Offshore-Wind: Die Lösung mit möglichen Nebenwirkungen?

Shownotes

In dieser Folge sprechen Anabel und Eva über die fünfte Challenge der UN Ozeandekade. Dabei geht es unter anderem um Offshore-Windenergie und die Frage, welche Auswirkungen der Ausbau erneuerbarer Energien auf das Wetter und unsere Umwelt haben könnte.

Wir schauen uns eine aktuelle Studie an, die untersucht, wie große Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee den Niederschlag in Nordwesteuropa beeinflussen könnten. Dabei wird deutlich: Auch Lösungen für den Klimawandel können komplexe Nebenwirkungen haben und müssen ganzheitlich betrachtet werden.

Außerdem beantworten wir einen Reddit-Post: Wie viel Zeit verbringen Meeresbiolog eigentlich wirklich auf Forschungsschiffen? Wir sprechen über Feldarbeit, Laborarbeit, Computerarbeit und darüber, wie unterschiedlich der Arbeitsalltag je nach Forschungsgebiet aussehen kann.

Quellen und weiterführende Informationen:

  • UN Ozeandekade Challen 5 White Paper
  • Ocean Panel Bericht
  • Wissenschaftlicher Artikel von Akhtar et al., (2026) Projected impacts of future offshore wind farms on coastal precipitation over the Northwest European shelf doi:10.1038/s43247-026-03852-x

Cover Bild: Planungsstand für Offshore-Windparks (4c Offshore-https://map.tgs4c.com/offshorewind 2023) im Modellgebiet, das für technische Szenario-Konfigurationen bei Offshore-Windpark-Simulationen verwendet wird: Die farbigen Polygone kennzeichnen Gebiete, die im Jahr 2023 (rot), 2030 (blau) und 2050 (grau) genutzt werden. Die Küstenlinien und die Orografie wurden zur Orientierung hinzugefügt. Diese Abbildung wurde mit Matplotlib erstellt (Hunter, J. D., Matplotlib: a 2D graphics environment. Computing in Science and Engineering 9, 2007) und Cartopy (Met Office, Cartopy: eine kartografische Python-Bibliothek mit einer Matplotlib-Schnittstelle. Exeter, Devon, https://scitools.org.uk/cartopy, 2015) erstellt.

Transkript anzeigen

00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Wellenbrecher-Podcast.

00:00:13: mit mir, Anabel.

00:00:15: Mit mir Eva?

00:00:16: Hallo!

00:00:17: Schön wieder mit dir aufzunehmen, Anabel.

00:00:21: Wir haben es schon ziemlich weit geschafft.

00:00:24: Wir sind mittlerweile bei Herausforderung fünf angekommen.

00:00:27: Ja aber wir schaffen nicht alle Herausforderungen in diesem Jahr glaube

00:00:30: ich.

00:00:32: Ich meine, es sind ja immerhin.

00:00:33: Dann haben wir noch welche für nächstes Jahr?

00:00:35: Ja, das stimmt.

00:00:36: Wir haben noch viele Pläne.

00:00:37: Ja!

00:00:38: Wir haben die Webseite... ...habe ich auch so singt gekauft bis zwanzig dreißig also von da her.

00:00:43: Achso!

00:00:47: Da geht's

00:00:47: ja auf die Ozeandekade.

00:00:49: Ich weiß auch gar nicht, wievielte Folge das von uns ist.

00:00:51: Wir haben jetzt schon einige Folgen rausgebracht!

00:00:54: Ich glaube wir sind in unseren Dreißigern.

00:00:56: Ja...

00:00:56: Überlegt mal, wie viele Stunden wir dann schon miteinander geredet haben, Anabel?

00:01:00: Boah sehr viel, wenn du auch noch die erste Staffel mit den ganzen Interviews zusammenrechnest.

00:01:05: Nicht so schlecht.

00:01:06: Mehr Zeit als wir damals in Kiel verbracht haben.

00:01:09: Stimmt.

00:01:10: Oh ich hab dir das gar nicht geschickt.

00:01:11: Na ja egal, ich hatte so eine Handy-Erinnerung daran, als wir unsere Erste Als wir die Crews zusammen hatten, Anabel und ich waren nämlich mal für drei Nächte oder zwei Nächten.

00:01:22: Oder so war das nur auf dem Forschungsschiff im Rahmen eines Meeresbiologischen Kurs, den ich damals als Master Studentin gemacht habe.

00:01:30: Da war Annabel quasi Plutorin oder wie man das nennt?

00:01:34: Und da waren wir zwei Nechter auf der Alkohol.

