatsächlich nur diese wachsige Masse äußeren Gehörgang sozusagen fest setzt.

00:05:46: Du hast im Endeffekt schon die Überleitung gemacht.

00:05:48: zur nächsten Frage, denn es gibt ja wie du schon angesprochen hattest Wale mit Baden und mit Zehen.

00:05:55: Und die Frage war ob diese Baden tatsächlich auch aus Keratin bestehen also dem gleichen Material wie jetzt Fingerniegel oder auch unsere Haare?

00:06:03: Genau das ist exakt dasselbe Material.

00:06:06: Diese Hornplatten sind schon kräftig und fest aber sie Also und das nützt dann natürlich, wenn man diese Beaten von den paar Hundert vom Oberkiefer herabhängen.

00:06:17: Dann als gigantischen Fressapparat benutzt im Sinne eines Siebes wo der Grill oder Schwarmfische eben rausgesiebt werden.

00:06:27: Wo wir Stunden beim Essen sind kann man denn so ungefähr einschätzen was verschiedene Walarten essen.

00:06:34: also ich meine bei zehn kann man sich ja jetzt Orcas zum Beispiel vorstellen dass sie Heringer essen oder vielleicht auch andere größere Lebewesen.

00:06:44: Wie sieht es denn bei vielen Batenweinen aus?

00:06:48: Genau, die Zahnwale, die fressen vorwiegend Fisch oder Kalmare also zähnarmige Tintenfische und die meisten Wahlen der Feinarten die Zähne tragen haben da auch eine relative Spezialisierung auf ein paar Arten und nicht viel neben drinnen.

00:07:04: Also Portwale oder Grindwale fressend zu Also von verschiedenen Arten, aber ist halt ein Beutetüb genau.

00:07:11: Und der wird mit den Zähnen ergriffen und dann runtergeschluckt meistens auch im Stück.

00:07:15: Bei den Baten ist es eine komplett andere Ernährungsweise nämlich viel ins Maul reinholen, viel Krill, viel Fisch um das... also mit dem Wasser wird das in's Maul genommen und die Zunge drückt dann durch die Baten Das Wasser aus dem Maul und im Maul bleibt dann eben dieser.

00:07:33: Da ist es eher ein filtrierendes System und keine echte Jagd Und von dieser kleinen Beute müssen dann natürlich eine fassbar große Mengen bis zu Millionen von Grillklebsen am Tag gefressen werden.

00:07:46: Ich meine, wir haben glaube ich in diesem Podcast auch schon darüber gesprochen, dass alle untereinander kommunizieren und sozusagen ihre eigene Sprache haben.

00:07:54: Trotzdem wurde uns die Frage gestellt kann ein Buckelwahl mit einem Schweinswahl kommuniziert?

00:08:03: Das kommt letztlich auf das Hörvermögen an und den Schallbereich, wo die beiden sich unterhalten.

00:08:09: Das liegt jetzt relativ weit auseinander.

00:08:11: Der Schweinswahl sendet nämlich nur im Ultraschallbereich also so hoch dass wir Menschen es nicht mehr hören.

00:08:18: Das ist wahrscheinlich auch zu hoch für einen Buckelwahl weil der nutzt vor allem niedrig Frequente Töne, also so tief teilweise auch dass wir es nicht hören.

00:08:28: Also Infraschall dann und das geht hoch bis ein paar tausend vielleicht über zehntausend Hertz aber das ist dann auch schon das höchste.

00:08:36: Es mag eventuell einen ganz kleinen Bereich geben wo sich Schweinswahl- und Buckelwahlsprache in ganz dicken Anführungszeichen jetzt überlappen und die sich so ein bisschen hören.

00:08:46: Aber im Wesentlichen werden die aneinander vorbeikommunizieren Ist auch nicht wirklich schlimm weil möglicherweise auch nicht richtig viel miteinander zu tun.

00:08:55: Wo es entscheidend wird, ist halt wo der Schweinswald zum Beispiel auch Opfer von Orca-Attacken werden kann.

00:09:02: Da muss er natürlich genau hinhören und da macht das auch Sinn in dem Bereich zu hören, wo die Orcas senden sozusagen oder quatschen.

00:09:10: Generell kann man sagen... wenige Organismen im Meer, die so kommunikativ sind wie Wahler und Delfine.

00:09:17: Kommunikation, Austausch, Abstimmung, Identitätsentwicklung über die Akustik sind extrem ausgeprägt in den Reich der Wahler- und Deltfiene.

00:09:27: Und jede Art hört sich auch unterschiedlich an.

00:09:29: neunzig Arten gibt es etwa unterschiedliche Wahler oder Delfinen und sie haben alle eine Menge zu erzählen sich untereinander und haben aber alle ihren eigenen Spektrum Strahlbereich sozusagen oder Bereich von Frequenzen und dann natürlich auch bestimmte Pfeffelklicks, Klickfolgen die dann dazu beitragen dass sich lokal innerhalb derselben Art auch Dialekte bilden so wie du es angedeutet hast.

00:09:54: Dass sie Orcas unterschiedliche Sprachen in Anführungszeichen sprechen und sich tatsächlich manchmal überhaupt nicht mit anderen Orcas unterhalten weil Sie wissen das sind andere also da.

00:10:07: Die Dialekte sprechen ja dafür, dass wir es mit Traditionen und Kulturen zu tun haben.

00:10:13: Und wenn sich Orcas im selben Lebensraum aber gar nicht in derselben Beute interessiert sind dann sind sie einfach komplett anders gelagert vom Verhalten von der Akustik und dann gehen Sie sich mehr oder weniger aus dem Weg So wie das kleine Völkchen bei uns oder Nationen, manchmal auch bei uns Menschen dann eine ganz klare Grenze haben.

00:10:33: So kann man sich das ein bisschen bei Wahlen und Definen auch vorstellen.

00:10:38: Das hast du finde ich gerade sehr schön beschrieben weil ja auch oft vom Verlust von Biodiversität aktuell gesprochen wird.

00:10:44: welche Rolle spielen Wale für die Biodervisität in unseren Meeren?

00:10:50: Das kann man jetzt auf verschiedenen Ebenen betrachten.

00:10:53: einmal als also Viele Wale sind Jäger, das heißt sie haben einen übenden Räuberdruck auf Fischpopulationen und Grillpopulation aus.

00:11:03: Und das hat ökologische Folgen wenn dieser Druck nachlässt beziehungsweise schwankt bzw verschwindet.

00:11:11: sowie dass für alle Top Predator gilt auch für Heie oder Adler-Wölfe an Land.

00:11:18: so die haben immer eine Art Kontrollfunktion fürs Ökosystem als ganze Populationen regulierend ein.

00:11:27: Es gibt aber noch andere Funktionen.

00:11:30: bei den Großwahlen zum Beispiel, hat man festgestellt, dass die sehr große Stoffmengen transportieren.

00:11:36: Wenn man sich vorstellt, dass Pottwale sehr tief tauchen in der Tiefe fressen und zwar ausschließlich in der tiefe Fresse und dann an die Oberfläche kommen und da aber ihre Verdauungshinterlassenschaften abgeben, dann ist das im Runde ein Stofftransport von unten nach oben.

00:11:51: Der ist umso wichtiger weil oben das Phytoplankton darauf wartet, gedüngt zu werden auf solche Stoffe wie in dem Kot von Wahlen Organismen angewiesen ist.

00:12:01: Das heißt, Planktonblüte folgt auf Wahlschiss und es auch einen Satz gibt.

00:12:06: Also das sind alles ganz wichtige Funktionen die Wale erfüllen.

00:12:10: man kann ganz grob sagen je gesünder die Wahlpopulationen desto gesünderer sind die Meere.

00:12:15: und sprich bei Wahlen und Definen tatsächlich auch von Zeigearten oder Anzeigearten in dem Sinne dass wenn man sieht dass das Wahl der Fienen- oder Schweinswahlpopulation nicht gut geht dann Ganz, ganz deutlich ist Zeichen dass das Meer in dem sie leben ziemlich runtergekommen ist beziehungsweise Schaden erlitten hat.

00:12:37: Genau und dann gibt es noch diesen Wahlsturz.

00:12:40: ich finde dieses Begriff eigentlich nicht so passend.

00:12:43: Whalefall heißt das im Englischen und man hat das so eingedrutscht.

00:12:45: also wenn Wale sterben dann sinken Sie früher oder später auf den Meeresgrund.

00:12:51: Das ist ein gefundenes Fressenbuchstäblich für ganz viele Arten in der Tiefsee.

00:12:56: Da kommt nicht so viel an von oben, aber wenn dann mal so'n Walkaderber runterkommt, dann wiegt da einen Fleisch, Gewebe und Knochenhaufen, der über Jahrzehnte Nahrung bietet für verschiedene Organismen.

00:13:07: Und man hat tatsächlich eine Subzession beobachtet, dass sich bestimmte Organismene erst einmal vom Fleisch oder vom Fett ernähren.

00:13:18: Die Gewebe und wieder andere setzen nicht auf den Knochen fest.

00:13:21: Und das kann bis zu hundert Jahre dauern, bis so ein Wahlverstoff wechselt ist.

00:13:26: Das heißt er bietet im Grunde ein kleines Ökosystem, Mini-Ökossystem in der Tiefsee.

00:13:31: Und was Interessante ist, stichwort Artenvielfalt jetzt, dass man Dutzende von den Arten die man an Waikadavern in der Thiefsee festgestellt hat nur dort gefunden wird also diesen hoch spezialisiert Und wahrscheinlich auch darauf angewiesen, dass sie diese Wahlkadawe haben möglicherweise auch als Drittsteine für die Ausbreitung von Tiefseearten.

