Vanessa Lampe und Henry Göhlich: Mit der Malizia Explorer auf Forschungsfahrt
Shownotes
Wie erkennt man eigentlich, ob es der Ostsee gut geht? Und welche Rolle spielen dabei winzige Mikroalgen, die mit bloßem Auge kaum zu sehen sind?
Für diese Folge war Anabel (fast) live (direkt nach der Ausfahrt) mit Vanessa Lampe und Henry Göhlich vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel auf der Malizia Explorer verbunden. Während ihrer aktuellen Forschungsfahrt sprechen wir über Phytoplankton als Indikator für die Gesundheit der Ostsee, den Forschungsalltag auf See und darüber, warum auch im Zeitalter von Satelliten und KI Wasserproben unverzichtbar bleiben.
Außerdem werfen wir einen Blick auf das deutsch-dänische Forschungsprojekt RECOVER. Ziel des Projekts ist es, den ökologischen Zustand der westlichen Ostsee besser zu verstehen und mithilfe neuer Technologien sowie KI-gestützter Analysen langfristig wirksame Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung mariner Ökosysteme zu entwickeln.
Weiterführende Informationen
- RECOVER-Projekt (Interreg Deutschland–Danmark): Webseite
- Worum geht es bei RECOVER?
- RECOVER auf Instagram: @recover_interreg
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Wellenbrecher Podcast mit mir, Annabelle.
00:00:15: Ich weiß eigentlich wäre an dieser Stelle unsere zweite Folge zu Herausforderung drei dran doch es hat sich eine ganz besondere Gelegenheit ergeben und zwar durfte ich direkt nach einer Expedition mit Forschenden sprechen diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen kann.
00:00:34: Und deshalb erwartet euch heute eine ganz besondere Folge!
00:00:37: Zu Gast sind Vanessa Lampe und Henry Gölich, beide vom Geoma Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel... ...und wie gesagt quasi fast live von Bord der Malaysia Explorer.
00:00:51: und gemeinsam sprechen wir heute darüber welche Rolle winziges Phytoplankton im Ökosystem Ostsee hat, wie das sich auf den Kohlenstoffkreislauf auswirkt und wie auch moderne KI-Methoden in der Zukunft die Meeresforschung verändern könnten.
00:01:07: Und insgesamt eigentlich, was den Forschungsalltag auf sie so besonders macht!
00:01:13: Deshalb ganz herzlich willkommen in unserem virtuellen Studio, Henry und Vanessa.
00:01:18: Hallo!
00:01:19: Wir hatten eigentlich geplant dieses Interview an Bord live aufzunehmen.
00:01:25: Die Expedition musste aber aufgrund von Wertebedingungen vorzeitig beendet werden.
00:01:30: Vanessa, du bist Expertin in Modellierung.
00:01:33: In Henry Du bist Evolutionsbiologe?
00:01:35: Wie hat es sich denn angefühlt euer Büro, indem ihr normalerweise hauptsächlich arbeitet gegen die kleine etwas schwankende Malitia auszutauschen?
00:01:46: Vanessa wie war's für dich?
00:01:47: Ich fand's sehr spannend!
00:01:49: Die letzten Jahre habe ich vor allem auf Schreibtisch gearbeitet also das ist ja relativ... ...ich will nicht sagen eintönig aber man hatte immer den gleichen Ort zu arbeiten um das Ganze auf der Malitias machen weil eine schöne Abwechslung Und jeden Morgen war es anders aufzuwachen, wir waren auch wieder sehr schön.
00:02:02: Und bei dir, Henry?
00:02:03: Ich fand's auch super!
00:02:05: Ich hab schon bei den Vorbereitungen gemerkt durch unsere Technikerinnen und so, dass das was Besonderes ist, dieses auf dem Siegelschiff zu arbeiten und dann draußen zu sein die Wind, die Wellen zu spüren... ich manage ja vor allen Dingen das Projekt einfach mal die ganzen Methoden zu erleben, noch tiefer einzutauchen in die Fragestellung was die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewegt.
00:02:32: Das war ein besonderes Highlight!
00:02:35: Wie sieht denn euer Arbeitsalltag so auf einem Segelforschungsschiff aus?
00:02:39: Wenn man jetzt vielleicht schon einmal auf nem normalen Segelschiff war?
00:02:43: aber wie ist das so ein bisschen anders wenn man noch Forschung mit dazu nimmt?
00:02:47: Wie sieht da euer Tag aus?
00:02:49: Der Tag ist eigentlich... Bestimmt von den verschiedenen Beprobungen, die wir durchführen möchten.
00:02:52: Das heißt nach dem Aufstehen machen wir uns meistens auf dem Weg zur ersten Station also zu dem Ersten Ort wo wir eine Beprobung durchfüllen möchten und sobald wir dort eintreffen machen wir das dann natürlich auch.
00:03:01: Das heisst wir lassen unsere wissenschaftlichen Geräte raus wie den Kranzwasserschöpfer, unsere Drohne und noch viel mehr.
00:03:06: dazu sagen wir wahrscheinlich später noch mehr.
00:03:08: Und im Laufe des Tages wechselt es eigentlich immer dass wir entweder zur nächsten Station fahren oder eine Station beproben.
00:03:14: Zwischendurch gibt's da Mittagessen.
