Das Deutsche Meeresmuseum: Eine Brücke zwischen Meeresforschung und Gesellschaft mit Dr. Dorit Visbeck-Liebers
Shownotes
Wie bringt man das Meer hinter Klostermauern? Was macht ein Museum anders als eine Dokumentation oder ein digitales 3D-Modell? Und wie werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu Ausstellungen, die Menschen nicht nur informieren, sondern auch emotional erreichen?
In dieser Folge spricht Anabel mit Dr. Dorit Visbeck-Liebers. Die Biologin und Ornithologin arbeitet seit 2004 am Deutschen Meeresmuseum in Stralsund. Als Kuratorin für Ornithologie und Ausstellungskoordinatorin bewegt sie sich zwischen wissenschaftlichen Sammlungen, Ausstellungskonzeption, digitaler Vermittlung und der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Präparatorinnen und Präparatoren, Gestaltungsbüros und weiteren Fachleuten.
Dorit nimmt uns mit hinter die Kulissen des Museums und erklärt, weshalb Museumsarbeit fachliche Breite, wissenschaftliche Tiefe, Kreativität und mitunter echtes Jongliertalent verlangt.
Wir sprechen darüber:
- welche Persönlichkeiten Dorit mit dem MEERESMUSEUM, OZEANEUM und NATUREUM verbindet,
- weshalb Originalobjekte und lebende Tiere eine andere Wirkung entfalten als Bilder auf einem Bildschirm,
- wie wissenschaftliche Sammlungen, Forschung, Gestaltung und Didaktik zusammenkommen,
- welche Geschichte hinter der Lederschildkröte „Marlene“ steckt,
- wie sich komplexe Themen wie Unterwasserlärm, Meeresverschmutzung und Munitionsaltlasten verständlich vermitteln lassen,
- warum die Verbindung von Ausstellungen, außergewöhnlicher Architektur und Aquarien so wichtig ist,
- welche Rolle das Deutsche Meeresmuseum innerhalb der UN-Ozeandekade spielt,
- und warum Museen eine wichtige Brücke zwischen Meeresforschung und Menschen bilden.
Im Gespräch wird deutlich: Das Meer ist nicht irgendwo weit entfernt. Unser tägliches Leben ist eng mit ihm verbunden – unabhängig davon, ob wir an der Küste oder im Binnenland leben.
Weiterführende Links und Quellen:
- Deutsches Meeresmuseum
- Jobs beim Deutschem Meeresmuseum
- UN-Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung
- Deutsche Allianz Meeresforschung
- Umweltbundesamt: Munition im Meer
Im Gespräch erwähnte Museen und Einrichtungen:
- Museum für Naturkunde Berlin
- Senckenberg Naturmuseum
- Lokschuppen Rosenheim
- Bundeskunsthalle Bonn
- Futurium Berlin
- Zoo Basel
Diese Folge entstand in bezahlter Kooperation mit dem Deutschen Meeresmuseum.
Transkript anzeigen
00:00:02: Weltenbrecher-Podcast.
00:00:05: Tiefgründige Gespräche
00:00:06: rund
00:00:06: um die UN Ozeandekade.
00:00:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit mir, Anabel.
00:00:13: und heute geht es nicht um eine Person aber um ein Ort.
00:00:17: Ein Ort der für viele von euch wahrscheinlich vor allem einen Ort mit großen Meerestieren ist und einer beeindruckenden Ausstellung verbunden ist denn es geht um das Deutsche Meeresmuseum in Schreisund.
00:00:29: Aber was steckt eigentlich hinter diesem Museum und was können wir als Besucherinnen dort vor Ort sehen?
00:00:36: Wie entsteht eine Ausstellung, wie überhaupt ist wissenschaftliche Arbeit.
00:00:40: Und wie findet die hinter den Kulissen statt?
00:00:42: Was erwartet euch bei einem Besuch in dem Museum?
00:00:46: Um all diese Fragen zu beantworten, begrüße ich heute Dorit Visbeck-Liebers im virtuellen Studio!
00:00:53: Ja schön Dorit dass du dir heute Zeit genommen hast um hier am Podcast zu sein.
00:00:58: Ja gerne
00:00:58: Du bist Biologin und Anitologin, arbeitest seit Jahrzehntausend vier im Deutschen Meeresmuseum.
00:01:05: Dort arbeiteste du heute als Kuratorin für Ornithologie- und Ausstellungskoordinatoren.
00:01:10: Dein wissenschaftlicher Weg führte dich unter anderem über Zoologie-, Evolutions-, Biologie-, Genetik- und Bioinformatik Und in deiner Promotion hast du dich mit der Evolution und Verwandtschaftsbeziehung von Großmöwen beschäftigt.
00:01:24: Ich dachte... Wir fangen jetzt erst mal mit einem kurzen Icebreaker an, weil du ja heute hier bist um das Meeresmuseum Streisund zu repräsentieren.
00:01:33: Wenn du dir vielleicht vorstellst dass die unterschiedlichen Standorte so eine Art Persönlichkeit haben welche Persönlichkeit du mit diesen Standorten in Verbindung bringen würdest.
00:01:44: sozusagen was meinst du?
00:01:46: Also es ist ne schöne Frage zum Einstieg und ich denke wenn nicht so an unsere unterschiedlichsten Standorte denke, fällt mir dazu ein.
00:01:57: Also beim Ozeaneo würde ich sagen das ist die Abenteuerliche Die ist groß, die ist eindrucksvoll Man taucht sozusagen richtig ein in die Meere Aquarien und die Dimensionen sind natürlich auch wirklich faszinierend am Ende mit den Riesen der Meere.
00:02:13: also dass es wirklich so Faszination und Abenteuern.
00:02:16: Wenn ich an unser neuer öffneten Standort Meeresmuseum denke dann ist es für mich die Schöne und Weise.