00:13:50: Also das Ganze deutet ganz stark an wie groß die ökologische Bedeutung von Wahlen selbst dann noch ist wenn Sie gar nicht mehr leben?

00:13:59: Bevor wir tief in das Thema Wahnsinn in der Ostsee einsteigen nochmal einen Schritt in die Vergangenheit zurückgehen und über deinen Verein reden.

00:14:10: du hast NAEV bereits zwei Jahre nach deinem Studium gegründet.

00:14:15: Deswegen dachte ich, oder wollte ich dich fragen was so ein bisschen damals deine Motivation war direkt einen Verein zu gründen?

00:14:22: weil wenn ich jetzt auf mein Studium zurückblicke und in meinem Diplom kann man ja dann so mit Master Equivalent setzen weiß ich nicht ob ich den Mumm gehabt hätte einen eigenen

00:14:35: Verein zu Gründen.

00:14:36: Ja, das hatte damit zu tun dass ich das große Glück hatte eben auf der Insel Lagomera zu landen für meine Diplomarbeit.

00:14:43: Und dort haben wir relativ schnell festgestellt, dass es ein außergewöhnliches Gebiet für Wal und Delfine ist.

00:14:49: Das wusste damals überhaupt keiner.

00:14:51: da war so gut wie noch nix gewesen an Forschung und wir haben eben erst mal dokumentiert was sehen wir da überhaupt?

00:14:58: welche Arten kommen hier vor?

00:14:59: Dann wurde das in einer kürzester Zeit eine richtig lange Liste.

00:15:03: Das war so besonders, dass wir, die wir damals eh schon im Wahl- und Defiendschutz engagiert waren letztlich das verstetigen wollten.

00:15:13: Einerseits mit der Forschung aber auch mit der Sensibilisierung der Einheimischen und vor allem auch den Touristen, die da eben dieses Wellwatching teilnehmen um das zu institutionalisieren Weil uns das ein Anliegen war, da gemeinnützig zu sein.

00:15:29: Also haben wir diesen Verein als Gemeinnützigenverein gegründet und es war letztlich die logische Konsequenz daraus dass wir dieses Gebiet wissenschaftlich erkundet haben es so herausragend schön und interessant war.

00:15:43: Es war uns wichtig daran zu bleiben Und das war dann der die Geburtsstunde letztlich des Vereins Das der mittlerweile über dreißig Jahre alt ist Erhebung von Daten, die wir damals begonnen haben mit der Ende der Neunziger.

00:16:00: Durchgängig fast weitermachen würden.

00:16:03: über mehrere Jahrzehnte hätte ich mich damals auch nicht ausmalen können.

00:16:07: aber das ist eben das Besondere auch dass wir seit fast dreißig Jahren dort jede Wahl- und Elfin Sichtung dokumentieren und zwar von Waywatching Booten aus.

00:16:17: ganz reguläre Touren, die da stattfinden jeden Tag das ganze Jahr durch nach Betternut wird da alles dokumentiert.

00:16:26: Und jede Sichtung wandert in eine Datenbank und das ist die mehr EV-Datenbank von Vorlargomera, es ist einer der größten Datenbanken weltweit geworden.

00:16:33: also wir haben jetzt so gerade die Museum besagt in knapp dreißig Jahre über sechzehntausend Sichtungen in dieser Datenbank.

00:16:41: Das ist natürlich eine exzellente... Also eine riesige Anzahl.

00:16:46: erstmal aber auch ne exzelle Zeitreihe sozusagen.

00:16:50: Es ist Gold wert wenn man eben gucken will, wie sich Wahl der Fiendpopulationen über Jahre Jahrzehnte entwickeln.

00:16:59: Möglicherweise auch in Anpassung an Klimawandel und das ist sozusagen das Kernstück der Wissenschaft bei mehr EV.

00:17:06: aber uns geht es eben nicht darum Wissenschaft um ihre Selbstwillen zu betreiben sondern ganz klar Anwendungen zu schaffen an Entscheidungsträger auf die politische Ebene zu spielen, dass wir mit diesen Daten auch folgern können warum ein Meeresgebiet in dem Fall vor langer Mehra besonders schützenswert ist und was dazu getan werden muss.

00:17:27: Die Probleme dort sind auch wenn man vielleicht glauben mag die Kananen liegen so ein bisschen ab vom Schuss vor Westafrika da gibt es keine Urgeldverschmutzung oder so möchte man meinen nichts könnte falscher sein als das.

00:17:40: also die ganzen Probleme, die man auch in Mitteleuropa oder weltweit hat.

00:17:44: Die Wahl und Delfine angehen treffen uns dort auch mehr oder weniger hart.

00:17:49: oder die Wahl und Define Und das war immer unser Anliegen da drüber aufzuklären und vor allem den Menschen, den Touristen, den Einheimischen Auch den Entscheidungsträgern zu vermitteln.

00:18:00: ihr könnt alle was tun jeder persönlich gesellschaftlich politisch.

00:18:08: Unser zweites Steckenpferd, die Bildung.

00:18:10: und weil das eben so eng verzahnt ist mit der Forschung sind wir wahrscheinlich die NGO in Deutschland im Bereich Meeresschutz.

00:18:19: Die diese Kombination aus Wissen schaffen von Wissenschafts- und Wissenvermitteln so dicht, so eng beieinander haben wie keine

00:18:28: andere.

00:18:30: Ja kannst du denn vielleicht ein bisschen aus dem Nähkästen planen?

00:18:33: Gibt es viele oder bestimmte Wahlarten Residenz sind und vor Ort wohnen oder die einfach durchschwimmen auf dem Weg Nord-Süd.

00:18:45: Wie ist denn da so ein bisschen ... Die Lage auf Lagomera bei den Kanaren?

00:18:50: Ja, das ist ein bisschen von allem.

00:18:52: also unsere Liste von Wahlen und der Fingern, die wir vor Lagomeras bisher dokumentiert haben, des Vierundzwanzig Arten Und für die gesamte Kanar sind es dreißig Also von insgesamt neunzig Arten, die es auch in der Welt gibt.

00:19:04: Das ist schon eine Hausnummer Und einige davon sind resident.

00:19:08: Also Ortstreu, Grindwahlgönne dazu, Rosetümlergönn dazu, Port-Wahlgöhn dazu, Rautzahn der Erfine wahrscheinlich auch.

00:19:15: Andere sind saisonal auftretend und das ganze Jahr zu sehen.

00:19:19: Andre sind sasonal auftretend aber nicht das ganze Ja zu sehen.

00:19:23: dann gibt es eben die klassischen Durchzügler und vielleicht auch mal Irrgäste.

00:19:28: bei Buckelwahlen haben wir so ein bisschen das Gefühl dass die Sichtungs oder nicht nur das Gefühl die Sichtungshäufigkeit nimmt zu.

00:19:34: in den letzten Zehn Jahren würde ich mal sagen, davor haben wir nie einen Buckelwahl gesehen und jetzt passiert das mehr oder weniger häufig.

00:19:40: Das deutet auf eine gewisse Erholung der Populationen hin.

00:19:43: Genau also dann die ganz raren Wale und der fine Blauwahl, der da wirklich nur vorbeizieht Oder ganz seltene Schnabelwale wo man Eglück haben muss, die überhaupt zu sehen.

00:19:56: Also es ist mega spannend daraus zu fahren Und du weißt ja immer nicht welche von den Vierundzwanzigarten trifft.

00:20:02: heute ist natürlich divers und spannend.

00:20:07: Ja, aber es stimmt ja schon dass die Buckeverpopulation im Nordatlantik schon mit die stabilsten und sogar wachsenden Populationen ist oder?

00:20:16: Im Vergleich zu anderen.

00:20:18: Soweit wir wissen!

00:20:19: Wir wissen das meiste allerdings von den Population in der Karibik also westlicher Nordatlantic und auch im östlichen da wo wir sind.

00:20:28: Und da gibt es mutmaßlich – auch das weiß man nicht so ganz genau – eine Population, die von dem Cap werden die deutlich weiter südlich, aber relativ nah auch noch in Afrika liegen.

00:20:36: Deutlich weiter südtlich als die Kanaren und von dort wandern sie wahrscheinlich nach Norwegen oder vielleicht auch nach Grönland.

00:20:43: Das ist aber ziemlich unbekannt wie viele Wale das sind ob es denen gut geht, ob die Population sich erholt, wie diese Hinweise gibt's da drauf?

00:20:51: Wie gesagt aus unseren Sichtungsdaten.

00:20:53: Aber das ist die am wenigsten untersuchte Buckelwahlpopulation im Nordatlantik, also insofern sind da noch ganz viele Fragen tatsächlich

00:21:03: offen.

00:21:04: Einfach weil es nicht so viele Personen gibt die Wale identifizieren oder weil die Forschung den Fokus nicht auf Wahle hat?

00:21:15: Also nicht genug Fokusaufwahl.

00:21:16: oder wo siehst du da die Lücken?

00:21:19: In der Karibik, in Island und in Norwegen, die alle miteinander verbunden sind über die Buckelwahle, da gibts eine viel längere Tradition an Wahlforschungen

00:21:29: und

00:21:30: fest etablierte seit vielen Jahren teilweise auf Jahrzehnten etablierte Institute.

00:21:35: Das ist ja spannend, es wäre ja Island & Norwing immer noch beifang betreiben.

00:21:39: Die Bubbelwale jetzt nicht aber das ist ja ein eigenes Thema.

00:21:43: die betreiben aber auch Forschung und auf den Kapwerden gibt es da, also vielleicht seit zehn, maximal fünfzehn Jahren gibt's da Leute, die systematisch Buckelwale erfassen.