00:03:16: Nach und nach fahren wir unsere verschiedene Stationen die für den Tag geplant sind ab Beproben die, füllen unsere Proben und unsere Behältnisse.
00:03:24: Und dann geht das Ganze wieder von vorne los bis es abends wird und wir Feierabend machen.
00:03:29: Henry gibt's einen festen Plan den ihr abarbeitet?
00:03:34: Oder macht ihr das wirklich eher vom ... also eure Stationsplanung und Tagesplanung in dem Effekt so ein bisschen von Wind- und Wetterabhängig?
00:03:45: Ja, also die Probennamen das ist schon relativ gut durchgetaktet.
00:03:49: Das klar Ctd fährt als erstes dann werden die Wasserproben aufgeteilt für die verschiedenen Analysenmethoden.
00:03:56: Je nach Windrichtung, Wellengang wird eine bestimmte Station im angefahren oder nicht?
00:04:03: Das ist so dass wir die Probenname je nach Wetterbedingungen anpassen.
00:04:09: und wir haben jetzt kann man sich den Tagesablauf vorstellen, aber wie viele Menschen seid ihr denn an Bord?
00:04:16: Also ihr zwei wart offensichtlich dabei und dann gibt es ja wahrscheinlich noch einen Kapitän oder jemand der das Segelboot steuert.
00:04:26: Wie viele passenden insgesamt auf die Malizia von der Größe her?
00:04:29: Ich
00:04:30: glaube so insgesamt fünfzehn Leute... So viele!
00:04:34: ...denmal also wir waren ich glaube wir waren zwölf der Kapitänen meinte mal zwei Plätze werden noch frei gewesen.
00:04:43: Also es waren drei Crewmitgliedern, Kapitän aus Ushuaia in Argentinien, der hatte schon relativ sehr viel Seglerfahrung vor allem in der Antarktis und hat da Touristen regelmäßig in die Antarktes geschippert wie Bordkirchen oder noch einen französischen ersten Offizier.
00:05:01: Und dann im neuen Wissenschaftler- und wissenschaftlerinnen Geomar, der Uni Kiel und der Universität Süddeine Manx.
00:05:08: Ja, ihr habt ja eine schöne regionale Komparation am Laufen.
00:05:13: Und wenn ihr jetzt ein Highlight an eurem ... also pro Tag raussuchen müsstet?
00:05:19: Was glaubt ihr, wer ist es?
00:05:21: Das größte Highlight ist das Segel setzen, weil das meine große Besonderheit bei der Militia ist.
00:05:26: Auch das Segeln auf jeden Fall auch und ich bekomme immer ein richtig gutes Gefühl, wenn ich das merke, dass Team funktioniert.
00:05:34: einfach die Probenahme funktioniert läuft im Prinzip wie am Fließband und wir können uns aufeinander verlassen, das fand ich echt super.
00:05:44: Ich meine es hat bestimmt auch geholfen dass viele von euch von der gleichen Arbeitsgruppe waren oder dann irgendwie so ein bisschen abschätzen könnt wie die andere Person vielleicht arbeitet und dann also wirklich wie so einen Zahnrad ineinander übergreift und das einfach euch gegenseitig unterstützt?
00:05:58: Ja das stimmt!
00:06:00: Hat aber auch mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den anderen Arbeitsgruppen gut geklappt.
00:06:06: Vor allem mit den Kolleginnen und Kollegen aus Süden-Nimmer hatten wir jetzt auch schon drei andere Ausfahrten.
00:06:13: Daher, dass wir schon so oft zusammengefahren sind, funktioniert es tatsächlich wie am Schnürchen kann man fast sagen.
00:06:20: Und die waren auf den Forschungsschiffen vom Bioma.
00:06:22: oder hat welchen wart ihr da?
00:06:24: Wir waren schon auf einer Litorina Fahrt im Februar und auf eine I-Core-Fahrt im letzten November tatsächlich.
00:06:32: Ich glaube, im April gab's noch eine Fahrt, auf der ich selber nicht dabei war, aber dafür die anderen Kollegen.
00:06:37: Genau, je öfter man zusammenfährt, desto mehr spielt man sich natürlich ein als Team.
00:06:41: Das ist eine gute Überleitung!
00:06:42: Ich dachte nämlich wir reden auch so ein bisschen mal über das wissenschaftliche Projekt und worum es bei der Expedition überhaupt ging.
00:06:50: Wo ist der Fokus?
00:06:51: Und warum nimmt ihr eventuell dann auch so oft Proben mit verschiedenen Forschungsschiffen und in der gleichen Region?
00:06:57: Was ist so'n bisschen das Ziel eures Projekts?
00:06:59: Im Fokus besteht die Untersuchung des Umweltzustands der Ostsee in diesen deutsch-dehnischen Grenzregionen hier in der südlichen Ostsee.
00:07:07: Und im Recoverprojekt wollen wir herausfinden, ob Phytoplankton, das heißt kleine Mikroalgen als Indikator genutzt werden können wie es der Oste geht.
00:07:19: Also wie ist der Gesundheitszustand und warum wir so oft rausfahren?
00:07:25: Es ist einfach ein dynamisches System.
00:07:28: Das heißt die Zusammensetzung verändert sich die vier Algen wachsen, welche Arten wachsen.
00:07:34: Ich merke das selbst schon beim Baden in der Kieler Förde wie heterogen einfach das Wasser ist manchmal.