00:02:23: Weil es ist das Haus, was nun schon zum einen ja an einem alten Kloster sich befindet, dass über achthundert Jahre alt ist.
00:02:31: Wir sind also schon in geschichtsträchtigen Räumen.
00:02:34: dort ist unser Museum gegründet worden.
00:02:36: Dort machen wir seit über siebzig Jahren Ausstellungen in diesem Jahr.
00:02:41: Sein William und dort ist auch sehr viel Wissen Akkumuliert.
00:02:46: Und dann haben wir noch das Naturium zum Dassauort im Nationalpark.
00:02:49: Das ist für mich, das würde ich eher sagen so ein bisschen die Wilde.
00:02:54: Da muss man erst hin durch den Dasswald.
00:02:56: Man ist direkt an der Außenküste am besten Strand.
00:02:59: Dort wird häufig wirklich stürmischer Wind.
00:03:02: Wenn man dort ankommt, ist man gern durchgepustet.
00:03:05: Es geht dort viel auch um die Küstengeologie, Morphologie Hier in Mecklenburg-Vorpommern.
00:03:12: es geht aber um die Lebenswelt.
00:03:13: Also, wenn man auch ein Leuchtturm ist muss man mal gucken, dass der Hut nicht wegfliegt.
00:03:18: Das würde ich eher so als die kleine Wilde bezeichnen wollen.
00:03:23: Wir sprechen da gleich auf jeden Fall noch mehr drüber aber ich glaube, da kann man sich jetzt schon echt gut was vorstellen?
00:03:27: Ja!
00:03:28: Ich dachte auch das wir vielleicht zum Anfang hin ein bisschen über dich sprechen... Du hast ja auch, finde ich jetzt aus meiner wissenschaftlichen Perspektive einen der ungewöhnlichen Weg vielleicht hinter dir.
00:03:39: Dann du hast unfreundlich mal eher in der Zoologie aber gearbeitet und dich auf Vögel spezialisiert.
00:03:45: Und da insbesondere auf die Evolutionen und Genetik.
00:03:49: wie kommt man aus der Wissenschaft dann zum Deutschen Meeresmuseum wo du jetzt auch seit zwei tausend vier arbeitest?
00:03:55: Ja also ich sag mal so!
00:03:57: Ungewöhnlich glaube ich ist mein Weg gar nicht.
00:04:00: er ist einfach eine aneinander Reihung von fachlichen Kompetenzen, die ich so aufgesammelt habe in meinem Leben.
00:04:08: Und bei Meeresmuseum bin ich nicht zufällig gelandet, sondern ich hatte mich bereits vorher beworben – es war also meine zweite Bewerbung am Meeres-Museum.
00:04:17: Vorher war's eine andere Stelle und ich hab damals schon gedacht, boah, das wäre hier mein Ding!
00:04:23: Das habe ich sofort gemerkt.
00:04:24: Als sie zweite Ausschreibung kam, die war fast... genau auf mich zugeschnitten, dort geht es nämlich um die Kuratoranstelle für Ornithologie und für Ausstellung Ostsee.
00:04:35: Und da habe ich schon im Gespräch gemerkt dass ich dachte wenn sie das ernst meinen hier müssen die mich nehmen.
00:04:40: wir sind ja so ein gutes Team.
00:04:42: Zwischenfragen und Antworten.
00:04:43: Und wie das auch ließ mit der Befragung dort, dass ich dachte okay also eigentlich wenn es hier nicht ein abgekartetes Spiel ist, ist das hier meine Stelle?
00:04:54: Und so war's dann!
00:04:54: Auch habe ich vielleicht zwei Tage später erfahren und im Grunde genommen ist es die fachliche Breite, die man hier braucht.
00:05:00: Man braucht auch ein bisschen Tiefe natürlich aber man braucht viel mehr Breite um möglichst viele Themen abzudecken und nicht nur einen Spezialgebiet zu haben sondern die Bereitschaft vieles und auch vieles gleichzeitig zu bearbeiten.
00:05:13: Meinst du dann, dass du da einfach als Person so bist?
00:05:17: Weil wenn man jetzt... irgendwie denkt, ich hab ne Doktorarbeit über einen Thema geschrieben.
00:05:22: Ist es ja doch schon sehr spezifisch?
00:05:24: Ja das soll auch so sein und man soll auch in der Lage sein müssen sich hier ein Thema einzurbeiten und die auch wirklich in Tiefe zu behandeln.
00:05:31: aber im Grunde genommen als ich hier angefangen habe habe ich ziemlich schnell auch mit tränendem Auge Abschied von einer wissenschaftlichen Karriere genommen.
00:05:40: Ich dachte dass geht beides sowohl Museumsarbeit als auch noch meine wissenschaftliche Karrieren in der Evolution Biologie zu machen.
00:05:48: Der Zahn wurde mir ziemlich schnell gezogen, das ist hier mehr auch echt schwer.
00:05:52: da habe ich auch ein bisschen Tränchen vergossen.
00:05:55: aber so muss sich dann entscheiden will man die wissenschaftliche Karriere machen und die Laufbahn oder will man eben in so einem Bereich wie man hier ist im Museum alle Vermittlung und mehr in breite Themen in unserem Fall eben zum Meer will mal mehr mit Sammlungen arbeiten?
00:06:10: also es schon ein ganz anderer Bereich.
00:06:13: ja ein bisschen man zahlt auch einen kleinen Preis.
00:06:16: In meinem Fall kann ich nur sagen, es hat sich sehr gelohnt.
00:06:19: Das ging richtig schön!
00:06:20: Wie stellt man sich dann den Arbeitstag vor?
00:06:24: Weil in der Wissenschaft ist das ja gefühlt immer ein bisschen was anderes... einen Tag im Labor arbeitet und am nächsten Tag irgendwie dann die Auswertung macht.
