Ins tiefe Blau: Was uns das Meer über das Leben lehrt mit Sarah Diehl

Shownotes

Was verbindet uns Menschen mit dem Meer? Welche Erfahrungen prägen unsere Sicht auf die Unterwasserwelt und wie können Bücher dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse für ein breites Publikum zugänglich zu machen?

In dieser Episode sprechen wir mit Sarah Diehl, Autorin des Buches „Ins tiefe Blau“. Wir erfahren mehr über ihren persönlichen und beruflichen Werdegang, die Entstehung ihres neuen Buches und ihre Erfahrungen beim Tauchen. Dabei geht es nicht nur um die Faszination für die Unterwasserwelt, sondern auch um die besondere Bedeutung, die das Meer für uns Menschen hat. Gemeinsam diskutieren wir außerdem, welche Rolle Literatur in der Wissenschaftskommunikation spielen kann. Wie lassen sich wissenschaftliche Themen durch persönliche Geschichten und Erfahrungen vermitteln? Und warum ist es wichtig, Menschen auch außerhalb der Wissenschaft für das Meer und seinen Schutz zu begeistern? Eine Episode über die Verbindung zwischen Mensch und Meer, persönliche Entdeckungen und die Kraft von Geschichten, unsere Perspektive auf die Ozeane zu verändern.

Ihre Webseite findet ihr hier: www.sarah-diehl.com Ihr instagram Account ist hier verlinkt: sarahdiehl

Transkript anzeigen

00:00:02: Hallo und herzlich willkommen hier beim Wellenbrecher Podcast.

00:00:14: Heute sitze ich hier, also ich Eva sitze hier heute nicht gemeinsam mit Annabelle sondern mit Sarah Diel und das freut mich total!

00:00:26: Sarah, um dich einmal kurz vorzustellen.

00:00:28: Sehr kurz!

00:00:29: Du bist Autorin, publizierst schon seit zwanzig Jahren, gibts auch Seminare zu verschiedenen Themen.

00:00:36: Bist auch aktivistisch aktiv?

00:00:38: Bist doch Aktivisten und Kulturwissenschaftlerin und lebst in Berlin.

00:00:44: Schön Dich hier zu haben!

00:00:46: Ich freue mich auch dabei zu sein...

00:00:48: Ja, Anlass ist dein neues Buch und über das wollen wir selbstverständlich auch noch reden.

00:00:52: Aber erstmal würde mich persönlich interessieren wie kam es überhaupt dazu dass du Artoren geworden bist?

00:00:58: Das ist ja nicht dein erstes Buch.

00:01:00: Ah ne, schöne Frage!

00:01:02: Also ich habe so mit dreizehn vierzehn gemerkt, dass Schriftellerei weil ich da selber erst anfing zu lesen eine Welt ist die ich mir erschließen möchte bzw glaube Das war eine Art, mir einen Zugang zur Welt zu ermöglichen.

00:01:20: Also diese Komplexität der Welt damit irgendwie umzugehen und ich glaube es war auch so ne Idee von das was die Welt mir zeigt möchte ich irgendwie verdauen und damit etwas machen und dann daraus ein Werk schaffen womit andere Menschen wieder was anfangen.

00:01:36: also für mich war immer sowas ein kollektiver Gedanke dahinter total zentral und gar nicht dieses Ich schaffe alleine ein Meisterwerk konsumieren das dann passiv, sondern für mich war das wirklich eher so was Reciprokes.

00:01:48: Also wie ich mit der Welt umgehen möchte oder wie ich mir diesem Geschenkwelt umgehen möcht und das war dann irgendwie diese ja diese Schriftstellerei

00:01:58: quasi um deinen inneres auch zu verarbeiten auf einer Atempreise?

00:02:02: Ja aber ich will sogar eher sagen um das Äußere zu ver arbeiten also um sozusagen das innen-und aus zusammenzubringen.

00:02:09: Das macht nur ein total gutes Werkzeug dafür, aber auch in gewisser Weise Verbindung aufzunehmen zu anderen Menschen dadurch.

00:02:17: Und du hast in Berlin studiert?

00:02:20: Ja genau!

00:02:21: Also ich habe einen langen Weg hinter mir von... also weil ich hatte Realschule und dann musste ich sozusagen den Umweg über so Ausbildung- und Fachhochschule nehmen, um dann am Ende doch an der Uni zu landen.