00:01:40: Kurz überlegt ob es die Heinke ist aber die liegt in... Lemshafen, nee.

00:01:44: Bremerhafen ist das Schwesternschiff von der Alkohol.

00:01:46: Gut!

00:01:47: Nevermind ... Das ist auch schon sieben Jahre her oder so?

00:01:50: Das haben wir nicht so relevant.

00:01:51: Wie es passiert seitdem und wir wollen heute über Challenge Fünf reden richtig an der Welt?

00:01:55: Ja, Challenge Fünf heißt Ozean- und Klimawandel is die deutsche Übersetzung Und auf Englisch find ich besser Unlock ocean based solutions to climate change.

00:02:07: Also geht sehr viel um Erneuerbare Energien und auch unter anderem, wie wir CO2 aus der Atmosphäre wieder rausholen können.

00:02:15: Um unser Schlamasseln das wir uns selber gebracht haben eventuell wieder herzustellen Und dass der Ozean generell nicht nur als Opfer des Klimawandels betrachtet wird sondern auch irgendwie Teil der Lösung.

00:02:27: Ja ich bin gespannt was es da für Lösungen gibt.

00:02:30: Konstruktives

00:02:31: Denken finde ich immer gut.

00:02:33: Generell geht es halt um Technologien, die die Emissionslückel wieder auf eins Komma fünf Grad oder sogar hoffentlich darunter bis zwanzig Fünfzig schließen und somit Emissionen auf fünfundreißig Prozent reduzieren.

00:02:49: Dazu habe ich ein Ocean Report gefunden der das ganze neben dem Leidlinien Paper so ein bisschen schön skizziert hat.

00:02:58: um die Emissionslücke zu schießen gibt es ein paar vorgeschlagene Maßnahmen.

00:03:02: die sind unter anderem Schiffe zu dekarbonisieren, weil halt immer noch viel und die meisten waren weltweit über den See verkehren laufen.

00:03:10: Und dazu gehören u.a.

00:03:12: effizientere Schiffe, alternative Kraftstoffe und generell langfristig emissionsfreie Schifffahrt.

00:03:20: Da das beide nicht unsere Expertise ist, habe ich das heute nicht ausgewählt, das Thema.

00:03:25: Unter anderem gibt es dann als mögliche zweite Maßnahme Küsten- und Meeresökosystemen schützen und wieder herstellen.

00:03:32: Über Blukhaben haben wir auch schon ein bisschen geredet darüber, dass man Kohlenstoff speichern kann die unter anderem auch gleichzeitig vor Sturmfluten uns schützen können und auch als drittes positives, äh, das dritte positiver Eigenschaft Lebensraum für zahlreiche Arten bieten können.

00:03:51: Da hatten wir ja schon ein bissel gesprochen über Mangroven, Segraswiesen, Salzwiesen und andere Küstenökosysteme Und ich habe es heute auch nicht ausgewählt.

00:03:58: aber ich finde irgendwie sehr schön auch darstellt, wie diese ganzen Themen in alles ineinander übergreifen.

00:04:04: Und wir könnten eventuell über Blukhaben gefühlt in jeder einzelnen Herausforderung der Ur- und Urzentelkarte so ein bisschen sprechen?

00:04:11: Ja!

00:04:11: Der Begriff ist auch recht schon auf dir gefallen...

00:04:13: Genau.

00:04:14: Über die dritte Maßnahme klimafreundliche Nutzungen aus dem Meer hier, Aquakultur und Fischerei haben wir ja auch schon gesprochen.

00:04:20: Das vierte ... Die vierte Maßnahme, die aktuell glaube ich sehr Hot Topic ist, ist CO² direkt aus dem Mehr entfernen und speichern.

00:04:29: Also hier kommt dieser Fachberief Marine Coven Dioxide Removal.

00:04:33: Und hier hat, wie gesagt versucht künstlich CO² aus der Atmosphäre wieder zu entfernen.

00:04:39: weil ja wenn wir Öl und andere fossile Brennstoffe verbrennen dieses CO² war es darin mal in diesen alten Pflanzen die von den Dinosauriern mal dann umgefallen sind und platt gedrückt wurden und Öl gebildet haben jetzt wieder freigesetzt wird.

00:04:53: Ich dachte da wäre das schon mit Anna die einen ganzen Podcast zu MCDR hat und das auch nicht so meine Expertise ist.

00:05:01: Habe ich mir das heute auch nicht ausgesucht?

00:05:03: Ja!

00:05:04: Dann zuletzt gibt es noch Tourismus- und andere Maritimewirtschaft, die carbonisieren, Offshoreöl und Gas zurückfahren.