00:06:31: Und am dritten Tag irgendwie irgendwas zusammenschreibt oder so was, oder auch vielleicht über verschiedene Zeitspannen das Ganze?
00:06:38: Wie sieht denn dein Arbeitsalltag aus?
00:06:39: Das würde mich verinteressieren!
00:06:40: Also mein Arbeitsalltang ist vor allen Dingen ein sehr vielfältig.
00:06:45: Ich sage mal ich bin ja zuständig für Ausstellungen natürlich ganz klassisch analoge Ausstelllungen mit Objekten aber auch sehr viel mit digitalen Ausstelllingen.
00:06:54: Ich schreibe gerade ein Bericht über meine digitalen Module die ich im Meeresmuseum über ein Drittmittelprojekt finanziert vom habe.
00:07:03: Ich hab natürlich Sammlungsarbeit, ich muss mich in die Sammlung beschäftigen und ich hab Datenbanken, die ich für jegliche Form von Affassung brauche wie Betreue Studenten und ein großer Teil ist natürlich Kommunikation- und Menswerkarbeit.
00:07:15: das ist sowohl im Bereich der Museumskunde als auch einer Sammlunkunde Und darüber hinaus.
00:07:21: nach Feierabend bin ich auch noch Präsidentin der deutschen ornithologischen Gesellschaft.
00:07:25: Die erste Frau seit hundertfünfundsiebzig Jahren, aber das mache ich im Ehrenamt.
00:07:29: also das ist meine Amtbeschäftigung, meinen Wurzeln treu zu bleiben und dort Verwandtsarbeit zu machen.
00:07:36: Das Wesentliche ist eigentlich man muss die Bereitschaft haben viele Dinge sich zu erschließen und viele Dinge gleichzeitig bearbeiten zu können.
00:07:46: Ich sage immer zu meinen Praktikanten, das ist hier wie ein bisschen wie im Zirkus.
00:07:49: Man muss schon löse sein, man muss viele Beländer lufthalten können und wenn man das nicht kann... geht man hier unter.
00:07:56: Das merkt man auch ziemlich schnell, also wir haben jetzt eine Anfrage-Takt der Deutschen Einheit Mecklenburg-Vorpommern-Pabelierung im Bremen und dann zack noch schnell hier und das und dann noch das Auto organisieren und die Beschriftung machen und die Texte schreiben und die Abbildung rausholen Und dann kommt das nächste und das nächste.
00:08:13: Also es geht hier immer ziemlich schnell.
00:08:15: Es ist gut wenn man da wirklich resilientes und auf Freude hat Wenn's ein bisschen dynamischer zugeht Zumindestens bei uns im Haus.
00:08:22: aber ich kenne von meinen vielen Museums Kollegen dass das so ein Museumsalltag ist.
00:08:27: In der Regel auch sehr vielfältig und wichtig, gute Tipp zu haben auf die man sich verlassen kann und gut zur Netzwerke.
00:08:35: Und daher ja, die Persönlichkeit spielt eine Rolle.
00:08:38: Man muss sich mit den Leuten gut stellen und wissen, dass man sich auf die Kollegen und Kollegen
00:08:45: verlassen können.
00:08:46: Ah, spannend!
00:08:46: Das ist gar nicht, wie ich mir das vorgestellt habe.
00:08:48: Wenn man jetzt irgendwie erst mal denkt, wenn es Museumskuratorin oder so, dann denkt man so... Das ist voll der langweilige Beruf.
00:08:58: Ja, da kommen einige zu mir, die hinterher sagen, das schaffe ich nicht!
00:09:01: Das wird zu viel...
00:09:02: Ah, verrückt!
00:09:03: Super spannend!
00:09:04: Dann werden wir jetzt mal die Perspektive wechseln und ich selber wie all die Zuhörenden vielleicht gehen das erste Mal ins Museum.
00:09:12: was erwartet mich als Besucherin?
00:09:14: Du hattest ja am Anfang schon so ein bisschen die Persönlichkeiten dargestellt.
00:09:17: aber wie kann man sich das Deutsche Meeresmuseum denn so vorstellen?
00:09:21: Also
00:09:21: ich will mal hier einschränken, wir haben ja mehrere Standorte.
00:09:24: Das hatten wir schon erwähnt die Bilder und die Schöne.
00:09:27: Ich würde heute mal auf die schöne und die weiße eingehen weil wir die gerade erst wieder eröffnet haben nach einer großen Umwurfphase das Meeresmuseum im Kloster Und was zuallererst ist aber es geht für alle Einrichtungen.
00:09:39: Zuerst einmal sind unsere Museen oder unsere Ausstellungen in ungewöhnlichen oder außergewöhnlichem Gebäuden untergebracht und beim Meeres museum ist es eben dieses fast acht und mehr Jahre alte Kloster mit einer riesigen Hallenkirche, in die man eintritt.
00:09:55: Wir sind direkt an der Stadtmauer.
00:09:57: also hier ist zuerst einmal sozusagen das Erstaunliche dass wir das Meer hinter Klostermauern besuchen.
00:10:05: Nächstes ist natürlich, dass wir in allen Ausstellungen eine Reise durch die Vielfalt und Schönheit der Meere machen.
00:10:11: Und uns geht es ganz wesentlich auch darum, vielfalt-und-Schönheit zu zeigen.
00:10:15: Natürlich auch Konflikte!
00:10:17: Dann ist das so, dass man bei uns natürlich echte Objekte sieht, echte Präparate... Das ist was anderes als wenn ich am Bildschirm sitze oder...?
00:10:26: Es ist real, es ist vorein.
00:10:27: Es ist dreidehvorein, man kann es fast anfassen und manchmal kann man es auch anfassen.
00:10:32: Das ist wirklich ein anderes Erlebnis ganz klar als am Bildschirm zu sitzen.