00:02:33: Genau!

00:02:34: Und war da auch sehr happy, weil das für mich wirklich wie ein Disney World war wo man einem Zugang zu tausend verschiedenen Themen bekommt.

00:02:43: Ja genau.

00:02:45: Klingt auf jeden Fall nach nem spannenden Lebensweg und gerade als Autorin ist es ja auch wichtig alle Erfahrungen mitzunehmen oder verschiedene Erfahrungen zu sammeln.

00:02:54: Also Lebenswege sind ja eher selten gerade, die Erfahrung habe ich auch gemacht und man lebt dann von allen Erfahrungen, die man auf dem Weg sammelt.

00:03:03: Ja?

00:03:04: Genau, dein Buch!

00:03:06: ins tiefe Blau heißt es, was ich unter Wasser lernte und dort tauchst du ja im wahrsten Sinne des Wortes ab.

00:03:14: Und erzählst von den vielen persönlichen Erfahrungen die Du unter Wasser gemacht hast und striks dabei Verbindungen zu Kulturgeschichte Naturwissenschaft Philosophie Wahrnehmung aber auch so etwas wie sinnliche Erfahrung.

00:03:31: Und deine vorangegangenen Bücher beschäftigten sich ja eher mit so Mutterschaft oder nicht-Mutterschaft auch, also der Kinderfrage allgemein für Frauen.

00:03:40: Oder aber auch über das Alleinsein.

00:03:43: Wie kam es dazu dass du in dem aktuellen Buch abgetaucht bist und dich diesem Ökosystem gewidmet hast?

00:03:48: Das ist ja schon ein kompletter Themenwechsel!

00:03:52: Ja, ich persönlich finde das gar nicht so ein krassem Themenwechsel.

00:03:57: Weil ich glaube, ich habe irgendwann mal gemerkt dass allgemein in meiner Arbeit geht es ganz viel darum wie wir Freiräume nutzen oder nicht nutzen können Und da hab ich mich natürlich eher angeeignet oder blieb mich dem Angeglichen über das Thema, wie so Lebensrealität von Frauen aussieht.

00:04:15: Deswegen glaube ich gegen dieses Thema über Wie können Frauen ein Leben unabhängig von Familienplanung gestalten?

00:04:23: Was ihnen aber so aufgedrängt wird auch als Lebenssinn und wie viele Ängste gibt es da?

00:04:29: und warum sind diese Ängster eigentlich so groß?

00:04:31: Wie man das dann unabhängig davon gestalten kann?

00:04:33: also wie weit ist der Selbstwert daran geknüpft in unserer Gesellschaft?

00:04:37: bedauerlicherweise.

00:04:39: Ich habe irgendwann gemerkt, dass es mich fasziniert sozusagen zu überlegen was hält Menschen davon ab eigene Freiräume zu nutzen und auch das Thema alleine sein.

00:04:51: also da geht's überhaupt nicht jetzt unbedingt um Single sein oder sowas sondern es geht wirklich darum wie so haben viele Leute so Angst davor warum empfinde ich das eigentlich als so lustvoll auch ein bisschen so alleine und für mich durch die Welt zu laufen?

00:05:04: Und wie gesagt, ich meine das unabhängig von der Frage ob man eine Partnerschaft hat oder nicht.

00:05:08: Also es wird immer so sehr daran geknüpft und ich finde das gar nicht so interessant unbedingt darüber zu lesen.

00:05:14: Aber warum sind so Angsträume, die ich eigentlich als total interessant und erkenntnisreich betrachte?

00:05:21: So Angst besetzt für viele Menschen.

00:05:23: Und von daher passt das dann schon wieder.

00:05:25: Also diesen Raum eben unabhängig vom Geschlechterbildern zu leben, unabhängig von Familienplanung zu leben.

00:05:33: Irgendwie so eigene Maßstäber, eigene Bedürfnisse auszukundschaften, dass man dann halt auch unter Wasser geht um da halt zu gucken hey das ist auch ein Raum Der ist eigentlich potenziell lebensbedrohlich für mich.

00:05:46: Aber was kann ich denn hier lernen?

00:05:49: Also deswegen, das hast du ja eben schon so schön ausgeführt, dass es da ganz viel auch um philosophische Fragen einfach geht.