00:05:11: Okay, das finde ich ziemlich offensichtlich.

00:05:13: Und die siebte Maßnahme, die ich mir halt für heute rausgepickt habe, wo ich finde, dass es auch schon jahrzehntelang sehr viel Forschung zu gibt ... sind Aufschwarwind und andere erneuerbare Energien.

00:05:25: Also hier weiß nicht, finde ich... Redet man schon sehr lange drüber?

00:05:28: Nicht nur auf Scharwind aber auch schwimmende Windkraftwerke, Wellenkraft, Gezeitenkraft, schwimmde Photovoltaik Kraftwerke also sowas in die Richtung wie man generell Energien ozianbasiert machen kann und das zum Beispiel Windanlagen ein Emissionsminderungspotenzial von bis zu drei Komma sechs Gigatonnen CO zwei Equivalente haben, bis Zwei Tausend Fünfzig.

00:05:53: Das

00:05:53: heißt Emissions Minderungspotenzial im Vergleich Zu dem Fahrt auf wem wir jetzt sind wahrscheinlich?

00:06:00: Ja genau also man kann ja alles in dieser CO zwei Äquivalente umrechnen.

00:06:05: ich habe da versucht irgendwie ein Beispiel zu finden und angeblich entspricht das einem jährlichen Emissionen Anteil Von mehr als ... also, wenn man einen Eins-Kommer-Eins-Milliarden-Autos an einem vorbeifahren würde.

00:06:19: Das ist quasi das was in der Offshorewindindustrie pro Jahr bis zu zwei Tausend Fünfzig geschätzt wird.

00:06:25: Eingespart werden könnte oder?

00:06:27: Genau!

00:06:27: Im Missungsminderungspotenzial

00:06:29: okay.

00:06:29: Eine ganze Menge also.

00:06:31: Also

00:06:31: wenn wir generell über Offshore Windenergie sprechen denken wir normalerweise halt finde ich an die Lösung.

00:06:37: Also wenn er jetzt sagt oh da wird ein Offshore windenergipark gebaut Perfekt.

00:06:41: Da ist ganz viel Energie, der dort produziert wird durch einen natürlichen Wind den wir dann nutzen können weil ja auch unsere Gesellschaft immer energie hungriger wird sozusagen wenn man jetzt auch an E-Autos und Co denkt.

00:06:54: die Frage heute geht eher so ein bisschen darum was sind die möglichen Auswirkungen von zukünftigen offshore windparks?

00:07:00: Und nicht nur generell die Auswirkungen, aber hier haben sie sich speziell den Niederschlag angeguckt im Nordwesten Europas.

00:07:08: Also es gibt jetzt ja aktuell schon Windparks in der Nordsee und ich weiß nicht in der Ostsee, aber auf jeden Fall ... Die meisten Windpark sollen in der Northsee gebaut werden und auch ein paar andere aussehen.

00:07:21: Genau also wenn man diese Windpacks bauen würde, gibt das da eventuelle Änderung im regionalen Wettersystem Und diese Studie ist tatsächlich im August, also letzten Monat erst rausgekommen.

00:07:34: Die Methode die dafür angewendet wurde sind Modelle.

00:07:37: Sie haben das modelliert.

00:07:39: Kennst du dich ein bisschen mit Modellierung aus?

00:07:41: Ein ganz bisschen ja.

00:07:43: Ja, es ist quasi man hat Daten und daraus berechnet man theoretische Szenarien.

00:07:50: ums ganz einfach zu halten unter bestimmten Parametern, die man dann zum Beispiel auch variieren lassen kann Szenarien zu simulieren.

00:08:01: Ja,

00:08:01: ungefähr so

00:08:02: kann man sich das vorstellen.

00:08:03: also ich denke mal die werden irgendwie Daten haben.

00:08:07: wie weiß nicht wie vielleicht bestimmte windparks jetzt schon den niederschlag verändern oder einfach nur die wissen nur da ist ein windpark da es so viel nieder schlag oder in der umgebung und vorher war das vielleicht so und so da und dann wird das wahrscheinlich berechnet sein irgendwie in welchen Zusammenhang das ist, welche Korrelationen es da gibt.

00:08:30: Und dann denke ich mal, dass die noch mehr Windpark simuliert haben und sich angeschaut haben was es für einen Einfluss auf den Niederschlag hat?

00:08:38: Ja genau perfekt!

00:08:39: Die haben quasi eine mathematische Berechnung gemacht und hier vor allem die Atmosphäre modelliert.