00:21:55: Auf dem Weg dazwischen gibts nicht viel wo die vorbeikommen können.

00:21:58: das während eben zum Beispiel die Kanaren, vielleicht noch die Azoren... Da wird es schon schwammig, weil man eben nicht genau weiß wo die Langwandern und wo sie dann überhaupt alle bei den Kappwerden sind oder wo die dann im Nordsommer sind.

00:22:15: Ob die in Richtung Island ziehen im Bereich Norwegen bleiben vielleicht bis nach Spitzbergen hoch das ist alles ziemlich unbekannt.

00:22:23: Und möglicherweise war dieser Bubbelwahl der dann in die Ostsee über den wir gleich noch sprechen werden abgebogen ist falsch abgeboren möchte Mitglied dieser Population.

00:22:34: Auch dafür gibt es Hinweise, wir haben viel ID-Fotos von dem Buckelwahl verschickt an verschiedene Kataloge also Forscher, die sagen große Kartei haben mit Wahlen deren Fluchen.

00:22:46: und keiner von diesen Katalogen hat gesagt so okay diese Wahl kennen wir.

00:22:51: das deutet wieder ein bisschen darauf hin dass er eben von einer eher unbekannten Population stammt möglicherweise eben auch von den Cup werden.

00:23:00: Ja super Schwand.

00:23:03: Okay Ich dachte, ich versuch jetzt mal den Ablauf so ein bisschen zu erzählen.

00:23:11: Warst du jetzt alles mit diesem Buckeval der sich in die Ostsee verschwommen hat passiert ist?

00:23:19: Du warst quasi mit Live dabei.

00:23:23: also wenn da irgendwas falsch ist dann sagt Bescheid.

00:23:26: aber soweit ich weiß ist das Ganze ungefähr losgegangen.

00:23:31: am dritten März wurde der Buckelweiß das erste Mal im Hafen von Wismar gesichtet.

00:23:37: Und soweit ich weiß, haben Helfer unter anderem auch von Sea Shepherd versucht Netze aus dem Maul des Buckelevais zu entfernen.

00:23:48: Der Weih war in dem Zeitpunkt komplett verwickelt in den Netzen.

00:23:52: Das war nicht nur in seinem Maul sondern er war komplett eingewickelt und genau das hat man dann versucht ihm vom Körper zu

00:24:01: holen.

00:24:02: Dann um den zwanzigsten März ist die erste Sichtung in der Lübeck gebucht.

00:24:07: Auch immer noch Netzreste im Maul, die nicht entfernt werden konnten.

00:24:11: zwischen dem XXIII und XXII März war die erste Strandung auf der Sandbank im Timdorfer Strand Und da war dann diese Baggeraktion Die Erste, die stattfand, um sich der Wahl dann nachts befreite.

00:24:29: Am September, am März war die zweite Strandung dann in der Wismarer Bucht.

00:24:35: Am März und das ist jetzt die längste Spanne bis zum April, war diese dritte Strandung auf der Insel Pöhl wo glaube ich auch extrem viel Medienaufmerksamkeit stattfand.

00:24:49: Erster April, die Behörden stellen offizielle Rettungsversuche wegen extremen Maschwäche des Tieres ein.

00:24:57: beginnt diese Privatinitiative am April, bis zum zweiten Mai ist dann dieser Transport über den Lastkarm Richtung Nordsee und am zweiten Mai erfolgt die Freilassung in Neusgargerak.

00:25:12: Und dann, am vierzehnten Mai taucht der Wal wieder auf aber leider als Kadarwa vor der dänischen Insel Anhold.

00:25:25: relativ viel passiert

00:25:28: allerdings.

00:25:28: Also bei den Strandungen war es glaube ich so, dass es insgesamt fünf Strandungen waren.

00:25:33: Fünf!

00:25:33: Da noch die eine Kirche rutscht.

00:25:35: Ja, ich glaube bevor er in die Kirchsee schwammt und da auf Land geriet, war er dreimal gestrandet.

00:25:41: dann in der Kirchsee zum ersten Mal, da lag er dann ganz lange oder relativ lang und ist dann nochmal losgeschwommen und dann nochmal zum Liegen gekommen auch in der Kierchsee.

00:25:52: das war das fünfte mal und von dort aus ging dann die modifizierte in Anführungszeichen Rettungstaktion los.

00:26:03: Warum der Wahl am zweiten Mai früh morgens freigelassen wurde und unter welchen Bedingungen aufwässend anheißen?

00:26:09: Und wer da die Entscheidung getroffen hat, das ist ja nach wie vor unklar und Teil der Debatte.

00:26:16: extrem bedauerlich dass da keine Bilder vor vorliegen, nachdem der Wahl über Wochen.

00:26:24: Mit mehreren Livestreams von jedem Bundesbürger und darüber hinaus Tag und Nacht begutachtet werden konnte.

00:26:32: Es fehlt ausgerechnet über diesen entscheidenden Moment jegliche Dokumentationen und es gibt Wildwuchs von Aussagen wer wehen wie und was Schuldzuweisung.

00:26:44: und das Traurige, was ich daran finde ist dass Keiner wird's gewesen sein.

00:26:49: Also es wird bis heute von niemanden irgendeine Verantwortung übernommen, der Herr Minister Backhaus redet sich raus die Privatinitiative redete sich raus.

00:27:00: das waren die anderen die von den Schiffsgroß haben anwaltlich beteuern lassen dass sie auf geheißte Privat-Initiative gehandelt haben.

00:27:11: also ein Kuddelmodel wie es schlimmer nicht sein könnte ausgerechnet da, wo es entscheidend war und vielleicht auch entscheidender für die Lebensdauer des Wahls nach seiner Freisetzung.

00:27:25: Die vielleicht ein paar Tage gedauert hat, vielleicht war er aber schon deutlich früher tot.

00:27:32: Das müssen die Checker-Daten zeigen, die auch da wieder kommen total fehlende Transparenz.

00:27:40: Und man möchte meinen, dass da was beheimlicht wird und ich kann mir vorstellen das die Tracker-Daten eben wenn man die wir haben übrigens beantragt auch beim Ministerium auf Basis des Landesumweltinformationsgesetzes in solche Daten freizugeben für Leute sich dafür interessieren und das tun wir aber Checker-Daten sind in ihrer Wollständigkeit noch nicht da.

00:28:02: Das heißt auch, da herrscht Unklarheit.

00:28:04: aber es gibt auch Stimmen die sagen das was man im Moment weiß kann auch dafür sprechen dass der Wahl ganz kurze Zeit nach seiner Freisetzung verstorben ist und dann nur noch passiv diese zweieinhalbzig Kilometer durch die Ostsee gedriftet ist.

00:28:19: also unterschiedliches Sederien auch da komplette Unsicherheit was eigentlich Phase ist.

00:28:25: Aber de facto ist das Ergebnis am Ende war das, was man befürchten musste.

00:28:31: Und es ist zutiefst traurig dass dieser Wahl auf diese Art und Weise seinen Lieben beendet hat oder wir Menschen da auch eine unbotmäßige Weise begleitet haben

00:28:43: glaube ich.

00:28:45: Ja also die Strömungen könnte man ja rückmodulieren Das wäre ja tendenziell möglich rauszufinden.

00:28:53: Ist es denn deiner Meinung nach richtig?

00:28:55: Oder wichtig er diesen Sündenbock oder den Schuldigen zu finden, weil das Ergebnis kann man hier jetzt nicht mehr ändern.

00:29:05: Schon?

00:29:06: Das lässt sich nicht mehr rückgängig machen ist ganz klar.

00:29:08: aber natürlich möchte man wissen nachdem Größenordnung mehrere Millionen Euro ausgegeben worden sind eine wahnsinnige aufgeheizte und teilweise aggressive Diskussion in der deutschen Öffentlichkeit stattfinden und alle mit diesem Wahl gefühlt haben und gehofft haben Und natürlich wissen wollen, wie ging das alles zustande.

00:29:29: Was wäre das Beste gewesen?

00:29:31: Natürlich braucht es an der Stelle irgendwo dann auch der oder diejenigen, die sagen ja wir haben die Verantwortung zu tragen für das oder dass.

00:29:40: Das gehört sich einfach so.

00:29:41: wenn man so viel Action macht und zweifelhafte Action sage ich jetzt mal aus meiner oder unserer meeresbiologischen Sicht Dann muss man gut rechtfertigen können, warum man das alles gemacht hat.

00:29:55: Und wenn dann solche Datenlücken auftauchen, solche kompletten Unklarheiten da sind, dann möchte man schon am Schluss wissen also ich will wissen wer hat was zu verantworten und wer übernimmt diese Verantwortung auch?

00:30:10: Insofern glaube ich ist es schon eine Notwendigkeit da auch nochmal Licht drauf scheinen zu lassen und rauszufinden welches die Handlungsketten waren für Verantwortlichkeiten.

00:30:21: dann auch

00:30:21: nicht mehr.

00:30:23: Ja, gerade gesagt hat es das der Tracker funktioniert hat weil das was ich mitbekommen hatte war dass der Tricker nicht funktioniert hat.

00:30:31: Das finde ich auf jeden Fall spannend ist es sehr scheinbar doch die Daten dafür gibt?

00:30:36: Ja genau da beginnt nämlich auch gleich schon die Gerüchteküche.

00:30:39: Nämlich erst hießes Der Tracker sendet nicht richtig Was sehr unwahrscheinlich ist bei einem Tracker.

00:30:45: Da habe ich auch gedacht, weil die funktionieren eigentlich.

00:30:47: Es ist ja nicht einfach nur einer mit so einem Gummifropfen, den man auch teilweise bei Wahlen benutzen

00:30:53: kann.