00:10:37: Den Abschluss der Rundgänge bilden ja jeweils die Aquarien, dort ist natürlich lebende Tiere in unterschiedlichsten Becken mit unterschiedlichen Lebensräumen.
00:10:46: Das ist ein toller Abschluss in der Regel auch des Rundgangs und das Deutsche Meeresmuseum hat seinen Standorten, da sind keine Ausstellungen, die man sich anschaut, sondern dann wo man entdecken kann, staunen kann und wenn man ein bisschen Interesse hat wirklich Zusammenhänge verstehen kann.
00:11:02: Viele Gäste bleiben auch länger als sie denken weil man denkt naja, wir müssen uns versuchen In der Regel, woher kommt immer noch was?
00:11:08: und hier noch lesen und da noch gucken.
00:11:12: Das ist schön, dass viele Gäste sagen, sie haben viel länger gebraucht als sie eigentlich eingeplant haben.
00:11:17: Weil es dann doch viele auch in den Wand ziehen.
00:11:19: Das gehen wir auf jeden Fall auch immer so durch.
00:11:21: Kunstmuseum renne ich immer durch und hab im Naturkundemuseum in Berlin, kann dich zwei Tage verbringen!
00:11:28: Gibt es einen bestimmten Ort, wenn du eine persönliche Führung geben solltest?
00:11:33: Den Du Besuchern auf jeden Fall zeigen möchtest.
00:11:35: Kannst du da vielleicht so ein bisschen aus dem Nähkasten plaudern?
00:11:38: Wenn ich Besucher habe und ich meine, ich hab oft Besuche, die zum ersten Mal kommen... ...dann ist es tatsächlich sind das die Objekte an denen Ich verreile zu denen es Geschichten gibt.
00:11:48: Es sind ja Geschichtenerzähler.
00:11:50: Und was wir von je her als Menschenliedengeschichten erzählt bekommen Da ist natürlich gleich im Eingangsbereich Die Lederschildkröte Marlene als Bronzer-Abguss.
00:12:01: Dazu haben wir schon anführende Veranstaltungen gemacht, wann die Lederschirdkröthe gestrandet ist und was das für ein Ereignis war hier in Straiton, bis sie ja gestandet im Pronen.
00:12:11: Wie die erste Lederschidkröta präpariert wurde.
00:12:13: Und dann habe ich auch den Bronzerabguss mitgetreuert, mit dem Kunstspießer in... Brandenburg war ganz oft in der Werkstatt habe gesehen, wie man Bronze gießt.
00:12:22: Wie man aus Einzelteilen dann so ein großes Objekt zusammenführt und das auch die Bronzes und tolles Material ist dass man da so viel erkennt von dem Original von den Strukturen.
00:12:32: und das wäre sozusagen das erste Objekt an dem ich unbedingt stehen bleiben würde weil ich sage da kann man eigentlich alles erzählen über seventy fünf Jahre deutsches Meeresmuseum und das ist auch das wofür wir stehen.
00:12:45: Sie hat auch einen lustigen Namen, die Lederschild-Kröten.
00:12:47: Sie heißen mich Marlene und dazu gibt es viele Geschichten für alle, die zuhören und vielleicht noch etwas ältere Jahrgänge sind.
00:12:57: Die standene Auszeit der deutschen Heilung.
00:13:00: Und als das erste Präparat von der Lederschildkröte nach Berlin ging wurde da so ein Job gemacht von der Berliner Zeitung.
00:13:09: Sie kommt nach Berlin, nach Ostberlin und in West-Berlin war damals gerade Marlene Dietrichs.
00:13:13: und dann haben alle gesagt, oh, Marlene kommt in Ostermas.
00:13:17: Es kam da die Lederschildkröte.
00:13:20: Und seitdem heißt sie Marlena!
00:13:22: Und hat viele Nachfahren.
00:13:24: Unsere Kinderspur heißt schlau mit Mali d.h.
00:13:27: also Marlene hatten sich schon auch vielfältig.
00:13:31: Mit so einem Objekt würde ich unbedingt anfangen sind auch sehr begeistert, bevor man überhaupt im Haus drin ist.
00:13:40: Aber wie schön!
00:13:42: Jetzt haben wir schon ein bisschen darüber gesprochen was du den Leuten zeigen würdest.
00:13:47: Was erzählst du denen dann vielleicht?
00:13:49: Wenn da irgendwie Nachfragen kommen... Wie arbeitet man denn so wissenschaftlich in einem Museum sozusagen?
00:13:56: Genau die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier heißen ja Kuratoren kommt von Kuraren und heißt erstmal sich kümmern.
00:14:05: Wir müssen uns kümmern, wir müssen uns um unsere Objekte kümmen, wir müsse uns um unser Sammlung kümmern und ein bisschen auch um die Gäste kümpern und alles... Und das ist natürlich der Anspruch basiert hier auf wissenschaftlicher Grundlage.
00:14:18: Für uns im Haus hier ist es eine ganz enge Verbindung mit der Deutschen Allianz Meeresforschung, vormals Konsolziumdeutsche Meeres Forschung.
00:14:27: Ich habe in allem meine Ausstellungen, die ich gemacht habe angefangen von der Ausseausstellung im Ozeaneum bis jetzt aktuell gerade das Thema Mensch und Meer, immer mit den mehresforschenden Einrichtungen in Deutschland zusammengearbeitet.
00:14:41: Und die Kollegen dort sind auch alle super kooperativ.
00:14:44: natürlich ihr Wissen aktuelles Wissen auch, ich sag mal nach draußen zu bringen.
00:14:50: Denn als Forscherin oder Forscher das weißt du kann man tolle Ergebnisse machen und publizieren aber die lesen eben nicht, sechshunderttausend Leser.
00:14:58: währenddessen bei uns in den Häusern haben wir jährlich sechshundertausend Besucher.
00:15:03: im Ozeaneum hat man diesen Jahr den zehnmillionsten Besucher.