00:08:45: Die haben irgendwie ne Art von Computermodell wo die Atmosphere in viele kleine Gitterzellen aufgeteilt ist und für jede diese Zellen wurde berechnet wie sich die Temperaturluftdruckgeschwindigkeit, Feuchtigkeit und der Niederschlag verändern würde.

00:09:02: Diese sogenannten Experimente, die man dann nennt werden halt durchgeführt und so Fragen gestellt was passiert wenn die Atmosphäre so aussieht wie sie heute ist?

00:09:12: Was passiert wenn zusätzlich größere Windparks auf dem Meer installiert werden?

00:09:17: Und hier haben Sie vor allem das Jahr und das war vor allem wichtig, weil bis zum Jahr zwei Tausend Fünfzig sollen quasi alle Windparks in Nord- und Ostsee gebaut werden.

00:09:34: Und das ist sozusagen die Art Obergrenze, die es für Windpacks aktuell geplant ist.

00:09:40: Okay, jetzt erzählst du uns bestimmt fast dabei raus.

00:09:43: Ja genau!

00:09:44: Ich muss dazu noch sagen, ich weiß nicht wie viel du dich mit Windrädern auskennst?

00:09:47: Ich kenne mich nicht sehr viel mit Windrädern aus.

00:09:50: Ich auch nicht...

00:09:51: Aber es gibt verschiedene Größen von Windrädern.

00:09:55: Also die meisten Windräder, wie wir wahrscheinlich denken sind diese fünf Megawatt-Windräder.

00:10:03: Das sind so diese Standardwindräder ,die aktuell gebaut sind.

00:10:08: Dann gibt es noch eine größere Größe zehn megawatt Turbinen.

00:10:12: Die werden wohl aktuell relativ viel also Offshore installiert.

00:10:17: Das heißt sie sind größer als die, die wir an Land sehen.

00:10:20: Ich bin zu groß ungefähr.

00:10:22: Und dann gibt es auch noch wie fünfzehn Meter megawatt Klasse und das ist so ein bisschen die Klasse, die aktuell noch in der Installationsphase getestet wird und ob die überhaupt gute Erträge bringen würden weil ich auch noch nie nachgedacht habe bis dass man halt Windräder in bestimmten Positionen anbringen muss, weil ja jedes Windrad hinter sich eine Art Schatten kreiert.

00:10:44: Das heißt du kannst nicht einfach drei Windräder direkt hintereinander bauen, sondern du musst sie so versetzt bauen.

00:10:50: So eine Art

00:10:52: Zickzack.

00:10:53: Es hat auch was mit den Windströmungen zu tun und auch mit dem Ort, an dem die stehen um wie so die Topografie darum ist.

00:11:00: Die brauchen sowieso einen bestimmten Abstand natürlich zu den Orten um sich herum aber je nachdem... Das haben natürlich auch PhysikerInnen dann berechnet, wie der Wind quasi durch das Windrad durchgeleitet wird.

00:11:12: Da gibt es wenig Sinn direkt dahinter, dass Windrad zu bauen sondern eben versetzt mit einem ganz bestimmten Abstand um das Maximum an Windeinwirkung da herauszuholen.

00:11:23: Das musste ich witzigerweise mal in nem Unikurs berechnen.

00:11:25: aber für wind grad lang am Land und das war noch mit Betschlauen ganz simpel quasi!

00:11:31: Ja.

00:11:31: aber das heißt ja auch wenn man sich vorstellt... dass man selber der Wind ist oder ... Nein, das ist kein gutes Beispiel.

00:11:39: Aber der Wind, der am Anfang in einen Windpark kommt, ist da noch relativ stark und dass so länger der Wind durch den Windpark fließt?

00:11:50: Nein, fließtest

00:11:52: du.

00:11:52: Na doch mal entspricht, dann glaub ich schon von Fluss-Richtung auch.

00:11:55: Ja!

00:11:55: Also weil es sind am Ende ja auch Windströmungen, wenn man's möchte.

00:11:59: Solange der Wind ... Durch den Windpack durchpustet wird er halt immer... immer schwächer bis zum Ende hin.

00:12:06: Das heißt, dass im Windrad das am Anfang sich vielleicht noch relativ guten Energie erzeugt und es hat?

00:12:14: Wie auch immer.

00:12:16: Das im Vergleich zu dem Ende hin hatte nicht mehr die größte Leistung wie das am Beginn.

00:12:21: So, das ist die Windpark Theorie!

00:12:25: Ich komme direkt zum Ergebnis der Studie.

00:12:27: ich fand die... Für einen Line wie mich, was das Thema angeht.

00:12:32: Eigentlich sehr gut so da geschrieben beschrieben und die Grafiken fand ich auch relativ informativ.