00:07:42: also wenn wir auf die Ostsee schauen denken wir sie sieht alles so gleich aus blau grau grüne Suppe manchmal aber schon beim baden sieht man manchmal haben wir quallen manchmal nicht.
00:07:54: das kann sich innerhalb von Stunden ändern.
00:07:56: ja Deswegen ist es notwendig, dass wir da regelmäßig vorbeischauen
00:08:00: und
00:08:01: messen.
00:08:02: Wich Algengrad wachsen, welche Salzgehalt usw.
00:08:06: Also wir haben schon oft im Podcast über Phytoplankton gesprochen.
00:08:10: Warum müsst ihr das dann auch vor Ort machen?
00:08:14: Und warum könnt ihr nicht eventuell andere Methoden so... Ich weiß, dass man ja auch Phyto-Plancton überall Satelliten beobachten kann.
00:08:22: Warum müsste das also per Hand machen?
00:08:24: Weil das hört sich natürlich sehr, sehr aufwendig an und ist es ja auch wenn man eure Arbeitszeiten alle zusammen rechnet.
00:08:32: Das hat im Prinzip zwei Gründe.
00:08:33: zum einen sind die Beobachtung aus dem Eil über Satelliten relativ grob also rein räumlich.
00:08:39: Unterschiede von zwei Stationen die vielleicht nur ein Kilometer auseinander liegen kann man nicht unbedingt auf Satellitensbildern erkennen.
00:08:45: das kommt natürlich oft den Satellieten an.
00:08:47: Und der zweite Punkt ist dass diese Satellietendaten auch gegen Daten aus der echten Welt, wenn dann die In-Situ-Daten versichern werden müssen.
00:08:54: Also wir müssen ja erst mal gucken ob die interpretieren wir diese Satellitendaten und dann interpretieren wie sie richtig sind.
00:08:59: Das heißt müssen kalibriert werden und validiert werden.
00:09:02: dafür brauchen wir echte Daten aus einer echten welt.
00:09:04: gibt es denn dafür irgendwie in zukunft auch eine lösung?
00:09:07: also dass man vielleicht das ganze über citizen science oder sowas alles versucht zu vergrößern weil es ist natürlich ein enormer kraftakt.
00:09:17: Wenn man jetzt daran denken würde dass ihr theoretisch also einmal zeitliche Abdeckung.
00:09:22: Eigentlich gefühlt jeden Tag oder je ein paar Stunden, wenn du hier sagst dass sich das innerhalb von Stunden verändert, Henry mit der malizia- oder ähnlichen vielleicht raus segeln könntet um Proben zu nehmen und dann halt auch natürlich die räumliche Abdeckung, ich meine die Oste ist im Vergleich zu vielen anderen Ozean relativ klein aber es ist natürlich auch wenn man das jetzt vom von der Probennahme her sieht dann wiederum sehr groß.
00:09:48: gibt es da irgendwie Anwendungswege oder Zukunftswege, wie man das eventuell hochskalieren könnte in der Zukunft?
00:09:59: Ja also mit Carver haben wir dazu zwei verschiedene Ansätze.
00:10:01: Das ist einerseits der Citizen Science-Ansatz, wo wir versuchen, Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren möchten selber rauszufahren auf die Ostsee und selber Daten für uns zu sammeln.
00:10:11: Und das andere sind verschiedene autonome Monitoring Methoden, zum Beispiel über Sensoren.
00:10:17: Das heißt unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Universität von Süd-Dänemark entwickeln gerade verschiedene Sensorik für verschiedene Parameter die dann halbwegs autonom unsere Daten sammeln soll.
00:10:29: das heißt wir würden dann Sensoren die Ostsee ausbringen an Hefen an Schiffen von Bürgerinnen und Bürgern usw.
00:10:35: Und sie könnten dann für uns die Daten weiterhin sammlen deutlich höhere römlicher und zeitliche Auflösung als wir es gerade mit unseren Ausfahrten abdecken können.
00:10:42: Also seid ihr dann noch mal die Zwischenkalibrierungsschritte für die ganzen Sensoren, die dann in Zukunft benutzt werden könnten?
00:10:51: Oder eher tebliert gerade das Protokoll für die Sensoren so ein bisschen.
00:10:57: Genau also wir teblieren grade das Protokoil an und versuchen herauszufinden, in welchen ordentlichen und zeitlichen Abständes Handlings gemacht werden sollten um eine gute Auflösung des Umweltzustands zu erreichen oder eine gute Aufflösungen von Beobachtungen über den... Umweltszustand.
00:11:14: Und das Ganze möchten wir dann anwenden für unsere... Oder möchten wir denn anwänden, um das zukünftige Monitoring der Ostsee zu verbessern?
00:11:20: Okay!
00:11:21: Es gibt
00:11:21: das sogenannte Planktoskop.
00:11:23: Das ist eine kleine, ich nenn sie mal Maschine.
00:11:27: Was
00:11:27: ist so ne Art Mikroskop Für du Plankton.
00:11:30: Deswegen heißt es so
00:11:32: Richtig und das Plankteskop macht ganz viele Fotos von den einzelnen Algen, Krebsen alles was so als Plantin in der Ostsee schwirrt.
00:11:44: Und diese Bilder kann man dann auch eine Plattform holen und die KI erkennt sie dann, ja... ...und so können auch jeder Bürger und jede Bürgerinnen dazu beitragen, Daten für über die Ostsee zu
00:11:59: sammeln.".