00:15:06: Wir haben hier wirklich eine andere Außenwirkung.
00:15:09: daher ist die Zusammenarbeit richtig toll weil die Institute wissen Hier haben sie die Möglichkeit einen Schaufenstergeboten zu bekommen und wir brauchen natürlich auch die Verbindung zur Wissenschaft, zur aktuellen Forschung.
00:15:23: Das garantiert eben auch das hier wir Zugang haben zu tollen Abbildungen, die wir dann noch mal umarbeiten zum Filmmaterial, zu Exponaten original aus der Tiefsee oder aus der Arktis.
00:15:34: also ganz viel Kontakte dort zu den Instituten nach Thema.
00:15:41: eine ganz wichtige Grundlage.
00:15:44: Und ich will hier eben nicht, sage mal, Wikipedia schlecht drehen.
00:15:48: Ich liebe Wikipedia aber es muss schon darüber hinausgehen und geht das auch durch dadurch dass wir mit dem Thema mehr so eng in Deutschland an die Meeresforschung eben auch angebunden sind.
00:16:00: Ja, ich glaube das vergiss man manchmal oft irgendwie.
00:16:03: Dass es dann doch relativ viele Meeresforschungen in Deutschland gibt im Vergleich vielleicht auch zu anderen Orten, meine mit den, sag ich mal vier großen Standorten, dass im Norden doch relativ gut vertreten einfach ist.
00:16:15: Ich finde das total schön wie du eben beschrieben hast, dass du so ein bisschen die Übersetzerin bist zwischen den Wissenschaftlerinnen und du ja dann irgendwie doch auch wenn du jetzt vielleicht in Anatologie promoviert hast einfach ein bisschen mehr verstehst, was dahinter kommt und was vielleicht dann auch so jemand wie einen Besucher braucht um das irgendwie auch zu verstehen.
00:16:35: Und dann das Ganze auch noch anschaulich ist ja einfach best of both worlds!
00:16:40: Ja danke ich sag mal was wichtig ist oder was glaube meine Arbeit und die meiner Kollegen auszeichnet ist.
00:16:48: Da braucht man eben ein bisschen Leidenschaft, und man muss auch ein bisschen – ich sag mal – Leidenschaft für die Inhalte, sich reinbeißen bis in alle Tiefen.
00:16:59: Man muss auch eine Freude an Ästhetik haben, es muss wirklich gut aussehen.
00:17:03: Die Gestaltung muss gut sein!
00:17:05: Wir haben ja auch Gestalter mit denen wir zusammenarbeiten, dass das auch eine emotionale Wirkung erzeugt.
00:17:11: Und ja, die Besucher sind unsere schärfsten Kritiker und wenn was nicht gut ist das merken wir ziemlich schnell.
00:17:17: Also daher, ich sag mal der Wissenschaftler, der meint er muss noch das letzte Knöpselchen da darstellen brauchen wir es nicht ne?
00:17:24: Wir müssen abstrahieren.
00:17:26: man muss hier, ich sage mal eine gewisse ein Talent für die Daktik haben.
00:17:31: Das ist nicht allen gegeben, das ist auch nicht schlimm.
00:17:35: jeder Kati am Leben das und sollte das machen was er gut kann aber man muss gut übersetzen können in eine didaktische Form und abstrahieren mit Grafiken, mit Denken.
00:17:47: Schöne Grafik oder Ableidungen.
00:17:50: also von daher ist das zwar sitzen wir hier im Museum aber wir sitzen überhaupt nicht isoliert sondern sind ich will nicht sagen im Kern des Geschäts aber nah dran.
00:18:02: Ich würde mal sagen nah dran.
00:18:04: Gibt es denn vielleicht irgendwelche Themen, die bei den Besuchern richtig gut ankommen und irgendwelchen, wo du merkst, okay wir haben das jetzt irgendwie versucht darzustellen?
00:18:14: Aber irgendwie gehen die Leute dann doch eher daran vorbei.
00:18:17: Nee
00:18:18: also was wir gemerkt haben in den letzten Jahren ist dass das Interesse an Umweltthemen stärker wird, an Themen wie Verschmutzung, Klimawandelveränderungen.
00:18:30: Da ist das Interesse größer geworden.
00:18:32: Also ich sag mal, die Aufmerksamkeit ist groß!
00:18:34: Wir haben im Jahr den ersten Jahr zum Plastikmüll gemacht.
00:18:39: Damals war es noch gar nicht so populär und das hat total eingeschlagen.
00:18:44: Das war ein Thema... Und wir sagen ja gerne, wir führen uns mit als Wegbereiter, dass das jetzt auch Gesetzestexte gegossen ist.
00:18:52: Da waren aber nicht die Einzelner spielen natürlich auch Umweltbundesamts.
00:18:56: Ich bin eine große Rolle und Umweltministerium.
00:18:58: Aber wir haben das hier sehr breit aufgestellt mit viel Kampagne und das ist sehr gut
00:19:03: angekommen.
00:19:05: Und ein zweites Thema, bei dem ich persönlich auch sehr tief involviert bin tatsächlich noch, ist das Thema Lernen mehr!
00:19:15: Man kann sich schon vorstellen, man kann den Schall nicht an der Wand nageln.
00:19:18: Wie erklärt man Schall?
00:19:20: Wie erklärt man Lernen?
00:19:21: Wie erklären wir
00:19:22: überhaupt diese... Das ist nicht so leicht!
00:19:25: ...physikalischen Prozesse die erst mal vielleicht aus erster ein bisschen Erspröde wirken.
00:19:32: und da haben wir auch viel gekämpft mit dem Thema und mittlerweile haben wir hier mehrere Module im Haus zum Thema Lernen mehr.
00:19:41: Und auch das ist für die Besucher eine absolute Faszination, weil die kommen hier rein und haben gar keine Ahnung, dass es Geräusche im Meer gibt.