00:12:39: so denn Das überraschende Ergebnis, was auch mehrmals in der Studie wieder aufgeführt wurde ist dass Tatsächlich bis Zwei-Tausend Fünfzehn hier sein kann Dass es weniger Niederschlag an der Küste gibt weil einfach Die Atmosphäre Durch die Windpark So verändert wird.

00:12:56: Also, hier wurden zum Beispiel insbesondere Teile von Dänemark Deutschland und die Niederlanden sowie Großbritannien simuliert.

00:13:03: Und hier kann der Niederschlag zwischen achtundfünfzehn Prozent in den Küstenregionen abnehmen.

00:13:09: Das ist nicht das ganze Jahr über aber insbesondere im Herbst- und Winter.

00:13:14: Mhm.

00:13:14: Die haben versucht, die verschiedenen Jahreszeiten zu modellieren und sind sich auch immer noch nicht so ganz sicher warum die nur signifikante Ergebnisse im Herbs und Winter bekommen haben.

00:13:24: Aber ... Annahme ist ein bisschen, dass der Effekt stark davon abhängt in welcher Richtung der Wind kommt und in wie weit die Atmosphäre geschichtet ist.

00:13:35: Und das wiederum beeinflusst dann die Feuchtigkeit zum Meer und dann zum Land hin.

00:13:39: Einfach gesagt also der Windpark verändert die Windströmungen und Turblänzen, die wiederum verändern die Feuchttikertransporte.

00:13:48: Das wiederum verändert den Niederschlag

00:13:50: oder

00:13:51: verändert die Niederschlechtsbildung an Land.

00:13:53: Was ja finde ich sehr spannend ist!

00:13:55: Das heißt nicht nur haben wir vielleicht generell aktuell Veränderungen in unserem Klima, aber wir haben eventuell auch quasi natürliche Veränderung die wir selber voranschreiten.

00:14:05: Dadurch dass wir halt erneuerbare Energien brauchen und irgendwie auch produzieren in Zukunft.

00:14:11: Ja weißt du wie das bei Windparks an Land ist?

00:14:15: Haben sie den Einfluss auf das Wetter?

00:14:16: Weiß ich nicht.

00:14:17: Aber ich kann mir vorstellen, dass viele dieser Berechnungen wahrscheinlich von Windpark an Land stammen

00:14:22: könnten.

00:14:23: Wahrscheinlich ist der Einfluss dort nicht so hoch, richtig?

00:14:26: Weil das Thema Feuchtigkeit ein ganz anderes

00:14:30: ist.

00:14:30: Ich glaube einfach dadurch, dass du diese anlanden und ablandenden Winde an der Küste hast... ...und wir ja irgendwie immer denken es ist so praktisch mal jetzt abgesehen von eventuellen Beeinflustungen durch oder Effekten auf Meerestiere und Chemikalien die vielleicht von den Windanlagen kommen dass es ja so praktisch ist Windparks auf dem Ozean zu bauen, weil wir dann mehr Platz haben.

00:14:57: Aber ich weiß nicht, ob wir da schon wieder irgendwie ein System eingreifen, das wir halt immer noch nicht gut genug verstehen?

00:15:03: Ja ... Das Wettersystem.

00:15:05: Andererseits wird in anderen Regionen auch schon voll eingegriffen.

00:15:09: Es gibt sogar das Konzept von Wolken abregnen lassen und alles.

00:15:14: Ich glaube, das wurde bisher wieder verworfen.

00:15:16: Ich glaub', das war nicht so fiesend!

00:15:18: Ich glaube' das machen nur manche Regierung.

00:15:20: Ich

00:15:21: glaub, ich war grad sagen ... Also klar hier ist das nicht so das Ding.

00:15:24: Aber in anderen Regierungen oder in anderen Ländern schon.

00:15:28: Aber ehrlich gesagt kannst du auch noch ein Ding werden wenn man an Hochwasserschutz und so denkt?

00:15:33: Und Überschwemmung?

00:15:34: Wir spielen auch echt mit dem Feuer!

00:15:36: Da gehen wir ein ganz anderes Thema gerade rein.

00:15:38: Wir sind beim Thema Wind.

00:15:40: Ja aber ich fand es sehr spannend weil es wird ja immer als technische Lösung gesehen, aber das wird dann auch wieder auf nur den Vorteil vielleicht betrachten und möglicherweise gar nicht über die Konsequenzen im Vorhinein nachdenken, weil diese Windparks sind.

00:15:55: Ich weiß nicht ob die alle schon genehmigt wurden aber sie sind auf jeden Fall so eine Art geplant in den verschiedenen Ländern an ein reiner Staaten der Ost- und Nordsee.