00:11:59: Also ist es dann die Idee das ihr diese Plantescoops an die Leute verteilt oder dass dann die Proben also dass die Wasserproben an euch verschickt werden?
00:12:09: Was ist denn da so ein bisschen?
00:12:10: Ich weiß nicht, ob das Teil eures Projektes ist.
00:12:13: Aber was ist dann so ein bisschen die Langzeitvision wenn du das jetzt ansprichst?
00:12:17: Ja potenziell kann man das Plantaskop an verschiedenste Institutionen aber auch an Menschen mit Segelbooten verteilen und notwendig dafür ist dass man eine Wasserprobe in das Gerät eingibt und es muss dann quasi.
00:12:34: die Algen kann man dann auf dem Bild schon sehen.
00:12:36: wir oder in unserem Projekt ist nicht geplant diese Plantaskope unter die Leute zu bringen.
00:12:42: Das könnte einem Nachfolgeprojekt zum Beispiel gemacht werden, was wir machen ist wir nehmen das Planetoskop mit auf Öffentlichkeitsveranstaltung und dort sehen die Menschen eben dass in einer Wasserprobe die scheinbar fast durchsichtig aussieht dann auf dem Bild schon auf einmal viele Organismen zu sehen sind vor der Kamera lang laufen.
00:13:06: Außerdem arbeiten wir gerade daran, das Planktoskop so autonomisieren.
00:13:09: Im Moment haben wir das ja von Hand betrieben.
00:13:11: Das heißt eine Person muss die ganze Zeit Proben nachfüllen und das Gerät regelmäßig warten und spülen.
00:13:16: Gerade arbeitet ein Student von uns daran, dass Planktop wirklich autonom laufen zu lassen sodass es sich selber mit neuen Proben versorgt und einem Durchflusssystem quasi läuft, sodass dann auf dem Traditionsregler Karmelan eingebaut werden kann.
00:13:29: Die Karmelin ist ein Traditionsschiff was einer... Für mal hier in Schleswig-Holstein gehört und da werden regelmäßig zum Beispiel Schülerinnen und Schüler drauf mitgenommen, um die Ostsee zu besiegeln.
00:13:40: Für verschiedene Bildungs- und Outreachprojekte wird das Schiff oft eingesetzt.
00:13:45: Mega mega cool!
00:13:46: Ich dachte wir suchen noch mal ein bisschen raus.
00:13:48: Warum ist denn euer Projekt oder also Recover?
00:13:52: Warum ist jetzt die Ostsee vor allem für euch wichtig?
00:13:56: Das GeoMA ist offensichtlich an der Ostsee, also liegt offensächlich an der Ossee.
00:14:01: Warum habt ihr euch vor allem die Ostsee ausgesucht als Forschungsgebiet?
00:14:05: Also den ersten Punkt hast du schon genannt, ne.
00:14:07: Auf der anderen Seite ist die Ostse eine der am stärksten durch menschliche Einflüsse beeinträchtigte Meere.
00:14:14: Die Ostsee erwärmt sich zum Beispiel deutlich schneller als die Weltmeere.
00:14:17: Wir haben hier schon starke Sauerstoffproblemen.
00:14:21: durch Überdünnungung Muss ich das so vorstellen.
00:14:24: Durch die Flüsse kommt sehr viel Nährstoffe in die OstSee.
00:14:29: Dadurch können die Mikroalgen sehr schnell wachsen.
00:14:33: Irgendwann sterben diese ab, sinken zu Boden und dadurch dass die Ostsee nicht gut durchmischt ist werden sie unten also die Algen dann unten durch Bakterien abgebaut.
00:14:45: und wenn wir die Bakterie Biomasse abbauen dann verbrauchen Sie Sauerstoff und der kommt nicht nach und das entstehen so genannte Todeszonen Und das ist ein großes Problem bei uns in der Ostsee.
00:15:00: Wir haben das auch bei unseren Messungen gemerkt, dass eben teilweise unter oder schon bei zwanzig Meter Wassertiefe kein Sauerstoff mehr vorhanden ist.
00:15:10: Jetzt gerade auf der Militia?
00:15:12: Ja jetzt gerade auf dem Militian.
00:15:13: Krass!
00:15:15: Und der dritte Punkt warum die Ostsee spannend ist weil wir hier Länder haben.
00:15:22: also die Ostse ist ja umringt von ganz vielen Ländern.
00:15:25: Hier haben wir Länder Zusammenarbeiten können.
00:15:29: Wir haben Institutionen geschaffen wie die HELLCOM, wir haben die EU auf EU-Ebene.
00:15:34: ein weiteres Beispiel für institutionelle Zusammenarbeit ist zum Beispiel das von der EU geförderte INTERRECT Project Recover in dem wir beide arbeiten und dadurch können wir Managementmaßnahmen einleiten, die den Zustand verbessern.
00:15:50: damit kann die Oste als Modellregion wirken.
00:15:53: für andere Länder oder für andere Meeresregionen können hier Methoden ausprobieren, die dann vielleicht später nur anders übertragen werden können.
00:16:03: Ja also eigentlich ist ein richtig schönes internationales oder EU-weites Vorzeigeprojekt
00:16:10: und es kann eben auch nur funktionieren wenn wir mit den anderen Ländern gut zusammen arbeiten.