00:30:54: Und der Typ des Trackers ist bekannt.

00:30:56: Das ist einer, der man gewöhnlich für Seehunde benutzt.

00:31:00: Auch nicht optimal aber kann man machen.

00:31:03: und es war ja von Anfang an so dass es hieß Ja wir kriegen Signale Aber wir können nicht sagen wo der Wahl ist und das ist ein Unding.

00:31:10: Das gibt's nicht!

00:31:10: Es gibt keinen Sender, der über Satelliten funktioniert und nicht gleichzeitig oder als erstes seine Position liefert.

00:31:19: Und dann irgendwelche Vital-Daten, wo dann auch gesagt wurde ja, Vital Daten, das ist ja relativ in Transparenz von Beginn an und eben auch Geheimlichturrei was der perfekte Nährboden bis heute für Spekulation aber keine klare und vollständige Offenlegung der Daten die archiviert wurden vom Beginn.

00:31:44: Offensichtlich gibt es Datenreihen, die gespeichert sind.

00:31:47: Die hochgeladen wurden auf das System und die zugänglich sind.

00:31:51: Und insofern kann man ein lückenloses Bild zeichnen, konnte man möglicherweise von Beginn an... Es hat bloß noch keiner getan!

00:31:59: Das ist die große Frage.

00:32:00: warum nicht?

00:32:00: Warum scheut sich das Ministerium?

00:32:03: Warum fordern die nicht die kompletten Daten ein wenn sie sie haben?

00:32:07: Haben Sie sie nicht komplett offengelegt?

00:32:09: Warum ist bis heute die Kribiart-Initiative stellt sich nicht...?

00:32:14: vor die Presse und sagt so, das sind die Daten.

00:32:16: Und das können wir da rauslesen.

00:32:19: Und v.a.

00:32:19: warum ist keine unabhängige Untersuchung gemacht worden, die wir fordern?

00:32:25: Deswegen haben wir die Daten wie gesagt auch eingefordert weil man sollte nicht diejenigen fragen, die möglicherweise Fehler gemacht haben ob sie Fehler gemacht oder was Sie von den Daten halten und wie Sie die Daten interpretieren.

00:32:36: Das macht man einfach nicht.

00:32:38: Man muss mindestens eine Zweitmeinung einholen.

00:32:43: Bei dieser ganzen Diskussion, die ja so polarisierend war und so zwei Lager sich gebildet haben muss man doch mit diesen Daten – wenn man das kann – beschwichtigend Einwirken auf die Diskussionen.

00:32:56: Und ich glaube es ist letztlich nicht möglich weil die Daten eine relativ deutliche Sprache sprechen.

00:33:01: tun sie auch jetzt schon das was wir wissen?

00:33:04: also als Beispiel eine Geschwindigkeit über mehrere Tage von halben Knoten oder einknoten Das sind bei einem Knoten, das ist keine Reisegeschwindigkeit für einen Wahl.

00:33:17: Ein Wahl schwimmt, wenn er normal schwimmt drei bis vier, fünf Knotens.

00:33:21: Das ist eine Reise Geschwindigkeit.

00:33:23: und wenn man halben Knotend schwimmt oder ein Knotender über langen Zeitraum dann ist er entweder extrem geschwächt oder tot und driftet einfach passiv.

00:33:35: Genau!

00:33:35: Und das könnte man auch jetzt schon anhand der vollständigen Daten herauslesen.

00:33:42: Die Daten liegen aber nicht vor.

00:33:45: Okay, naja wir können ja versuchen optimisch das zu sein weil es gab ja auch als er die Barsch verlassen hat Aufnahmen dass er durch die Nordsee geschwommen ist?

00:33:57: Naja, er ist lebend beobachtet worden noch zwei Mal hatte geblasen und das sind ein paar Minuten

00:34:03: nach der Weihnachtsordnung.

00:34:03: Also zweimal

00:34:04: nur!

00:34:04: Zwei mal nur und vielmehr nicht mein Erkenntnis nach vielleicht also Das war's.

00:34:10: Dann geriet er außer Sicht und kein Mensch weiß, was dann passiert.

00:34:13: ist die... Und dann wird gesagt es gibt noch Daten und der soll bis zu hundertfünfzig Meter getaucht sein.

00:34:21: Ja.

00:34:22: Aber das Typisch

00:34:24: für Buckelwale?

00:34:25: Aus meinem sehr veralteten Studienwissen sind Buckele ja oft relativ gute Wahlen für Wahlbeobachtungen und auch für Soval-Tourismus weil sie ja viel an der Oberfläche schwimmen.

00:34:38: Was heißt du?

00:34:38: Hundertfünfzig Meter, weiß ich nicht.

00:34:42: Ist das Tief für einen Buckelwahl?

00:34:45: Das ist relativ tief für ein Buckelwal.

00:34:47: Es ist aber durchaus machbar also wenn er jetzt tatsächlich sehr hungrig war was wahrscheinlich der Fall war.

00:34:53: Wahrscheinlich eine Maßnahme wenn er den Tauchgang bewusst eingeleitet hat oder mehrere tiefe Tauchgänge um da unten zu gucken.

00:35:01: vielleicht findet da etwas zu fressen kann aber auch sein dass er einfach sich nicht an der Oberfläche halten konnte weil er so geschwächt war.

00:35:09: Es ist so, man kann es in jede Richtung interpretieren und das macht die Sache so unzufrieden Stellen für alle Beteiligten und alle Zuschauer.

00:35:19: Warum da keine Klarheit reinkommt?

00:35:21: Und warum nicht von unabhängiger Seite das beleuchtet werden kann?

00:35:25: Gab ja schon mehrere Buckewale, die in die Oste geschwommen sind, paar davon sind gestrandelt viele davon haben's auch wieder geschafft.

00:35:33: ich meine dass habt ihr auf eurer Webseite als Blogartikel dargestellt.

00:35:40: Kannst du denn irgendwie ... Hast du dann irgendeine Hypothese, warum der Waal ja auch mehrmals wieder in die falsche Richtung geschwommen ist?

00:35:50: Gibt es dazu irgendein Spekulationen?

00:35:53: Weil macht ja eigentlich nicht so Sinn vor allem wenn man halt, wenn ich jetzt da gestrandete Wahl wäre, so viel Hilfe bekomme, wieder frei zu kommen dass er dann immer wieder auch gestrandet ist.

00:36:06: also das sind ja einfach sehr komische Ablauffolgerungen.

00:36:13: Ja, so ist es so dass eine Großwahl-Lebendstrandung etwas ziemlich Ungewöhnliches.

00:36:20: Eine Großwahr-Strandung in der Ostsee ist was außergewöhnlich und eine wiederholte Großwahllebendstandung überhaupt egal ob in der Osssee oder in weltweit die ganz, ganz große Ausnahme.

00:36:36: Und in allen Fällen... Also fünf Fragen gab es sowieso noch nicht, was diesen Fall komplett neu gemacht hat.

00:36:43: aber alle Großwale, die lebend gestrandet sind mehrfach bisher irgendwo auf der Welt, die waren nach wenigen Tagen tot und das ist der Erfahrungshorizont gewesen den wir hatten Anfang März mit dem März im Umgang und mit Blick auf diesen Buckelwahl.

00:37:02: dass der da wochenlang liegen würde konnte keiner wissen und auch die Wissenschaftler konnten nichts anderes sagen als das, was sie erwarten jetzt.

00:37:11: Dass der Wahl innerhalb der nächsten Tage mutmaßlich verstärben wird weil er keine Chance hat, weil bis zu dem Zeitpunkt noch nie ein Großwahl das wieder geschafft hat aus einer multiplen Lebenstrandung wieder rauszukommen.

00:37:30: der Knackpunkt gewesen, an dem sich dann auch alles entzündet hat.

00:37:33: Dieser Wahl hat einfach einen Wahnsinn Lebenswillen gezeigt und er wollte und wollte nicht sterben.

00:37:39: aber ich bin der Überzeugung dass er auch nicht leben konnte.

00:37:44: Und die Sprache, die diese wiederholte Strandung spricht ist sowas von deutlich wenn wir uns anschauen.

00:37:51: wo ist der wahl jeweils gelandet nämlich auf einer flachen Sandbank wo er in mittelhochem Wasser noch fast komplett umspült wurde und sein eigenes Gewicht nicht so sehr tragen musste, als wenn er komplett auf Land läge was extrem gefährlich ist für jeden war.

00:38:08: Er hat sich in eine fünfmal in einer Position manövriert wo er relativ einfach einfach sein konnte liegen konnte atmen konnte nicht schwimmen und nicht tauchen musste weil er das offensichtlich auch nicht wollte mutmaßlich auch nicht konnte.

00:38:25: Das heißt, er hat im Grunde eine Position ausgesucht wo er die Situation so einigermaßen aushält und wo er gut atmen konnte frappierend ähnlich die jeweiligen Liegeorte und frappieren deutlich dass der wahr damit gesagt hat Leute ich kann nicht mehr Ich muss mich jetzt hier ablegen.

00:38:48: Und ja das war der Ausgangspunkt dafür dass man das die Wissenschaft.

00:38:54: und ich kenn keinen ernst zu nehmenden Wahl- und Delphineforsche, und ich kenne einige auf der Welt.

00:39:00: Und mit vielen habe ich gesprochen national und international.

00:39:03: Ich hab mich an einigen Rescueteams international auch direkt gewonnen.

00:39:09: Keiner von den ernst zunehmenden Wahlbiologen hat zu dem Zeitpunkt gesagt, es macht Sinn da noch Hand anzulegen in dem Sinne, dass man ihn versucht aus dieser Situation rauszuholen.