00:16:06: Wahrscheinlich muss man da so den Sweet Spot finden.

00:16:08: Die große Frage ist wie viele Windpacks und wie groß dürfen die sein?

00:16:12: Ja oder in welche Richtung geht das dann?

00:16:15: Die Studie hatte aber auch deutlich hervorgehoben, dass es auf jeden Fall noch mehr und bessere Modellierungen braucht.

00:16:21: Sie meinten das die Zellen, die sie genommen haben für die Modellierung.

00:16:24: Man nimmt ja dann meistens dann irgendwie vier mal vier Quadratmeter oder so Flächen.

00:16:30: Das weiß ich gar nicht aus dem FF-Welpen was für eine Größe die hatten, aber die meintten, dass ist auf jeden fall bessere Motivierungen in Zukunft geben würde.

00:16:39: Aber da ist man da halt auch ein bisschen eher ... die Wetterfragen stellt, was sich sehr spannend war

00:16:44: Ist es auch, bin sehr gespannt wie unser Küsten oder das Meeresbild dann in ein paar Jahren oder Jahrzehnten aussehen wird.

00:16:51: Wenn das alles wirklich umgesetzt wird?

00:16:53: Ja, sehr spannende Zeit in der Willi.

00:16:55: Und ist auch alles sehr komplex!

00:16:57: Also ich mein wir sind ja beides Menschen die sich schon bisschen mit den Themen auskennen und ich kann schon nachvollziehen warum Menschen auch schnell mit diesen ganzen Klimathemen überfordert sind Einfach weil es so viele verschiedene Ebenen gibt und, weil eine Lösung per se auch nicht eine gute Lösung ist.

00:17:15: Sondern man, dass so viele Graubereiche noch genauer untersuchen muss wie eben zum Beispiel das Offshore Windparks erst mal wie in einer guten Lösung klingen viel Energie die produziert wird und eigentlich für uns ja auch Emissionseinsparung gibt aber dann eben auch so vielschichtige Nachteile haben kann wie zb der Einfluss auf das Wetter wo man gar nicht dran denkt also wo man vielleicht daran denkt Aufs Meer vor Ort, auf die Meeresbewohner.

00:17:40: Genau!

00:17:41: Und so weiter... Das

00:17:42: haben wir aber auch in der Einleitung gesagt.

00:17:44: Ja genau.

00:17:45: Dass es

00:17:45: viele andere Faktoren erst mit gedacht wird bevor Leute an das Wetter denken.

00:17:51: Ja und dann wenn du das Wetta veränderst hat das ja nicht nur einen Einfluss auf uns sondern auf die ganze Umwelt und eben auch auf die Tiere die in der Umwelt leben.

00:18:00: also es zieht dann wieder so ein Rattenschwanz mit sich.

00:18:03: Spannend auf jeden Fall.

00:18:04: Ja vor allem auch spannend Wenn wir halt jetzt denken, dass unser Niederschlag eventuell schon unbeständig ist und irgendwie zeitlich variiert und nicht mehr so war wie vor dreißig Jahren.

00:18:14: Dass man dann auch noch den Faktor Windparks mit reinbringt.

00:18:17: Dann hast du nochmal eine andere Ebene die das Ganze noch schwieriger vorher zu sagen machte.

00:18:23: irgendwie

00:18:24: Ja ganz genau!

00:18:26: Danke für das Thema Anabel!

00:18:28: Sagen wir mal zum Rided Post springen?

00:18:34: Yes!

00:18:34: A Rided post der Woche

00:18:36: Genau, da geht's.

00:18:37: Letztmal haben wir über eine dreizehnjährige gesprochen heute sprechen wir über ne neunzehnjähriger.

00:18:43: Wir arbeiten uns hoch

00:18:45: Wir hüpfen immer weiter ins Alter und zwar die Überleggrad.

00:18:50: Hier steht auch gar nicht dass es ein Mädchen ist oder Die Person überlegt gerade sagen wir einfach so Meeresbiologie zu studieren.

00:18:57: sie ist sehr interessiert oder die Person ist sehr Interessiert vom Ozean von den Meerestieren Vom Ökosystem.

00:19:04: aber Was die Person natürlich besonders reiz ist, die Vorstellung an Expeditionen teilzunehmen.

00:19:09: Auf Forschungsschiffen Zeit auf dem Pazifik zu verbringen und dort dann das Leben am Meer zu untersuchen.

00:19:16: Und die Person hat sich auch schon informiert wo sie was studieren könnte.