00:16:15: Super spannend!
00:16:16: Wenn wir jetzt so von internationaler Kooperation sprechen Ist das ja auch maßgeblich der Fokus von der UN-Ozern-Dekade?
00:16:25: Der Podcast ist jetzt natürlich so ein bisschen fokussiert auf diese UN-Osern-dekade, redet ihr in eurem Projekt auch darüber und gibt es da vielleicht bestimmte Herausforderungen oder so die ihr versucht auch in diesem Projekt anzusprechen.
00:16:37: Oder macht ihr wirklich hauptsächlich... ist der Fokus eigentlich nur die Forschung und dann in gewisser Weise so den Der Citizen Science Outreach, um mehr Ozeanbewusstsein für die Bewohner um die Ostsee herum zu generieren.
00:16:52: Also spielt die Ocean Dekade in gewisser Weise eine Rolle für euer Projekt?
00:16:56: Oder sagt ihr das Projekt ist so zeitrelevant dass es eventuell auch so ein bisschen ohne diese Ocean Dikade passieren könnte oder rein eigenständig davon?
00:17:09: Ich denke irgendwie beides.
00:17:11: also Das ist wichtig hier und jetzt für die Region.
00:17:17: Auf der anderen Seite sind Herausforderungen in den Ozean-Dekade zum Beispiel die Ozeanebeobachtung ausbauen, das ist ganz klar das Ziel von dem Recoverprojekt.
00:17:28: ein anderes Ziel oder eine andere Herausforderung der Ozeandekade ist Wissen zu teilen.
00:17:33: genau auch das spielt hier mit rein der Austausch zwischen Deutschland, Dänemark und verschiedensten Institutionen.
00:17:41: Nur so ist es möglich, gute Wissen zu schaffen, wenn wir die Expertise für die verschiedenen Methoden aus den verschiedenen Ländern zusammenholen.
00:17:49: Und durch unsere Öffentlichkeitsarbeit tragen wir aber auch dazu weit, dass der Ozean und der Mensch sich verbindet – das ist ein weiterer Ziel des Ozeans dekade.
00:18:00: Ganz wichtig würde ich sagen, die Herausforderung ökosystemischer Zonen wiederherstellen würden auch gut wieder aufgetriffen in unserem... Der Recover setzt sich ja dafür, einen Monitoring zu verbessern.
00:18:10: Und Monitoring ist unheimlich wichtig um festzustellen wie es in der Gesundheits-Zustand der Ostsee gerade jetzt und wie können wir ihn weiter sinnvoll und effizient beobachten um Verbesserung oder Verschlechtungen der Zukunft besser erkennen zu können?
00:18:24: Ja und das mit dem digitalen Zwillingkind mag ich auch noch einbauen.
00:18:28: Ja aber ich meine also voll die gute Idee weil über den digitale Zwilling den über den haben wir in diesem Podcast eigentlich doch gar nicht so gesprochen Da ist ja eigentlich das Ziel, dass man so eine Art digitales Wettersystem-Replikat für die Ozeane baut.
00:18:46: Die Idee ist, dass wir einen digitalen Swimming,
00:18:48: d.h.,
00:18:48: eine computerrepräsentation der Ostsee... entwickeln können, indem wir Daten nachschlagen können und in dem auch verschiedene Szenarien getestet werden können.
00:18:58: Zum Beispiel was wäre wenn sich der Ozean weiter erwähnt?
00:19:00: Wie reagieren denn die Mikroalgen?
00:19:02: oder was wäre, wenn wir bestimmte Wasserschutzrichtlinien in Kraft treten ließen zum Beispiel weniger Nährstoffeinträge durch die Flüsse?
00:19:12: wie würde sich das Ökosystem aus den verändern und wie würde es sich dann in der Folge der Umweltszustand der Ostsee verändern?
00:19:18: Man weiß natürlich noch nicht so ganz wie das aussieht Aber ich stelle mir das immer so ein bisschen vor.
00:19:22: Ich weiß nicht, ob jeder diese App Windy kennt?
00:19:27: Viele Wassersportlerinnen hin, die vielleicht... aber dass man sich im Endeffekt da kann ja auch so vorscrollen wie der Wind oder wie die Temperatur oder sowas alles in den nächsten paar Stunden und Tagen sogar ist, wenn im Endefekt genau sowas ähnliches baut was aber auch also in die Tiefe des Ozeans ein bisschen geht und dann dort so eine Art Forecasting machen könnte.
00:19:55: Das war im Endeffekt so eine Arztwetter-Simulation für den Ozeanbaut.
00:20:02: Wie genau unser digitaler Tooling am Ende aussehen wird, ist noch Teil des Projektes.
00:20:05: Also das steht noch gar nicht so sehr fest.
00:20:07: Wahrscheinlich wird es so aussehen dass wir Karten haben werden wie du das aus deinem Beispiel Winnie genannt hast.
00:20:13: Es wird aber wahrscheinlich auch wissenschaftliche Diagramme geben, wo wir abbilden können wie sich der Sauerstoffgehalt oder der Nährstoffgehalt zum Beispiel entwickeln.
00:20:21: Wo dann die Nutzer einfach durchklicken kann und selber ein bisschen entdecken kann.
00:20:29: Ich versuche jetzt nochmal den Bogen zu spannen.