00:19:51: Da ist immer noch Schakostor Silent World und man denkt so Mensch hat er die Ohren nicht aufgemacht?
00:19:56: Das sind die Leiderots ja nie!
00:19:59: Dazu haben wir Podcasts irgendwie gemacht.
00:20:01: Wir haben dazu, ich habe einen Klangssessel entwickelt der heißt Klangwelt Ozean.
00:20:05: wer nicht hören will kann fühlen.
00:20:07: dort sitzt man wie in so einem Lautsprecher drin und er vibriert wenn der Blauweißort singt.
00:20:11: da vibrierte ja ganze
00:20:13: Stuhl wo man
00:20:14: sitzt.
00:20:14: Man hört aber auch wie laut der Lärm ist von Schiffslärmen von Rammungen von Sprengungen.
00:20:20: also da haben wir sehr viel uns mit beschäftigt.
00:20:23: aktuell natürlich das Thema Munition in Nord und Ostsee.
00:20:27: Das haben wir noch nicht umgesetzt, aber da sind wir mit dabei auch so ein Brennpunktthema wo die Leute wirklich die Besucher interessiert sind.
00:20:36: Klar Tiefse geht immer!
00:20:38: Es gibt ja so Themen die gehen immer, Wale gehen immer.
00:20:41: Ostsee geht auch immer.
00:20:43: Ich sag mal wenn man es schafft einen guten Einstieg zu finden in also kompliziertere Prozesse dann ist es eigentlich, die Bereitschaft sich jemand auseinanderzusetzen doch auch sehr
00:20:56: hoch.
00:20:57: Arbeitest du dann in einem großen Team?
00:20:59: Oder habt ihr das dann auch so ein bisschen vielleicht unterteilt zwischen dem Team an Coatons zusammenarbeiten und dann... Hast du ja eben schon erzählt, dass du vielleicht die Partner suchst von außerhalb.
00:21:11: Die irgendwie Präparate vorbereiten oder macht ihr das dann auch in Haus?
00:21:16: Dann habt ihr eher ein separates Team für die Aquarien.
00:21:18: oder wie kann man sich das so von der Organisation hinter den Kulissen vorstellen, wie ihr das ganze Rad quasi zum Laufen bringt?
00:21:27: Also wir haben einen Bereich Aquarieren, die sind völlig separat.
00:21:31: Leben detailliert ist ein eigenes Thema, da bin ich auch überhaupt nicht mit angedockt.
00:21:35: Außer dass sich tauchen wir um die Haie Fütter – das mache ich schon aber das ist sozusagen mein Sonntagsjob als Primiläge!
00:21:41: Du gehst ins Aquarium rein?
00:21:43: Ah wow cool!
00:21:44: Haie und Rohrenfüttern oder auf Schildkröten war ich länger nicht beim Schild kröten aus logistischen Gründen Aber ansonsten habe ich mit den Aquarianern wenig zu tun.
00:21:54: also lebend und tot sage ich mal es getrennen.
00:21:57: Und bei den Ausstellungen ist so, dass wir natürlich Teams haben.
00:22:02: Die bestehen aus den Kuratoren, die bestehen aus dem Präparator, außer Grafik und wenn es größere Ausstellungs sind auch mit Gestaltern und je nachdem ob es.
00:22:13: also für die Ostseausstellung zum Beispiel hatte ich auch ein wissenschaftlichen Beirat damals Für das Thema Mensch und Meer.
00:22:20: jetzt gibt's auch einen kleinen Beirad wo Externe mit dabei sind.
00:22:24: Wir haben ja einen eigenen Beirats im Haus der immer nochmal Zwischenberichte erfährt und wir haben auch Wissenschaftler im Hause, zum Beispiel in der Schweinswahlgruppe die ganz viel Akustik machen.
00:22:36: Wenn es also akustische Themen sind, haben wir dort auch Kollegen, die wir mit berücksichtigen.
00:22:40: aber das ist alles teamarbeit und das geht auch nur um Team.
00:22:44: Also liegt eben auch gut daran dass man eine schöne Mischung hat aus Persönlichkeiten, aus Hintergründen Aus Ansichten Und auch Erfahrung ist auch immer ganz von Hilfe, aber alleine macht hier
00:22:58: keiner was.
00:22:59: Ja das war klar!
00:23:01: Ich finde es eine sehr gute Überleitung.
00:23:03: zu dem nächsten Punkt den ich mit dir gerne besprechen würde und zwar hast du das schon so ein bisschen angesprochen dass das Deutsche Meeresmuseum offizieller Partner der UNO C&D Kade ist.
00:23:13: Was bedeutet denn vielleicht diese Partnerschaft für euch als Museum?
00:23:18: Und welche Rolle hat so einen Museum überhaupt in so einer internationalen Initiative zu spielen, weil wenn man an die UN-Ozern-Dekade denkt dann denkt man erst mal nur an Meeresbürogieinstitute oder Universitäten.
00:23:33: Aber ich finde du hast es ja eben auch schon gut beschrieben dass sie eigentlich ein bisschen die Brücke sogar noch mehr als die Institute selber zur Bevölkerung sein?
00:23:41: Ja also ich sag mal genau das ist wir sind die Brücken zwischen Meeresforschung und Menschen.
00:23:50: Die Mehresforschung und die mehresforschenden Persönlichkeiten sind natürlich auf den Forschungsschiffen, sie sind auf den Expeditionen oder irgendwelche andere Arktis-Expeditionen.
00:24:04: Das heißt so mit nachverfolgt zum Beispiel.
00:24:08: Die Lena-Expidition gerade einfach wegen der Institution triggert mich sehr aber auch Geoma und Avi.
00:24:17: Einrichtungen, in denen die eben auch ihre Publikationen wunderbar machen.
00:24:22: Aber sie kommen damit nicht an die Bevölkerung ran.