00:19:20: aber so ein paar Bedenken sind noch da und so ein Paar Fragen und die ist unter anderem wie viel Zeit verbringen Meeresbiologinnen und Biologen wirklich auf Sie?

00:19:33: Oder

00:19:35: am Computer.

00:19:36: Oder am computer?

00:19:37: und genau da wollte ich mal dann hören, Anabel wie das bei dir so ist.

00:19:43: Machst du auf und hüpft morgens erst mal aufs Forschungsschiff oder ... Wie schaut es

00:19:48: bei dir aus?

00:19:50: Ich glaube dass etwas was sich mit dem Karriere-Stufen ein bisschen verändert.

00:19:56: wenn man vielleicht seine Bachelor oder Masterarbeit schreibt oder seine Doktorarbeit dann nimmt man noch deutlich mehr proben, als wenn man schon länger dabei ist.

00:20:09: Und es kommt auch darauf an, was für Forschung gemacht wird.

00:20:12: Also macht man jetzt so Forschungen in der Arktis?

00:20:15: Wo man nicht so oft hinkommt oder macht man Forschungen vor Ort, wo man das Wasser vor seinem Institut jede Woche ein bisschen misst und guckt ... und so ein bisschen mehr Monitoring macht.

00:20:28: Ja also ich hatte Kollegen die waren echt jede Woche hatten sie ihre zwei Tage, auf einem Schiff quasi rausgefahren sind und ihre Proben genommen haben.

00:20:38: Natürlich nur für einen bestimmten Zeitraum und so, ne?

00:20:40: Aber ich hatte auch Kollegen die waren einmal rausprobengenommen und das war es für den nächsten drei Jahre.

00:20:45: also

00:20:45: Es kommt wirklich doll drauf an welche Forschungsfrage du untersuchst.

00:20:50: zum Beispiel ein gutes Beispiel ist ja auch die Studie über die wir gerade geredet haben.

00:20:53: da geht's ja auch um Meeresforschung an sich.

00:20:58: aber

00:20:59: Die Leute, die in dieser Studie gearbeitet haben werden selber nicht irgendwie die Daten genommen haben.

00:21:04: Die werden die bekommen und dann an ihren Computern die Simulation durchgeführt haben.

00:21:09: Und trotzdem sind das Ozeanografen vielleicht oder in dem Fall... Vielleicht eher so PhysikerInnen, die sich mit der Atmosphäre beschäftigen.

00:21:17: Klimatologen?

00:21:19: Meteorologen das Wort habe ich gesucht, genau!

00:21:21: Aber die werden nicht auf Expedition gegangen sein sondern die werden Daten aufgenommen haben dafür und dann oder Daten bekommen haben vielleicht sogar einfach

00:21:28: Ja.

00:21:29: Also es kommt ein bisschen drauf an im welchen Feld der Forschung man sich befindet.

00:21:33: ja Ich

00:21:34: würde sagen Die Leistenweiher war ich im Durchschnitt vier Wochen irgendwie beim Mitproben nehmen beschäftigt.

00:21:40: Das ist aber schon viel.

00:21:43: Ich arbeite immer noch in meinen Proben, die ich vor X Jahren genommen habe.

00:21:46: Also ich war ewig nicht mehr so richtig im Feld.

00:21:49: Aber gut, ich bin da jetzt auch nicht das Paradebeispiel.

00:21:51: Ich war ja zwischendurch auch in Elternzeit.

00:21:54: aber generell ist es so wenn man dann an einem Institut ist, dann kommt man... also bei uns war's dann auch mal so dass jemand gesagt hat oh ich war so lange nicht mehr irgendwo dabei.

00:22:02: kann ich euch irgendwie helfen wenn ihr morgen rausfahrt oder so einfach damit man Mal wieder Meeresluft spürt.

00:22:11: Und es kommt natürlich auch auf die Art der Expedition an.

00:22:14: Welche Forschung, ob man zum Beispiel nur für einen Tag irgendwo hinfährt und Proben nimmt oder auf eine dreivöchige Forschungs-Expedition fährt oder sich ein halbes Jahr in den Aktus einfrieren lässt, wobei man nach diesem halben Jahraktes bestimmt auch so viele Proben hat.

00:22:29: Die muss man ja auch erst alle abarbeiten und verwerten und Daten auswerten usw.

00:22:36: Genau das muss ich auch sagen verändert sich ja auch ein bisschen, was man selber will.

00:22:41: Also natürlich macht er Spaß rauszufahren und Feldarbeit zu machen und so.

00:22:44: aber ich habe jetzt auch von Leuten gehört die waren dann so in ihren zwanzigeren da war das cool und weiß ich nicht.