00:20:31: Wir sind so ein bisschen thematisch von eurer Expedition zur Oste generell und dann eher so wieder ein bisschen ins Abstrakte gewandert.
00:20:40: ich dachte wegen noch mal vielleicht dem Vorteil zurück.
00:20:46: Warum es so toll ist, dass man... Es gibt zwei Segelforschungsschiffe von denen ich auf jeden Fall weiß während die meisten anderen Forschungsschliffen ja doch eher motorisiert funktionieren.
00:20:57: war das praktisch auf so einem Forschungsschiff zu sein, äh auf soem... Ja jetzt komme ich auch völlig durcheinander!
00:21:05: War das praktische auf so ein Segelschiff zu seien oder dass es bestimmte Vorteile hatte?
00:21:10: Oder war ist doch irgendwie alles anders als ihr das von anderen Forschungsexpeditionen gewohnt seid.
00:21:18: Das kann man vielleicht gar nicht so einfach beantworten, also die Militär hat große Vorteile was es angeht dass sie sehr agil ist und wenn die dringend tiefgang hat und dadurch dass sie segeln kann auch einfach sehr emissionsarm unterwegs ist.
00:21:28: Also das geht jetzt um CO² und Geräusche zum Beispiel.
00:21:32: der Nachteil ist natürlich dass es relativ klein ist und keine eigene Laborfläche hat.
00:21:38: Das heißt, wir müssen unsere Laborarbeit dann so ein bisschen auf dem Ess-Tisch quasi machen und wir können unser Labor nicht festeinrichten, wie wir das auf den größeren Schiffen könnten, wo wir dann wenn wir essen gehen möchten in die Messe gehen würden und nicht unseren Labor Tisch erstmal abräumen müssen und dann wieder zum Ess-tisch umfunktionieren müssten.
00:21:57: Es kommt also auf die Art der Forschung an würde ich sagen.
00:21:59: Wenn man wirklich sehr viel Laborarbeit machen muss denke ich persönlich, dass ein großes Forschungsschiff wahrscheinlich ein bisschen mehr Vorteile bietet.
00:22:07: Wenn man gar nicht so viel Laborfläche braucht ist die Mali-Zia eine richtig gute Forschungsplattform würde ich sagen.
00:22:11: Ja und ergänzend noch das die Anzahl der Forschungskiffe die irgendwie begrenzt zur Zeit und wenn es dann Möglichkeiten gibt wie zum Beispiel mit der Mali Zia weitere Daten zu sammeln.
00:22:23: Es ist nach hervorragenden Möglichkeit unser Wissen zu erweitern.
00:22:28: Das hat wie Vanessa gesagt eben aber auch und gewisse Nachteile, ist ein bisschen improvisiert.
00:22:35: Ja, ne, stimmt!
00:22:35: Also das war der gute Punkt.
00:22:37: Wie gesagt habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht dass ihr ständig wahrscheinlich am Sachen hin- und herr räumt wart weil es ja auf einem Forschungsschiff auch nur begrenzte Storage Kapazitäten gibt und dementsprechend wart ihr wahrscheinlich schon.
00:22:53: also die Zeit die ihr nicht mit Forschen beschäftigt wart habt ihr die ganze Zeit Sachen immer hin und her geräumt?
00:23:00: Und was auch wichtig war, sich im Vorhinein Gedanken zu machen.
00:23:04: Wie machen wir bestimmte Apparaturen auf den Tischen fest?
00:23:08: Da wurden Rutschmatten mitgebracht dann zur Gurte richtig um die Filtrianlagen zu befestigen weil ja nichts... ich finde es so, dass nichts auf diesem Schiff ist ja so eingerichtet wie wir es brauchen.
00:23:25: wenn ein Forschungsschiff ja schon so gedacht wird wie pass ich den Design des Forschungsschiffs an die Metronen, die später mal genutzt werden.
00:23:36: Daher war das immer schon verbunden mit Vorplanungen, Vordenken was könnte passieren?
00:23:45: Was könnten wir brauchen?
00:23:46: Was hat vielleicht auch ein Segelschiff nicht an Bord, was ein Forschungschiff dann ist gemäß mit an BORD hat also bestimmte Ersatzteile oder bestimmtes Werkzeug und da fand ich super von unserem Team vorgedacht und einfach geplant und organisiert war.
00:24:06: Henry, war das das erste Mal auf dem Forschungsschiff für dich?
00:24:09: Weißt du, hast deine Dockerarbeit mit Schnorchen und Tauchen verbracht oder warst Du oft in anderen Expeditionen auch dabei?
00:24:19: Nicht so richtig!
00:24:20: Ich war ein Tag mal mit der Litorina draußen und habe Segrassprossen eingesammelt.
00:24:28: die Möglichkeit mit dem Segelforschungsschiff in Patagonien zu segeln und zu arbeiten.
00:24:34: Es war nicht das erste Mal, aber das erste mal hier so in deutschen Gewässern.
00:24:38: Das war schon was Besonderes.
00:24:40: Kannst du uns da vielleicht noch mal mitnehmen?
00:24:43: Vanessa, du warst schon auf der Sonne.
00:24:45: Und ich war ja auch auf mehreren Forschungen ins Expeditionen.
00:24:49: Ich glaube dieses Gefühl ist vielleicht ganz spannend von dir zu hören wie du es zum ersten Mal empfunden hast.