00:24:25: Das ist erst mal weit weg.
00:24:27: und hier wie wir natürlich die vielen Besucher, die wir haben interessierte Besucher ,die wir haben, haben wir natürlich eine Möglichkeit dieses Wissen zu übersetzen.
00:24:36: und neben den wissenschaftlichen Publikations sind wir mehr so ein bisschen die emotionale also die Einrichtung, die emotionelle Beziehungen zum Meer.
00:24:46: Ja, stimmt.
00:24:47: Meinst du denn vielleicht, dass es einfach noch mehr Museen geben müsste?
00:24:52: Ich meine, ihr wisst ja vielleicht ungefähr wo eure Besucher herkommen oder so.
00:24:56: Habt ihr dann da vielleicht auch viele aus den südlicheren Bundesländern oder sogar eher zum Beispiel jetzt aus der Schweiz oder Österreich?
00:25:04: Oder meinst du das ist vielleicht einfach noch meer Museen in diesen Regionen bräuchte um auch ein bisschen was hier in der UNO-Zehrende Kalle auch darum geht die Leute ... die vielleicht noch nicht so mit dem Meer in Kontakt sind, wie man jetzt zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern sehr nahe ist am Meer.
00:25:23: Einfach die Leute damit auch zu verknüpfen.
00:25:26: oder meinst du das ihr genug Reichweite habt um Leute eher aus diesen Regionen anzuziehen?
00:25:31: Also
00:25:31: wir kennen unsere Besucher sehr gut!
00:25:33: Wir machen regelmäßige Besucherbefragungen, Hausleitenerfassung und Evaluationen.
00:25:41: Wir haben das Zweigeteil im Meeresmuseum, sind unsere Hauptbesucher aus Sachsen, Thüringen und Berlin-Ranburg.
00:25:48: Und im Ozeaneum sind vor allen Dingen Nordrhein-Westfalen interessanterweise Niedersachsen Pessen.
00:25:56: Wir haben auch Bayern, wir haben auch viele Schweizer von den Ausländern in die Schweiz, hat den höchsten Prozentsatz ein.
00:26:01: durch die Nähe zu Polen ist Polen für uns natürlich ein Wichtjahrpartner.
00:26:06: Die Schweden, der inne markiert durch die Segeltouristen hierher kommen.
00:26:10: Das heißt, wir machen die Ausstellung schon für die Binnenländer.
00:26:13: Das ist unsere Hauptgruppe
00:26:15: an der Südbahn
00:26:16: Die Mecklenburg-Corpommerner, die kommen ja einmal und dann haben sie das sozusagen gesehen.
00:26:20: Meistens auch von der Tür.
00:26:22: Also brauchen Sie mich nicht sagen aber wie es so ist... Man ist ja, wenn man im Urlaub ist, häufig auch aufgeschlossen an den Dingen über als wenn man so am Alltag trotzig befindet.
00:26:32: Ich habe vor zwei Jahren eine Sommerschule besucht in Rostock, am Institut für Aussiedforschung In Warnemünne und dort waren Studierende aus unterschiedlichsten Fachrichtungen Und da war auch ein Student der kam aus Bayern und er hat gesagt ich hab noch nie so viel übers Meer nachgedacht.
00:26:47: Im Bayern ist für uns das Meer soweit weg Das ich so dachte, ja krass.
00:26:51: Meine an Deutsche Museum gibt es auch eine Abteilung für Meeresforschung aber... Ich glaube schon wir könnten mehr schöne auch Meeresmuseen oder meereskundliche Einrichtungen vertragen die nicht SeaLife heißen also SeaLife und bunte Fische gucken Ja das ist aber wie zu hoch.
00:27:11: Die haben ihre Berechtigung, ich will das gar nicht hier groß diskutieren Aber was sozusagen Meeresforschende Ausstellungen oder Meeresausstellungen anbetrifft, glaube ich kann es gar nicht einen zu viel geben.
00:27:26: Also da würde mein Herz für brennen!
00:27:30: Es gab ja tolle Sonderausstellung im Ansenkenberg zum Beispiel und auch in Bayern und also mit der auch in Nordrhein-Westfalen aber im Lokschuppen Rosenheim zum Beispiel zum Thema Tiefsee.
00:27:42: das sind wirklich die besucherstärksten Ausstellung.
00:27:46: mehr geht immer.
00:27:47: Da habe ich nur Gutes drüber gehört und ich bin sehr traurig, dass ich es dann nicht hingeschafft habe.
00:27:52: Und da waren wir ja Partner und haben die Objekte zum größten Teil zur Verfügung gestellt.
00:27:56: Man merkt eben das Thema geht und das Thema zieht.
00:28:00: Und man sieht dadurch auch, dass es viele Sonderausstellungen gibt.
00:28:03: Im letzten Jahr gab's ja auch in der Bonner Kunsthalle eine Sondereausstellung zu mehr.
00:28:09: also es gibt schon wirklich tolle... große Sonderausstellungen.
00:28:14: Ich sage jetzt mal in Binnenland, ja in Berlin auch und im Zuturium die widmen sich auf dem Thema Natukon Museum ist es nicht ganz der Schwerpunkt aber mit den großen Umbau wird sich das möglicherweise auch ändern.
00:28:27: also das ist bekannt dass das Faszination auslöst und es wird auch gespielt.
00:28:34: wir sind hier eben am Meer weil's authentisch ist und weil das hier unser Metier ist.
00:28:39: gerade
00:28:39: auch.
00:28:40: Man steht hier, ich guck aus dem Fenster.
00:28:42: Ich gucke ja gar keinen Sager.
00:28:44: Ich guck aufs Wasser und denke immer von hier geht es in die ganze Welt.
00:28:49: Das ist natürlich sehr authentisch aber die anderen eigentlich auch gut Sonderausstellungen oder Dauerausstellung zum Meer zu machen weil sie gehen immer gut.