00:39:21: Die Überlebenschancen sind zu gering.

00:39:24: Und was man tun hätte sollen und das man teilweise auch getan hat, bevor die Rettungsinitiative losgingen ihnen sozusagen palliativ, betreuen Tücher auf den Rücken, dass es nicht austrocknet, dass er keinen Sonnenbrand kriegt befeuchten die Haut und die Situation so unerträglich sie für den Wahl wahrscheinlich eh schon war, so erträglich machen wie möglich mit dem Hinblick in Ruhe gehen lässt.

00:39:55: Das war und ist die einhellige Meinung der Wahlwissenschaftler, nicht nur der in Deutschland und auch meine Überzeugung sondern alle Experten weltweit.

00:40:06: und dass ich dagegen eine Privatinitiative mit viel Geld gewendet hat das ist verständlich unter der gesamten Diskussion die da stattgefunden hat.

00:40:17: aber es war deswegen unbedingt geboten oder das Richtige.

00:40:23: Und

00:40:23: an

00:40:24: der Stelle gehen halt nicht nur die Meinungen auseinander, sondern tatsächlich auch das was daraus folgert, nämlich Aktivität zeigen den Wahl auf Teufel kommen raus retten und alles aber auch wirklich alles anstrengend um ihn da rauszuholen.

00:40:41: ironischerweise ich würde schon sagen zynischer Weise hat Herr Backhaus immer wieder gesagt dass ganze sei minimal invasiv.

00:40:47: das halte ich für einen absoluten Witz.

00:40:50: Ich verstehe bis heute nicht, warum er das Wort als seinen Lieblingswort erkohnt hat.

00:40:55: Also das war ein massiver Handanliegen an ein geschwächtes Tier und wir wissen wie

00:41:02: es ausflaggelt ist.

00:41:03: Du meinst jetzt die

00:41:05: ganzen Bagger

00:41:06: und alle Aktionen?

00:41:08: Alles was gemacht wurde.

00:41:10: von Beginn an der Rettungsinitiative waren viele Menschen dauerhaft beim Wahl zu Tageszeiten.

00:41:16: Es waren Boote unterwegs, die hin und her gefahren sind.

00:41:20: Es war ein Bagger, es waren Pontons mit schweren Maschinen.

00:41:23: Es wurde Lärm gemacht, es wurde Aktivität entwickelt, es wurden handangelegt an dem Wahl, ihm ins Maul geguckt.

00:41:31: man hat ihn versucht zu füttern, man hat ihnen versucht Dinge in's Maul zu schieben auf jeden Fall!

00:41:38: Man hat ihn nicht in Ruhe gelassen, nicht im Geringsten umgeben von Menschen Und das macht man bei geschwächten Wildtieren äußerst selten, dass man da so eine Aktivität entwickelt.

00:41:50: Wenn man nicht wirklich eine Chance sieht auf Überleben und wie gesagt die Empfehlung der internationalen Experten war, lasst ihn da in Ruhe.

00:41:59: Er braucht Ruhe um wieder zu Kräften zu kommen.

00:42:02: Dass er zu Kräftigen gekommen ist und dass er noch Kräfte hatte hat er ja immer wieder bewiesen und sich dann ein oder andere Mal freigeschwommen.

00:42:08: aber wenn ein Wahl aus so einer Situation rauskommt dann aus eigener Kraft Und nicht mit Unteraufwand massiver Maschinerie und Geld.

00:42:19: Und den ganzen Stress, der dann auch dazu geführt hat, dass der Wahl auch zusätzlichen Stress erleiden musste.

00:42:30: Zusätzlich zu der Situation, dass er einfach ein geschwächter traumatisierter Wahl ist, der in falschen Lebensraum und alleine ist.

00:42:42: Ja also... Kann man das vielleicht sich so ein bisschen vorstellen, dass?

00:42:47: es gibt ja in Deutschland anders als in der Schweiz nicht direkt eine Sterbehilfe.

00:42:54: Deswegen habe ich schon vereinzelt gehört, dass ist viele ältere Menschen gibt die dann dieses, wenn man das Fastensterben macht?

00:43:04: Ja, dass der Wahl vielleicht selber erkannt hatte, mehr gesund genug ist, um mit seiner Schule weiter zu schwimmen.

00:43:16: Sie sich dann auch noch verschwommen hat und dann dachte ... Jetzt hab ich mich schon verschwommen.

00:43:21: Erst habe ich mithilfe auch Menschen, die mich aus diesem Fischernetz gezerrt haben.

00:43:28: Bin aber so geschwächt, dass ich mir einfach wiederholt einen ruhigen Platz suche, um zur Ruhe zu kommen.

00:43:36: Es gab ja extrem viel Aufmerksamkeit, die wir jetzt auch schon besprochen haben.

00:43:42: Vielleicht hört man dann in der Zukunft vielleicht auch auf Wahlwissenschaftler wie dich, aber wie kann man denn dieses Problem zum Beispiel jetzt Fischernetz in der Ostsee umlenken?

00:43:57: Also weil es wurde ja viel über den Wahl geredet und viele Menschen bauen zu Tieren oft eine schnellere Bindung auf.

00:44:04: Ich meine warum haben wir Haustiere so ein bisschen als zu Bakterien oder sonst irgendwas.

00:44:12: Aber wie kann man das Problem denn umlenken?

00:44:15: Das ist dieser Wahl gestorben, aber wir haben ja auch Schweinswale in der Ostsee die ständig in Fischernetze reinschwimmen und diese sind ja wirklich immer noch akut bedroht von den ganzen Fischernetzen, die in der Ostee sind.

00:44:31: mal davon abgesehen dass man vielleicht selber überlegen sollte ob man Fische aus der Ostee essen möchte weil es extrem viele Einträge von Nährstoffen und Chemikalien, und PFAS.

00:44:43: Und was auch immer es alles in der Oste gibt aufgrund der hohen Anzahl der Menschen die an der Küste wohnen.

00:44:50: Wie kann man das Problem umleiten?

00:44:53: Oder nicht das Problem aber die Aufmerksamkeit umleiden und sagen jetzt wo wir wissen dass ihr euch auch für das Wohl eines Buckelwahls interessiert habt könnt ihr euch nicht auch interessieren für das Wohlergehen von den Schweinsweinen, die nur in der Ostsee leben?

00:45:11: Ja vielleicht nochmal ganz kurz einen Schritt zurück.

00:45:14: Die Buppelwale, die in die Ostsee geschwommen sind, die meisten davon haben früher oder später Bekanntschaft mit dem Netz gemacht.

00:45:21: Einige sind daran gestorben und mutmaßlich dieser Buppe-Wahl im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig eben auch an den Folgen davon.

00:45:28: Das heißt, dass gefährlichste was einem Buppellwahl in der ostsee begegnet ist Das ist nicht der Lärm, notwendigerweise.

00:45:36: Nicht die Schiffe, die mit ihm kollidieren können, sondern das sind die Netze in den er sich verfeinert.

00:45:41: Streitstaatistisch betrachtet es, dass die Todesursache Nummer eins für Großwale in der Ostsee, wie es scheint aber eben auch, wie du richtig sagst, für die Schweinswale und das passiert ja fast, ist ja fast Tagesordnung so.

00:45:57: Und ich habe das tatsächlich In meiner Berichterstattung in den Interviews immer wieder betont, dass dieser Wahl so schlimm die Geschichte ist und zu tragisch und zu traurig.

00:46:10: Und dramatisch auch es ist ein Ausdruck einer Fischerei oder die Folge der Fischerei, die wenig nachhaltig beziehungsweise zerstörerisch sehr zerstörerisch ist an den Meeren gegenüber und dem Warn- und Delfinen Und weil das eben nicht nur hier und da mal in der Ostsee mit einem Buckelwahl passiert, sondern an der Tagesordnung ist.

00:46:35: Also die Zahl kennt ja inzwischen tatsächlich, glaube ich jeder dreihunderttausend Wahler- und Delfine sterben jedes Jahr als Beinfragen in Netzen alle paar Minuten einer.

00:46:44: Ja.

00:46:45: Das ist das große Problem.

00:46:46: Ich habe immer versucht darauf hinzuweisen dass dieser Wahl so tragisch die Geschichte ist.

00:46:53: So wichtig ist es, dass er uns vor Augen führt was das eigentliche Problem ist, nämlich die Fischerei global aber auch in Europa und ganz besondere in Deutschland.

00:47:03: Und auch im Mecklenburg-Vorpommern war all die meiste Zeit lag.

00:47:08: Darauf muss die Aufmerksamkeit gelenkt werden auf der politischen Ebene.

00:47:12: Es ist ganz klar, was man da machen sollte.

00:47:15: als erste Schritte kommen wir gleich noch zu Aber es hat natürlich indirekt aber eben sehr deutlich mit unseren Verhaltenen als Individuen zu tun.

00:47:27: Stichwort Fischkonsum, stichwort überhaupt Konsumgesellschaft und dass die Fischerei eine Reformation braucht ne Neuausrichtung und ne Nachhaltigkeitsoffensive ist ja steht der außer Zweifel.

00:47:46: nicht nur weil so viel Beifang gemacht wird in den Stellnetzen sondern weil in den Netzen sonst auch kaum noch was drin bleibt.

00:47:54: also Populationen in der Ostsee sind ja auf dem Weg zum Kollab, so einige sind schon kollabiert.

00:48:03: Das heißt es ist das passiert was seit zwanzig Jahren von NGOs vorhergesagt wird und die Fischerei muss allein deswegen schon umgestaltet werden weil sie ihre eigene Grundlagen sozusagen teilweise schon vernichtet

00:48:17: hat.

00:48:19: Wie sieht das denn aus?