00:24:55: Also auch wenn das jetzt ... auf eher so einem spannenden, sage ich mal auch eine Art Forschungsschrift-Experiment ist wie der Malizia und nicht auf so einen großen Kahn.
00:25:11: Wie war das denn für dich?
00:25:14: Auch wenn es eine sehr kurze Reise war, das Ganze mitzumachen?
00:25:17: Auf jeden Fall super spannend!
00:25:18: Ich kenne die Methoden und Ideen und die Konzepte ja meistens nur vom Bildschirm und aus Gesprächen.
00:25:27: Und jetzt mal die Methoden selber mit durchzuführen, den ganzen Ablauf zu sehen.
00:25:32: Mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlernen zu sprechen... Was sie da eigentlich genau machen?
00:25:38: Mit welchem Ziel?
00:25:40: Das hilft mir total mich noch besser in das Projekt hineinzuversetzen!
00:25:45: Dann mag ich es einfach auf dem Wasser zu sein.
00:25:48: Ja kannst du dir das so vorstellen?
00:25:49: wir machen uns das Mischli zurecht und dann kannst du dich an den Deck setzen.
00:25:54: Und dabei die Schweinswale beobachten, die gerade wobei schwimmen oder abends beim Abendbrot in Sonnenuntergang oder zwischen... Oder deine Anlage filtriert grade und schaut mal aufs Wasser hinaus.
00:26:10: das ist schon was besonderes ganz besonders Gefühl von Freiheit und ja einfach ein Wohlfühl Faktor.
00:26:19: Und auf der anderen Seite so eng mit einem Team zusammenzuarbeiten, dass sich gegenseitig unterstützt.
00:26:24: Das fand ich spannend.
00:26:26: Sowohl die Crew als auch wir als Wissenschaftsteam haben echt gut miteinander harmoniert.
00:26:31: Das war ein besonderes Erlebnis.
00:26:33: Ich dachte, ich drehe jetzt mal den Spieß um und frag dich Vanessa du warst ja schon auf diesen großen Riesenforschungsschiffen wie Der Sonnes hatte ich glaube ich schon angesprochen Wie war es denn für dich jetzt auf der kleinen Melizia Explorer zu sein?
00:26:48: und auf der Ostsee statt vielleicht im Pazifik Proben zu nehmen.
00:26:53: Du hattest es ja schon ein bisschen angesprochen mit der Organisation zwischen den kleinen Laboren, so was alles ... Aber wie war das für dich vielleicht auf einer eher emotionaleren Ebene?
00:27:06: Dass mein völlig anderes Erlebnis war als damals auf der Sonne?
00:27:12: Ja also
00:27:12: bei einem kleinen Schiff ist man natürlich auch viel näher am Wasser.
00:27:16: Auf den Großschiffen bekommt man außer dass es ab und zu mal ein bisschen schwankt.
00:27:20: Das Wasser rund um sich herum sieht nicht viel davon mit, dass man auf dem Wasser ist, weil man eigentlich alle Einrichtungen des täglichen Lebens dabei hat.
00:27:28: Es gibt eine große Küche wo mehrere Schiffsköchchen uns Essen vorbereiten.
00:27:34: Eine große Messe wo man ganz bequem sitzen kann.
00:27:37: Es gib Sporträume, Sauna, eine Bibliothek, einen Kinuraum usw.
00:27:41: Man hat relativ viele Möglichkeiten auch nach Feierabend den Tag zu verbringen Und viel Platz, sich ein bisschen zu bewegen.
00:27:50: Das ist auch der Malizier natürlich anders.
00:27:52: Der Schiff ist nur sechsundzwanzig Meter lang die Kabinen sind zwischen zweier und vierer Belegung.
00:27:58: Es ist also alles ein bisschen kompakter und etwas enger.
00:28:00: Was außerdem sehr anders ist auf den großen Forstenschiffen fahren natürlich auch sehr große wissenschaftliche Crews mit von dreißig, viertzig, fünfzig Personen.
00:28:08: Und wenn so viele Menschen mitfahren, dann muss natürlich auch das Arbeitsprogramm sehr straff durchgetaktet sein.
00:28:13: Es ist also ganz genau voraus geplant wer wann welche Proben nimmt, wer wann welches Großgerät oder Instrumente einsetzen kann und so weiter.
00:28:22: auf der Militia ist das Ganze deutlich flexibler.
00:28:25: erstmal weil wir weniger Menschen sind die Forschen möchten Und weil wir uns auch viel mehr auf die Wetter- und Sehbedingungen einlassen müssen, und auch die reagieren müssen.
00:28:33: Das heißt das was wir morgens planen kann nicht unbedingt genauso durchgeführt werden.
00:28:37: Es kann auch sein dass wir das im Laufe des Tages nochmal alles umschmeißen ganz anders durchführen.
00:28:41: Das wäre auf großen Schiffen eher unüblich.
00:28:43: da wird meistens das Programm so gefahren wie es auch geplant ist.
00:28:46: Super
00:28:47: spannend von beiden Seiten eure Meinung zu hören.
00:28:51: Wir biegen so ein bisschen auf die Zielgerade ein.
00:28:55: dachte, dass es vielleicht jetzt auch ganz spannend wäre.