00:05:56: Weil das für mich wirklich so ein... Ja, so ein Moment war den als Erkenntnisraum für mich zu... Also fruchtbar zu machen und das fand ich halt so toll.

00:06:06: Und also für mich sprudelte da so viel Leben drin.

00:06:09: Also gerade auch in dieser Konfrontation mit dem Lebensbedrohlichen dass sich darüber halt ganz automatisch angefangen hat dann mein nächstes Buch zu schreiben.

00:06:17: Wie viele Erkenntnisse liegt da in diesem Gang unter Wasser?

00:06:21: Und was für Erkenntnisse nimmt man dann halt auch mit an Land wieder.

00:06:24: Weil, für mich war dann wirklich so eine der dieser Hauptfragen tatsächlich diese schöne Satz von Hegel das Bekannte ist nicht erkannt.

00:06:34: also dass wir permanent um uns herum als selbstverständlich wahrnehmen Das sehen wir überhaupt nicht mehr in seiner Komplexität.

00:06:42: Und das ist so ein Klassiker Beispiel, dass ich erst seit ich tauche überhaupt im Gespür habe was es eigentlich Sauerstoff?

00:06:49: Was ist eigentlich Luft?

00:06:51: Das sind die elementaren Dinge, die mich hier an Land am Leben erhalten.

00:06:56: Solche Fragen aber auch ganz anderen wollte ich dann eben in diesem Buch nachgehen.

00:07:03: Ich weiß gar nicht wo ich's gelesen hab, aber irgendwas ist mal geschrieben.

00:07:06: Wenn ich das Leben begreifen will muss sich an Orte gehen die mir umbekannt sind und im Endeffekt ist es ja genau dass wenn man seinen eigenen Blick erweitern will dann muss man vielleicht auch mal unter der Wasseroberfläche gucken.

00:07:21: Wir als Meeresbiologen sagen das schon lange gerade eben weil dieses Ökosystem mehr für uns selbst hier an Erde auch so wichtig ist und weil wir das natürlich schützenswert finden.

00:07:32: Wie bist du denn zum Tauchen gekommen?

00:07:35: Kannst du dich an deinen ersten Tauchgang noch erinnern.

00:07:37: Ich hab tatsächlich eher spät angefangen, also so mit Mitte Ende dreißig war ich tatsächlich... Und das war wirklich diese Lust, diesen Planeten neu zu erkunden.

00:07:47: Also ich komme halt, wie gesagt eher aus so einer von Frauenpolitischen Themen, gesellschaftspolitischen Themen habe eben auch als Aktivistin auch lange zum Beispiel Frauen unterstützt die ganz konkret in Polen eine ungewollte Schwangerschaft hatten und den hab' ich geholfen nach Berlin zu kommen um denen da zu helfen.

00:08:10: Also das waren aber eben so Themen, die immer so schwer waren.

00:08:14: Ich sag mal auch einen sehr reduzierten, auch manchmal sehr pessimistischen depressiven Blick einfach auf die Welt eingegeben haben.

00:08:22: Also womit wir Menschen... also was wir für eine Hölle für uns gegenseitig geschaffen haben und ich glaube ich musste da dringend mal raus und dringende mal ein Perspektivwechsel haben wie fantastisch dieses Leben eigentlich ist.

00:08:35: Und es ist halt einfach generell etwas, was wir in diesem ganzen Ja, in dieser Welt die wir als Menschen geschaffen haben, wo es eben wirklich um so ganz klare Leistungsnarrative und diese Idee von du bist nie genug.

00:08:49: Und auch solche Themen wie Wir haben in der Aufklärung gelernt Körper und Geist zu trennen und komplett eigentlich fast gegen unsere körperlichen Bedürfnisse zu arbeiten und alles nur auf Arbeit und Erfolg und Leistungen und Mürauszurichten was uns aber auch als Menschen total getrennt hat.

00:09:10: Wir sind ja alle so Einzelkämpfer geworden und fühlen uns gar nicht mehr verbunden in dieser Welt oder miteinander... Und ich glaube, ich brauchte da einfach dringend so einen radikalen Perspektivwechsel um Leben neu zu betrachten und das gelang mir halt sehr gut an einem Ort der mir total fremd war.

00:09:28: Also der im Grunde total diesen Planeten ausmacht aber der mir totalmente fremdt war.