00:48:20: Kannst du einen Beispiel nennen?

00:48:22: Also sprichst du jetzt hier von großen Trollern, die nicht mehr aktiv sein sollen.

00:48:28: Oder sagst du auch ... Die ganzen kleinen Fischer, die es eventuell auch in Deutschland gibt, dass die auch andere oder bessere?

00:48:37: Weil ich meine das ist vielleicht eine eigene Meinung.

00:48:42: Ich finde nicht wir sollten jemanden die Lebensgrundlage verbieten Auch wenn ich das idealistisch natürlich gerne machen würde.

00:48:50: Aber oder wir sollten auch nicht den Leuten verbieten Fisch zu essen auch wenn man das in Europa nicht machen muss.

00:48:57: Es gibt Omega-Dreitabletten aus allen, da muss man kein Fisch essen und auch über Lachsfahne in Norwegen hat man in letzter Zeit die schrecklichsten Sachen gehört.

00:49:08: Wie sieht denn ein nachhaltiges Bild von der Fischerei in Deutschland oder der Ostsee aus?

00:49:13: Kannst du das vielleicht skizzieren wenn es nicht zu kompliziert ist?

00:49:18: Also vorneweg ich bin nicht derjenige der sagt Fischerei muss aufhören.

00:49:23: Klar ist das eine wichtige Einkommensquelle und Lebensgrundlage.

00:49:28: Und auch ein Kulturgut, auch bei uns in Deutschland.

00:49:31: aber es geht eben darum dass ähnlich wie in der Landwirtschaft.

00:49:35: wir können nicht so weiter wirtschaften mit auspolterischen Methoden die am Tierwohl vorbei und massiv zur Zerstörung des Planeten beitragen.

00:49:47: Das tut die Landwirtschaft ein Land und das tut die Fischerei global betrachtet in mehr ganz deutlich.

00:49:54: Und natürlich gibt es andere Fangmethoden, die eingesetzt werden können.

00:49:58: Man kann die bestehenden Fangmethoden versuchen zu adaptieren und weniger Beifang riskant zu machen, man kann aber auch über alternative Fang-Methoden zu Stellnetzen.

00:50:09: zum Beispiel gibts da Reusen, Langleinen, anderen Methoden.

00:50:14: Die muss man kultivieren, die muss man verfeinern und den Fischern auch ein Stück weit schwachhaft machen, das Mutz so künftig wird werden.

00:50:24: Und man muss solche Fischerei-Methoden wie Stellnetze die fast ausschließlich von Kleinfischern eingesetzt werden.

00:50:33: Die meisten Fischer in der deutschen Ostsee sind Kleinfischer.

00:50:36: aber es geht auch um andere zerstörerische Methoden Rundschleppnetze zum Beispiel, die dem Meeresboden umflügen für den Fang von Scholle, Kabeljau und anderen Boden lebenden Fischen gut sind.

00:50:52: Aber eine Spur der Verwüstung hinterlassen noch schlimmer in der Nordsee eigentlich als in der Ostsee.

00:50:58: Schritt eins wäre – das ist das wo wir jetzt wieder an dem Punkt sind, wo der Wahl auch eine Rolle spielt – solche Fangmethoden zumindest mal aus Meeresschutzgebieten rauszulassen.

00:51:11: Man glaubt es kaum.

00:51:12: in fast allen Meeresschutzgebieten in Deutschland, ist heute Schleppnetzfischerei noch erlaubt und Stellnetzfischerei die eindeutig mit Abstand am beifangreichsten also Meeresäugerbeifangreichsten oder zerstörerischen Methoden können in ausgewiesenen Schutzgebieten eingesetzt werden – fast ohne ein Geschränk!

00:51:34: Und viele von diesen Schutzgebieten sind für Schweinswale gemacht und da kann man doch nicht das zerstörerischste einsetzen in Gebieten, die eigentlich zum Schutz beitragen wollen.

00:51:47: Und jetzt kommt Herr Backhaus ins Spiel, der nämlich der größte Verfechter davon ist dass diese Stellnetze nicht aus Schutzgebieten rausgehalten werden.

00:51:58: Das verhindert er seit Jahren wenn ich seit Jahrzehnten das diese Maßnahme minimalmaßnahme ganz eindeutig umgesetzt wird in seinem Land und es hat er auch kurz vor kurzem ausgerechnet während dieser ganzen Wahlgeschichte nochmal unterstrichen, nämlich bei der Umweltministerkonferenz in Leipzig vor einigen Wochen.

00:52:18: Da lag der Wahl immer noch am Strand.

00:52:22: Er hat den großen Wahlkennner und Wahlschützer raushängen lassen und gleichzeitig hatte er bei dieser Konferenz einen Vorschlag zur Exklusion von Stellnetzen aus Meeresschutzgebieten.

00:52:34: Den hat er abgelehnt.

00:52:36: einer von wenigen war er überhaupt nicht mit dem zusammen, was er so vor der Presse eben erzählt hat.

00:52:45: Ja das stimmt!

00:52:45: Und das ist halt das wo er sich auch in Widersprüche verfängt und dass Ganze für ihn also aus meiner Sicht überhaupt kein gutes Licht auf ihn wirft wenn man da die Punkte so zusammenzählt oder sehr zweifelhaften Entscheidungen, die Privatinitiative walten zu lassen.

00:53:06: Die Art und Weise wie er sich dann daraus gewunden hat immer die Verantwortung weggeschoben hat wegen Sven Cisja.

00:53:12: Schauen Sie sich doch mal die Individuen an, die da jetzt mit dem Wahl rumhantieren.

00:53:16: Warum sind das Ex-Health Angels?

00:53:17: Warum sind es rechtsextremen Tiktokker?

00:53:20: Warum ist das derjenige Medizinerinnen, die nach eigener Auskunft keine Erfahrungen mit Wahlen haben?

00:53:26: Ja, da habe ich nichts mitzutonen.

00:53:28: Das ist die Privateinitiatives.

00:53:31: Und jetzt zum Schluss hat er gesagt, er hätte dafür gesorgt mit dem Team dass bis zur Grenzüberschreitung in der Barge wo der war das Land Mecklenburg-Vorpommern verlassen hat.

00:53:41: da ging es ihm gut und damit sei seine Verantwortung.

00:53:47: Das glaubt er aber vielleicht tatsächlich nur er und genau.

00:53:53: also um auf die Frage zurückzukommen wir wissen was zu tun ist wie die Fischerei transformiert werden kann und muss.

00:54:01: Auf der politischen Ebene ist der Wille ganz offensichtlich nicht da und scheinbar als letztes bei Herrn Backhaus.

00:54:08: Und das ist die politische Realität in Deutschland, auch das ist ein Problem wo ein Schlaglicht drauf geworfen werden muss.

00:54:16: was wissen wir was zu tun ist und wer verhindert das?

00:54:20: warum?

00:54:21: aus welchen Gründen?

00:54:23: Meinst du denn dass er zu sehr die Interessen der Fischer vertritt?

00:54:26: also in Deutschland wird es lange Traditionen die schützende Hand über die Fischerei gehalten, egal in welchem Bundesland oder auch auf Bundesebene.

00:54:37: Die Fischer werden immer geschont wenn es um Regulierung geht oder an Fangbegrenzung.

00:54:43: da wird so gut wie nie auf die Forschung gehört.

00:54:47: Immer werden die Quoten höher angesetzt als die Wissenschaftler es empfehlen.

00:54:51: das hat genau dazu geführt dass die Fischepopulationen für Dorsch und Heringe in großen Teilen kollabiert sind

00:54:58: Ja, aber auch weil die sich gegenseitig ausspielen.

00:55:00: Also ich kenne Fischer in meiner Umgebung und die reden so schlecht über die manche Forscher, die diese Fangquoten erstellen wo ich mir halt denke... Die wollen ja auch nur euer Leben langfristig perspektiv verbessern.

00:55:18: Es geht ja nicht darum dass sie jetzt was gegen euch haben sondern es geht.

00:55:22: Aber da treffen halt glaube ich Welten aufeinander.

00:55:27: Die einen sind hier und die anderen sind hier.

00:55:29: Und alles in der Mitte wird einfach nur gegeneinander ausgespielt, und ich meine, die Forscher würden wahrscheinlich ähnliches sagen was die Fischer über den Forscher sagen, einfach von der andern Seite ja?

00:55:40: Ja das ist leider auch da schon ziemliche Lagerkämpfe entbrannt zwischen Fischern und Naturschützern, die stehen sich meistens immer noch sehr Unversehentlich gegenüber, obwohl es da viele Formate auch gab.

00:55:55: Dialogveranstaltungen, Kooperationen, Testweise, Einsatz von alternativen Fischereigeräten.

00:56:01: also Fischer ist nicht gleich Fischer und natürlich muss man aus der Sicht der Fischer auch verstehen für die geht's um Kopf-und Kragen.

00:56:07: Für sie steht ihr Berufsstand und ihr Leben auf dem

00:56:12: Schirm.

00:56:12: Kein leichter

00:56:13: Job!

00:56:14: überhaupt nicht.

00:56:15: Und klar werden die auch schon reguliert von oben bis unten durch die EU, die gemeinsame Fischerei-Politik.

00:56:22: aber eben aus gutem Grund weil wir haben über Jahrzehnte wahrscheinlich über Jahrhunderte Schindluder getrieben mit den Fischpopulationen und da haben sich alle Fischer dran beteiligt und das fällt jetzt auf unsere Füße zurück und zwar nicht nur auf die Füsche der Fischer sondern auf die der Menschheit letztlich, weil das ist ja nichts was für die Östsee-Spezifische hier.