00:22:50: und dann kommt man vielleicht in die dreißiger und dann vielleicht gründet man dann eine Familie?

00:22:54: Und dann ist es auch ne Frage von dem ob man das dann noch möchte irgendwie ständig drei Wochen weg zu sein oder ständig auch diese langen Tage zu haben, weil die hast du auf jeden Fall wenn Du Feldarbeit hast.

00:23:06: Weil da bist du auch abends um acht neun Uhr im Nass-Labor und sortierst Proben weg und was weiß ich?

00:23:12: Weil die Proben ... Die musst ja irgendwie fix machen!

00:23:16: Ja... Und was meinst du?

00:23:17: wie viel Zeit verbringst du im Labor versus am Laptopdaten analysieren?

00:23:22: Das kommt ja auch wieder doll drauf an welches man macht.

00:23:27: Ich habe viel Zeit

00:23:27: im Labor gebracht.

00:23:28: Macroventus-Sachen schon

00:23:31: alle ausgezählt?

00:23:32: Ja,

00:23:33: aber

00:23:34: ich kann ja mal erzählen wir haben eine Studie gemacht da waren wir viermal im Jahr Proben nehmen für zwei bis drei Wochen ungefähr je nach Jahreszeit.

00:23:41: hat das länger gedauert oder weniger lange die habe ich aber tauchend genommen und das war dann immer sehr stressige wochen.

00:23:47: natürlich weil das waren diese langen tage von denen ich gerade erzählt hab und so weiter und bis ich alle diese proben ausgewertet hatte Also ausgewertet im Sinne von im Labor angeguckt und analysiert und ausgezählt.

00:24:00: Und so, das war locker nochmal ein ganzes Jahr Laborarbeit.

00:24:04: Klar zwischendurch habe ich da auch mal was am Laptop schon gemacht und so aber es war wirklich viel Arbeit.

00:24:10: Was danach jetzt ungefähr kommt ist aber bestimmt auch noch mal zwei Jahre Datenauswerten an Computerberichte schreiben, Maniskripte schreiben zurückbekommen usw.

00:24:19: und sofort also die Computerzeit doch auf jeden Fall sehr hoch.

00:24:25: Bei dir ist das wahrscheinlich ähnlich, oder?

00:24:26: Ja.

00:24:26: Ich glaube, wenn wir es so auf hundert Prozent runterbrechen müssten ... Wahrscheinlich sind so zehn Prozent der Zeit Datenerfassung.

00:24:34: Dann sind so dreißig bis vierzig Prozent.

00:24:37: Was meinst du?

00:24:37: Ich hätte auch gesagt dreißzig.

00:24:39: Dreißig Prozent Laborarbeit und sechzig Prozent Computerarbeit.

00:24:44: Das sind doch hunderte.

00:24:45: Ich glaub schon ja!

00:24:47: Also auf jeden fall ist die Computer- oder Büroarbeit der höhste Anteil.

00:24:52: Dann kommt die Laborarbeit und dann kommt ... die Feldarbeit.

00:24:55: So ist das einfach, weiß nicht ob das hilft?

00:24:58: Wenn man weniger Computerarbeit machen möchte, kann man vielleicht auch als Technikerin arbeiten oder als ...

00:25:04: Genau ja, technische Assistenz oder...

00:25:07: Da ist es wahrscheinlich eher so ... zwanzig Prozent Feldarbeit und achtzig Prozent Laborarbeit.

00:25:12: Ja genau!

00:25:13: Aber es macht ja auch Spaß, die Ergebnisse aufzuschreiben und zu verpacken und sehen wo die am Ende landen, ne?

00:25:18: Wobei ich erfinde dass dauert immer alles lange in der Wissenschaft Aber es ist trotzdem schön zu sehen, was mit den Ergebnissen passiert.

00:25:25: Ja und dass man irgendwie immer neue Sachen entdeckt.

00:25:29: Da reden wir wieder vom Entdeckerton von ein paar Folgen.

00:25:32: Okay ich hoffe das hat geholfen!

00:25:36: Wir hören uns zur nächsten Folge.

00:25:37: da erzähle ich euch dann etwas zu.

00:25:39: Challenge fünf?

00:25:40: Ja dann bis zum nächsten Mal!

00:25:42: Bis zum nächsten

00:25:46: mal ciao!

00:25:49: und eine anerkannte UN Ozeandekade-Aktivität.

00:25:53: Produktion Anabel von Jackowski & Eva Rolfer, Grafikdesign Spagetti Shark Musik Florentin Seifert Schnitt und Management Anabel Von Jackowski.

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