00:28:59: Und die Menschen sind sich bewusst dass doch ein wesentlicher Teil für unser Leben auch auf der Erde ist.
00:29:05: Ich möchte kurz einen kleinen Seitensprung machen und zwar würde ich dich gerne zu etwas fragen, was halt sozusagen bei mir vor der Haustür passiert ist.
00:29:13: Denn im Jahr two-thausend neunzehn gab es in Basel, wo ich hier aufgewachsen bin eine Volksabstimmung über das Ozeanumprojekt Und das war eine Initiative vom Zoo Basel wo die ja auch so ein bisschen die Aquarium ausbauen wollten.
00:29:30: Das hat in der Bevölkerung auf relativ viel Kritik gestoßen.
00:29:35: Meine Hypothese ist halt so ein bisschen, dass das vielleicht passiert ist.
00:29:39: Weil es halt in der Aquarium sein sollte und noch mehr Pinguine und noch größte Tiere einfach in diesem Aquarium oder diesen zooähnlichen Gebäude untergebracht werden sollten?
00:29:52: Hast du denn das Gefühl, dieser Zooaspekt ... Und jetzt kommen wir halt in diese Debatte zu oder nicht zu aber dieser Aspekt von Aquarium wirklich wichtig ist im Museum damit man eventuell auch einschätzen kann, wie groß ist eine Meeresschildkröte wirklich und wie sieht die wirklich aus?
00:30:11: Und wie ist nicht nur der Bronze-Dreideabdruck.
00:30:13: Aber wie bewegt sie sich für all diese Informationen, die man dann ja auch bekommen?
00:30:19: Meinst du das es essentiell ist den Teil zu haben oder dass das Museum vielleicht genauso erfolgreich wäre wenn ihr ihn vielleicht nicht hattet?
00:30:27: Also ich ... und weiß auch, dass natürlich der große Erfolg des Deutschen Meeresmuseums enggekoppelt ist an die lebenden Ausstellungen.
00:30:35: Wir nennen ja unsere Aquarien die Ergänzung als lebende Ausstellung.
00:30:40: das ist zweifelsohne ein ganz großer Publikums Magnet ne?
00:30:44: Ganz ohne Frage!
00:30:46: Ohne die Aquarieren und sie wurden ja im allerersten Haus schon.
00:30:50: Als das Museum in den ersten Jahren eröffnet wurde, gab es schon Terrarien und Süßwasserbecken.
00:30:58: Das war gleich von Anfang an ein anderes Konzept.
00:31:01: Das hat sich nun natürlich ausgeweitet.
00:31:03: Also für die Gäste ist es wirklich ganz wichtig.
00:31:06: Aber im Basel war es eben kein Museum mit Aquarium sondern es war nur ein Aquarium.
00:31:12: Nur Fische!
00:31:13: Und gerade in Ocean Berlin ist eben auch nur eine Aquarium würde man sagen, hätte man innovativer machen können.
00:31:23: Also es ist einfach ein Becken neben dem Nächsten.
00:31:26: Ja das ist im Zoo aber die Kombination aus tollen Ausstellungen und Aquarien und Gebäude sind ja die drei Sachen.
00:31:33: Man hat schöne Ausstellung wo man sich wohlfühlt auch einfach räumlich wohlführt und man hat zum Abschluss oder auch zwischen drin Aquarien, die einen begeistern.
00:31:46: Es ist dieser Dreiklang, der wirklich zusammenspielt und ohne die lebenden Tiere glaube ich auch nicht so gut funktioniert.
00:31:54: Ja, ne gespannt!
00:31:55: Weil ich glaube dass du da vollkommen recht hast.
00:31:58: und dann schauen sich die Leute die Fische hinter den Glasscheiben an und sagen wow cool und gehen dann zum nächsten Aquarium backen und das quasi die gleiche Emotion oder wenn es überhaupt eine emotionale Reaktion ist aber weiß nicht, wie viel du da als Besucherinnen wirklich mitnimmst aus der Vermittlung und so.
00:32:17: Ah!
00:32:17: Diese Fische sind besonders und diese Fische schützen wert und das sind die wissenschaftlichen Grundlagen, die vielleicht zeigen dass die Meerestemperatur im Jahr two-tausendzeigundzwanzig die höchste ist, die es je gegeben hat.
00:32:32: Es gibt viele Konzepte und natürlich wird Eifern die Einrichtungen um die Besucher, da ist ganz klar Tja, da muss dann auch jeder Einrichtung ihren Weg finden mit dem sie auch, ich sag mal, ihrem Credo-Gerechtwirt und ihrem Anspruch.
00:32:50: Gibt es denn da eine bestimmte Hauptmessage die du hoffst?
00:32:55: Besuche einfach mitnehmen nachdem Sie bei euch in egal welchen von den drei Häusern sie jetzt waren mitnehmen?
00:33:02: Also mein Wunsch wäre schon dass sie begreifen das Meer ist nicht fern Irgendwo, oder hier gerade auch vor der Haustür.
00:33:11: Sondern mein tägliches Leben ist aus Ängste mit dem Ozean verwunden und ich bin Teil dessen.
00:33:17: Und daher ist es mir auch wichtig dass wir uns zu den Schutz der Meer- und Ozeane einsetzen.
00:33:24: Ich glaube damit teile ich ab, das war ein super Abschluss!
00:33:29: Ich kann mich jetzt auf jeden Fall auch wenn nicht noch nicht Bei euch war aber auf jeden Fall sehr gut vorstellen, wie es bei euch im Deutschen Meeresmuseum so ein bisschen ...
00:33:36: Ja dann komm vorbei.
00:33:38: Komm vorbei!
00:33:39: Ich freu mich also...
00:33:41: Super, super spannend.
00:33:43: Vielen Dank für deinen Einblick.
00:33:55: Ja gerne!
00:34:01:
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