00:56:46: Sondern es ist ein jobales Problem, dass die Fischpopulationen am Rande oder über dem Maß sind, was sie ertragen und dass es da nicht so weitergehen kann wie bisher, ist absolut offensichtlich.

00:57:03: und dass das Opfer fordert... Auch unter den Fischern, das ist für einen Fischer nicht einfach hinzunehmen und natürlich wären die sich ein Stück weit.

00:57:11: Aber sobald Verbände dazukommen oder so malt man nicht mal mit dem einzelnen Fischer spricht sondern mit Verbandvertretern oder auch Ministerien wird es immer abstrakter und immer deutlicher.

00:57:26: Pro-Fischerei und auch Profischerei Lobby.

00:57:29: Also die Einflussnahme auf politischer Ebene seitens der Fischereiverbände ist enorm, dass auch das hat Tradition.

00:57:37: Insofern hat man es jahrzehntelang einfach geschafft immer wieder die Politik zu gängeln bzw.

00:57:42: die Politik dahin zu kriegen wo man sie haben wollte.

00:57:46: Die Folgen sind jetzt bekannt und jetzt werden die Einschnitte umso massiver sein.

00:57:50: Und das müssen wir uns alle auf die Fahnen schreiben, da brauchen wir auch keinen Finger mit dem Finger auf den Fischer deuten sondern da sind wir alle daran beteiligt.

00:58:02: Alle in dieser Gesellschaft im diesem System was auf Massenkonsum und wenig Nachhaltigkeit basiert – das machen wir alle mit Ausnahmslos!

00:58:14: Und das gilt es zu überdenken, was ist denn da mein Teil daran?

00:58:18: Über wie ich konsumiere.

00:58:20: Wie ich überhaupt über Wale, Delfine, das Meer und die Natur denke.

00:58:24: Wie weit bin ich da entfernt von?

00:58:26: Wie weit ist mein Individualismus gedient, dass ich sage, solange ich klar komme, müsste der Rest mir eigentlich egal... Scherz auch nicht, woher die Milch kommt.

00:58:35: Woher die Nahrung kommt?

00:58:36: Die Kleidung oder der Fisch muss aufhören.

00:58:39: Da braucht es ein komplettes Umdenken.

00:58:41: Ich würde sagen, ein radikales Umdenkel, einen radikalen Wandel, einem Bewusstseinswandel.

00:58:46: Radikal kommt von Radix – das ist die Wurzel!

00:58:50: Wir müssen über unseren Umgang grundsätzlich nachdenken mit der Natur und insbesondere mit... mit dem Meeren und da sind die Warn- und Delfine Paradebeispiele, der Wahl in der Ostsee.

00:59:03: Der hat so ein Ausrufezeichen für uns ja gesetzt das deutlicher und lauter und roter nicht hätte sein können.

00:59:11: Leute schaut her was mit mir passiert ist, schaut her wie euch das nahe geht und wie kann das übereingebracht werden dass es mir als Wahl oder meinen Artgenossen in Zukunft nicht wieder so ergeht?

00:59:26: Was könnt ihr dafür tun?

00:59:27: Das ist die Frage, die der Bewahrungsgestellte hat und immer noch stellt.

00:59:31: Und die müssen wir erstens hören zweitens zulassen und dreitens erkennen dass Wir auch eine Handhabe haben.

00:59:39: egal wer wir sind ob wir Fischerei fischer sind Fischerei Lobby ist Politiker oder Konsument Meeresschützer oder Wissenschaftler Oder vermeintlicher Wahlretter Wir sind ja alle auf einem Punkt absolut einig, dass wir den Wahlen nicht schaden wollen.

01:00:00: Dass sie ihnen was Gutes wollen.

01:00:02: Das zeichnet uns auch aus als Menschen.

01:00:04: Wir sind mit führend und wie wir da hinkommen das ist die Aufgabe für alle von uns – als Gesellschaft, als Individuen und als die vermeintlichen Blöcke, die sich rechts links, rechts außen, links außen sonst wie bilden.

01:00:19: Nicht nur an der Stelle, da ist es nur mit dem Buckelwahl so... ausgesprochen deutlich geworden.

01:00:25: Das muss überkommen werden, dieses Gegeneinander und witzigerweise sind ja die Wahler Delphine genau die Lebewesen auf diesem Planeten, die uns das auch so vormachen.

01:00:34: Für sie gibt es nichts anderes als das Miteinander, das Füreinander.

01:00:38: wenn ich davon rede dass Wahler Delfinen einen eigenen Bewusstsein haben wie wir Menschen ein Ich-Bewusstsein habe was uns zu Menschen macht und auszeichnet dann ist das Eigenbewusstsein von Wahlen und der Fingern ganz stark am Wir ausgerichtet.

01:00:51: Sehr viel mehr an wir als an ich, da geht es um das Kollektiv – um die Gemeinschaft, um die Unterstützung, die Kommunikation des gegenseitige Beistehen.

01:01:00: So funktionieren diese Wahl-und-der-Fingersellschaften und die Gewale sind deswegen so erfolgreich weil sie sich gegenseITich unterstützen und eben in ganz entspanntem Wir und jetzt sozusagen leben.

01:01:14: Das können wir als Menschen auch, das haben wir lange bewiesen.

01:01:17: Wir sind ähnlich bewusst wie Wahler und Delfine, wir sind denkende handelnde und sehr flexible Wesen.

01:01:26: Und wir können uns da ein bisschen was von Wahler oder Delfinen erzählen lassen.

01:01:31: aber wir können eben selbst reflektiv darüber nicht nur nachdenken sondern auch entscheiden etwas anderes zu tun.

01:01:40: Ich finde das hast du schön gesagt, dass wir das auf jeden Fall so als Message mitnehmen sollten und alles daran setzen sollten.

01:01:49: Dass kein zweiter Buckeval und auch hoffentlich keinen weiterer Schweinzweil in der aus den irgendwelchen Netzen verendet weil wie gesagt es sind mehrere Säuger die müssen an die Oberfläche um Luft zu holen und ich glaube nicht dass irgendjemand von uns sich vorstellt das Ertrinken ein tolles Erlebnis ist.

01:02:13: Du hast jetzt schon viel darüber gesprochen, aber wenn du uns mir den Zurückenden etwas mitgeben könntest was wir in unserem Leben morgen machen können um den Wahlen auch der kompletten Nahrungsquelle die zu den Walen führt irgendwas besser zu machen was könntest du uns da mit auf den Weg geben?

01:02:38: Also ganz im praktischen Sinne Beim nächsten Einkauf im Supermarkt oder sonst wie drauf achten, dass nachhaltige Produkte ausgewählt werden.

01:02:48: Fisch aus nachhaltigen Fanggründen, aus Populationen die nicht gefährdet sind.

01:02:54: Da muss man ein bisschen Aufwand betreiben bei der Verbraucherzentrale auf die Website schauen, Fischführer- oder Fischkonsum suchen und dann kriegt man da gute Hinweise, auf welchen Fisch man noch guten Gewissens verzehren kann verzichten sollte.

01:03:09: Ich würde gleich da zusagen, so wenig Fleisch wie möglich am besten gar nicht hat kein Fleisch mehr, konsumieren Wändern aus biologischen Quellen aber es lebt sich wunderbar vegetarisch oder auch vegan.

01:03:22: das ist der größte Hebel den jeder von uns jede ansetzen kann und zwar hier und heute und jetzt um das eigene Konsumverhalten zu verändern und damit auch massiv auf die auf die Umweltfolgen, sozusagen oder die Umwelt folgen meines Konsums zu reduzieren.

01:03:43: Ich persönlich egal was ich kaufe wirklich egal was sich kaufe ich versuche erst mal das Gebrauch zu bekommen.

01:03:50: Das betrifft den Rechner das betrifgt mein Handy das betriff mein Auto.

01:03:55: alles kann überdacht werden.

01:03:57: brauche jedes jedes neue Mobilfond?

01:04:01: braucht jemand neues auto oder oder?

01:04:04: und da sind wir dann aber an viel grundsätzlicheren Fragen und die sind fast doch wichtiger, nämlich wann ist genug oder wieviel ist genug.

01:04:14: Also eine grundsätzliche Überlegung was brauche ich denn eigentlich?

01:04:20: Und wie viel davon?

01:04:21: Was brauche alles nicht?

01:04:23: Wie kann ich mir auch anders glücklich fühlen ohne den Konsum als Voraussetzung oder eines der Voraossetzungen zu betrachten?

01:04:34: Was will das Leben denn überhaupt?

01:04:36: Es geht es um Konsum oder viel mehr.

01:04:43: Dann

01:04:45: muss man sich auch die Fragen stellen, wie gehe ich nicht nur über den Konsum sondern auch geistig mit der Umwelt um oder auch mit den Mitmenschen.

01:04:53: Wie bin ich in meinen Denkweisen... auf Konfrontation, vielleicht sogar Aggressionen gepolt.

01:05:01: Und wie kann ich in meiner Gedankenwelt und meinem Umgang mit anderen Wesen, sprich meinen Mitmenschen aber auch Tieren in der Umgebung, der Wald vor der Haustür wenn er denn da ist?

01:05:13: Was für eine Attitüde hat denn dazu geführt von uns Menschen dass wir die Natur als das Fremdes oder gar Bedrohliches betrachten?

01:05:22: warum Glauben wir, dass die menschliche Natur auch auf Aggression gegeneinander Ellenbogen basiert?

01:05:32: Warum ist es immer ein Gegenteinander?

01:05:34: Das hat uns die Schule beigebracht.

01:05:36: Die Evolutionstheorie sagt in Basicaly nichts anderes als jeder gegen jeden und der stärkere kräftigere und im Zweifelsfall aggressivere setzt sich durch.