00:28:57: Wo ihr ja auch so ein bisschen von euren verschiedenen Expeditionen auf der Militia aber auch von den bisherigen wie jetzt gerade von Vanessa vielleicht erzählen möchtet was euch besonders in Erinnerung bleiben wird von diesen paar Tagen die jetzt in der Ostsee auf diesem Forschungsdegel-Schiff wartet?
00:29:17: Ja das wird euch einfach in Erinnung bleiben wenn ihr jetzt sagt Das war das absolut coolste, was auf dieser Forschungsfahrt passiert ist.
00:29:26: Ich denke es waren so viele schöne Punkte.
00:29:30: Ein Highlight auf jeden Fall des Segelsetzen und Untersegeln über die Ostseerauschen Und ich habe schon mehrfach gesagt einfach wie wir als Team zusammengearbeitet haben Die Möglichkeit die verschiedene Methoden kennenzulernen Hautfühlung oder direkt am Wasser.
00:29:55: Das war mir gar nicht so bewusst, als es Vanessa beschrieben hat, dass für großen Forschungsschiffen das relativ isoliert alles stattfindet vom Wasser weg und wir mit dem Segelboot eben die Möglichkeit haben da nur knapp oberhalb der Wasseroberfläche zu arbeiten.
00:30:11: Dass ist diese Berührung zum Wasser da ist?
00:30:15: Ich glaube ich könnte auch gar nicht ein bestimmtes Highlight definieren.
00:30:18: Es ist eher das gesamte Zusammenspiel also Auf Deck stehen bei schönem Wetter tatsächlich, was wir ja die ganze Zeit auch hatten bis Samstag.
00:30:28: Und gemeinsam dafür sorgen das für unser Gerät uns Wasser bekommen und auch wieder rausbekommen, dass wir alle unsere Proben bekommen.
00:30:34: Nach einer Weile ist es natürlich auch sehr eingespielt.
00:30:36: Wenn das dann alles so flüssig läuft und alles so leuchtet wie wir das gerne möchten... Das ist sehr schön!
00:30:41: Es macht großen Spaß.
00:30:42: Ich würde sagen, das ist tatsächlich das Highlight also wirklich das große Ganze des Ruhmerums.
00:30:49: Was wünscht ihr euch jetzt?
00:30:51: Wir als Hörer von eurer Berichterstattung so ein bisschen.
00:30:54: Was wünscht ihr euch?
00:30:56: Oder welche Erkenntnis wünschst ihr euch, dass wir mitnehmen... ...von diesem ganzen Erlebnis das ihr jetzt hattet was ja gewisserweise einmalig war aber natürlich auch wie er auch schon angedeutet hat auch replizierbar wäre wenn man jetzt wie gesagt also mit seinem Segelboot in Citizen Science Projekte einbringen möchte und sich Sensoren ausleihen möchte und das so ein bisschen im Endeffekt nachahmen könnt, was ihr jetzt erlebt habt.
00:31:27: Ozeanforschung ist sehr vielfältig und kann von verschiedensten Plattformen durchgeführt werden, sei es jetzt von Segelboten oder großen Forstenschiffen oder auch direkt von der Küste.
00:31:37: Es ist unfassbar faszinierend!
00:31:39: Ja, dass sich lohnt mal die Nullgier zu entwickeln unter die Wasseroberfläche zu schauen, sei durch irgendwelche Filme, durch selber mal in die Ostsee springen unter die Wasseroberfläche schauen.
00:31:54: Ja dass wir mit der Ostsee ein faszinierendes Ökosystem direkt vor unser Haustür haben dessen Gesundheit echt krass also dessen Gesundheitszustand echt nicht gut ist und das wir aber auch einen gesunden Zustand der Oste angewiesen sind.
00:32:12: sei es viele Menschen essen gerne Fisch Machen gerne Wassersport.
00:32:19: Die Algen produzieren sehr viel Sauerstoff, sind die Grundlage für das Nahrungsnetz und da gibt es so viele Komponente, warum eine gesunde Ostsee auch für den Menschen mit unserer Wohlbefinden wichtig ist.
00:32:32: Niemand möchte zum Beispiel Blaualben oder Vibrio-Bakterien in Senbadegewässer haben.
00:32:38: Ich finde, dass habt ihr beide auf verschiedene Weisen richtig schön gesagt!
00:32:43: Ich möchte euch einfach nur danken, vielen Dank!
00:32:46: dass ihr diese Einblicke von eurer Arbeit an Bord der Malaysia mitgebracht habt und mir erzählt habt, und dementsprechend auch über den Podcast dann an die Zuhörerinnen verteilt.
00:33:00: Die Forschung rund um Phytoplankte und Klimawandel und generell die Zukunft der Ozeane wichtiger und auch ein sehr spannender Teil sein kann.
00:33:10: Wenn ihr generell mehr Eindrücke von der Arbeit wie Vanessa und Henry machen mitbekommen möchtet, dann haben die auch eine Instagram-Seite.
00:33:19: Die wir euch verlinkt haben in den Shownauts und dort könnt ihr das Ganze auch mit begleiten.
00:33:25: ich weiß sie hat ein paar Bilder von der Expedition gepostet und ich bin mir sicher ihr werdet auch von euer Laborarbeit eventuell jetzt in der Nachbereitung der Proben paar Sachen teilen und auch wie die ganze Reise weitergeht weil oft ist ja die Probennahme nur der Anfang der wissenschaftlichen Datenreise sozusagen.
00:33:47: Bis zum nächsten Mal!
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