01:05:46: Ja das kann man haben dieses Bild von der Natur unter einem Verhältnis Match Natur oder von der natur Als Ganzes.

01:05:52: Man Kann Aber Auch auf Basis der neuesten ökologischen, systemischen Systemforschung ganz neue Narrative entwickeln.

01:06:02: Nämlich die Natur ist nicht ein einziges Gegeneinander sondern ein großes Miteinander und der Planet Erde als Ganzes ist ein Ökosystem in seiner Gänze und da braucht es jeden und jede und das Ganze funktioniert dadurch dass ich der eine gegen den anderen auflehnt oder überhöht, so wie der Mensch das getan hat.

01:06:28: Und das ist glaube ich die Kernfrage oder vielleicht auch die Kernkrise an der wir gerade zu knapsen haben.

01:06:36: Man könnte sogar sagen dass Klimawandel, Umweltverschmutzung, Biodiversitätsverlust alles Symptome sind für noch viel tiefer liegende Krise nämlich eine Krise des Bewusstseins, dass wir Menschen uns so dermaßen entfremdet haben von der Natur, dass wir gar nicht mehr drüber nachdenken.

01:06:56: Was ist denn meine Folge für die natürliche Umwelt?

01:06:59: Für die Meere, für die Wale, der fiene Fische, Wölfe, Vögel... und das wieder zurechtzurücken, dass Wir uns als Menschen, als Teil eines großen Ganzen betrachten und entsprechend agieren?

01:07:16: weil Das, was wir den Meeren antun um jetzt wieder ein bisschen konkreter zu machen sei es mit plastigen Müll oder Vergiftung Einleitung von Schadstoffen und so weiter das landet ja auf unseren Tellern.

01:07:27: Das essen wir du hast es angedeutet mit den Fischen kriegen wir es auch unseren Teller.

01:07:33: Alle Fische sind inzwischen mit Mikroplastik belastet.

01:07:37: also da haben wir genau das Szenario nämlich Kreisläufe in denen wir fest eingewogen sind und das im Selbstverständnis des Menschen zu kultivieren.

01:07:48: Und mit einem entsprechend neuen Respekt, Mitgefühl auch und letztlich Liebe nicht nur einen gestrandeten Wahl entgegenzublicken sondern eben allem was uns entgibt.

01:08:01: Das beinhaltet ganz bewusst unsere Menschen oder unsere Mitmenschen.

01:08:09: Auf dieser Basis kann das dann eigentlich nicht mehr passieren, dass wir aufeinander losgehen.

01:08:13: Weil da ein Wahl gestrandet ist und der eine meint ja wir müssen den da raus holen, der andere nicht und die sich dann gegenseitig mit Knüppel auf dem Kopf hauen.

01:08:23: Die einen auf die anderen zumindest.

01:08:25: Das ist eben auch die Kernfrage was es da eigentlich mit uns passiert?

01:08:31: Warum sind wir uns selber so fremd geworden und glauben andere Mies machen zu müssen, ihnen den Respekt zu entziehen oder Drohungen auszusprechen?

01:08:40: Oder umflädig zu werden nur weil er eine andere Meinung hat.

01:08:43: Das hängt ja alles miteinander zusammen.

01:08:45: Unser Umgang mit den Meeren hat ganz stark damit zu tun wie wir mit uns selber umgehen, wie wir uns selbst betrachten was wir für ein Selbstverständnis haben Und das sind die tiefen Fragen, die es zu beantworten gibt.

01:08:58: Das kann ein Stück weit jeder nur für sich selber aber man kann natürlich auch in den Austausch kommen diskutieren und eben nicht nur aushalten sondern es zu kultivieren Die Akzeptanz für andere Meinungen und es kulti- vieren sozusagen.

01:09:15: andere Lebewesen haben genauso und bleiben recht auf diesem Planeten und wir können nicht machen was wir wollen.

01:09:21: Wenn wir da in die Richtung geraten, dann ist das so eine Art... sind Schritte in die richtige Richtung im Sinne eines Bewusstseinswandels.

01:09:30: Eines bewusstseinswandels wie er heute auf der Erde bringlicher nicht sein könnte?

01:09:36: Ja ich meine die Menschen machen ja schon was sie wollen und schauen wo es uns hingetrieben hat.

01:09:43: Ich habe doch noch eine allerletzte Frage weil mich dein Buch im Hintergrund die ganze Zeit anlächelt Wirwale, kannst du noch über dein Buch sprechen und wie man vielleicht deinen Verein unterstützen kann?

01:09:57: Sehr gerne.

01:09:57: Das wäre ein sehr schönes Ende!

01:09:59: Genau das.

01:10:00: der Titel des Buches lautet wirwale und da habe ich auf rund vierhundert Seiten ziemlich alles zusammengeschrieben was sich über Wahl- und Define weiß und ich bin auch einen Schritt weitergegangen.

01:10:11: Ich hab nämlich mich in die Position von Wahlen und Definen versetzt die Welt aus, durch die Augen von Delfinen und Wahlen.

01:10:19: Wie schauen Sie auf Ihre Mitwelt?

01:10:21: Sie sagen ganz bewusst nicht Umwelt sondern Mitwelt.

01:10:25: Wie fühlt sich ein Wahl?

01:10:26: Was kann er wahrnehmen?

01:10:27: Wie ist er aufgehoben in seiner Gesellschaft?

01:10:30: Und wie macht er Sinn aus dem was ihn umgibt?

01:10:33: Und welche... wie geht der mit Erfahrung um?

01:10:36: Und natürlich auch Erfahrungen, die er mit den Menschen macht!

01:10:39: Also wie sieht die Menschheit aus?

01:10:44: oder wie sehen die Menschen aus aus der Perspektive eines anderen mitdenkenden bewussten Wesens, in dem Fall iwan und elfin.

01:10:51: Das ist die Grundfrage, die mich angetrieben hat dieses Buch zu schreiben.

01:10:56: und da kommen halt verschiedene Wahlarten zur Sprache und die erzählen aus ihrer Sicht wie sie leben lieben lernen so der Untertitel des Buches genau diese Fragen Traditionen und Kulturen von Delphinen gestrickt.

01:11:12: Wie sieht das mit dem Bewusstsein aus?

01:11:14: Welche Denkfähigkeiten haben Sie, wie kooperieren sie miteinander?

01:11:18: Wie bringen sich Dinge bei?

01:11:20: Wie wird Wissen weitergegeben?

01:11:22: Und wie gehen Sie mit uns Menschen um – mit dem Lärm, den ganzen Dreck ... vielen Boten und und.

01:11:29: Also das ist letztlich der Blick auf die Welt, aber auch den Blick auf das Menschen durch die Augen der Wale.

01:11:37: Und das finde ich ein ganz interessantes Gedankenspiel.

01:11:42: Ich habe mir das einfacher vorgestellt, es in Buchformen umzusetzen, aber es hat dann doch länger gedauert als gedacht.

01:11:50: Aber es hat funktioniert.

01:11:52: glaube Und ja, den Verein könnte man einfach dadurch unterstützen indem er nicht das Buch kauft und ließ war ein Teil.

01:11:59: Der Einnahmen geht dann auch an den Verein aber man kann uns natürlich auch mit einer symbolischen Patenschaft für eine wahl-und-define Art unterstützen.

01:12:07: Man kann Mitglied werden, man kann spenden leisten, man können selber auch aktiv werden und sich schlaumachen über unsere Social Media Kanäle oder die Website der Möglichkeiten vieler zum Meeresschützer zu werden.

01:12:20: Das ist im Grunde unsere Hauptbotschaft Du kannst etwas tun jetzt hier und heute, um den Meeren etwas Gutes zu tun.

01:12:29: Und das ist weit einfacher als man für gewöhnlich denkt und wie weit man es treiben will mit dem eigenen Engagement oder auch finanziellen Mitteln die man anderen zur Verfügung stellen diese Arbeit quasi hauptberuflich machen.

01:12:41: wobei ich auch immer ganz deutlich sagen will wir haben kaum bezahlte Kräfte Wir haben zwei Leute die mit einem Minijob Geld verdienen bei uns.

01:12:48: ansonsten sind alle aktiven, reinehrenamtlich tätig.

01:12:53: Das heißt das meiste machen wir tatsächlich unentgeltlich.

01:12:57: Aber wer sich da schlau lesen will auf unserer Website merkt glaube ich ziemlich schnell dass wir auch sehr gute Arbeit leisten seit Jahrzehnten, dass wir wissenschaftsbasiert sind und dass wir einigermaßen wissen wo von wir reden und dementsprechend auch Tipps geben können wie so einen Bewusstseinswandel aussehen kann Handlungsoptionen dann auch eröffnet.

01:13:22: Das ist doch ein schöner Kreislauch auf zum Anfang unseres Gesprächs, für jeden der Mehr-Wahl Facts haben möchte, findet ihr in deinem Buch wie Wale.

01:13:33: Ja da sind wir schon am Ende.

01:13:35: Vielen vielen Dank Fabian!

01:13:37: Für das wundervolle Gespräch.

01:13:39: Hat mir total Spaß gemacht so in die Tiefe zu gehen sozusagen und ja vielleicht bis zum nächsten Mal.

01:13:46: Vielen Dank!

01:13:47: Danke dir, bis zur nächsten mal.

01:13:50: Wellenbrecher ist eine Initiative von ECOPT DACH und einer anerkannten Uhlenozean-Dekadeaktivität.

01:13:57: Produktion Anabel von Jokowski & Eva Räufer, Grafikdesign Spagetti Schalk Musik Florentin Seifert Schnitt und Management Anabel Von Jokoski.

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