00:09:33: Da war neben die Frage was kann ich da mitnehmen wieder ins Leben hinein wenn ich mich diesem Raum mal aussetze?

00:09:41: So fängt es an!

00:09:43: Und wo war dein erster Tauchgang?

00:09:46: Das war gar nicht so spektakulär im Sinne von Unterwasserwelt, aber es war einfach nur, weil dieses Tun natürlich toll ist.

00:09:54: Es ist relativ egal, wo man zum ersten Mal taucht.

00:10:01: Die Landschaft, die man erkunden will, ist der eigene Körper dabei und ich finde das auch sehr schön, dass irgendwann mal eine Taucherin zu mir sagte, die ersten dreißig bis fünfzig Tauchgänge bist du einfach mit dir selber beschäftigt!

00:10:12: Und das fand ich sehr, sehr schön, dass auch jemand das mal klar sagt.

00:10:16: Weil es ist einfach eine Herausforderung und es ist auch interessant genug sozusagen um diesen Sport in Anführungsstrichen nachzugehen.

00:10:25: Genau!

00:10:27: ging es dann aber ja ins rote Meer und was ich auch sehr schön fand, war tatsächlich so Malediven.

00:10:34: Aber... Ich habe auch durchaus angefangen in Berliner Seen zu tauchen weil man muss natürlich nicht immer eine Flugreise haben ne?

00:10:41: Und dann immer so an den Anführungsstrichen exotische Orte gehen und dann immer nur der Run auf die Wahl heilige, oder es muss gar nicht immer dieses spektakulär große sein.

00:10:54: Sondern ich finde es auch toll gerade diese kleinen Sachen mal zu sehen.

00:10:57: Und gerade auch in Berliner Seen gibt's hier wirklich so ganze Unterwasser-Dschungel an eigene Wäldern.

00:11:04: Das ist schon total toll da einfach mal ein bisschen rumzuplanchen.

00:11:07: Und das schafft man ja sogar mit Abnühen.

00:11:09: Man kann ja relativ schnell lange die Luft anhalten und dann kommt man auch mal eine Minute durch diesen Algenwald und das ist schon toll genug eigentlich.

00:11:19: Ja, das stimmt!

00:11:20: Und ich finde es verschiebt auch immer noch mal den Blick aufs Kleine.

00:11:23: Ich muss gestehen...ich habe an der Ostsee tauchen gelernt?

00:11:25: Also ich bin...Ich hab bestimmt weniger Tauchgänger als du und ich habe das immer nur für die Wissenschaft genutzt.

00:11:32: also für mich war das eher ein Handwerk.

00:11:34: aber ich habs in der Ostseee gelernt und ich weiß auch noch das erste Mal als ich dann...also ich habe vorher auch See-Sterne unter Wasser gesehen tauchend, sondern wenn dann wirklich nur immer so kurz runtergetaucht und wieder hoch.

00:11:47: Also abnünmäßig Und wenn man dann wirklich mal so ganz ruhig im Wasser liegen kann und die Tiere beobachten kann Man kann das gar nicht beschreiben.

00:11:57: Es ist wie du gesagt hast um man selber total auf sich fokussiert.

00:12:00: Wann hat man das Mal in der heutigen Zeit?

00:12:02: Stichwort alleine sein wider?

00:12:03: wir geben uns ja immer irgendwie von Menschen und sei es nur durch Social Media oder weiß ich nicht.

00:12:10: Das hat man unter Wasser eben nicht.

00:12:12: und ja, genau also ich war tatsächlich bisher nur in der Ostsee tauchen.

00:12:16: Ich habe es in Deutschland dann an der OstSee gelernt und dann in Finnland an der Oste hab' ich immer meine Proben genommen.

00:12:22: Aber hast du denn nur einen Krockentauchanzug das gemacht oder mit nur Neoprenen?

00:12:27: Weil's ist auch sehr kalt?

00:12:28: ne

00:12:30: Ja, ich habe es im Neoprenen gelernt und dann später im Trockentauchanzug.

00:12:34: Aber ich war auch teilweise bei minus ein Grad tauchen.

00:12:36: also das geht da nicht ohne Trockentauschanzug aber immer mit nass Handschuhen weil ich sonst nicht unter Wasser arbeiten konnte.

00:12:41: Also meine Finger waren steif nach dem Tauchen!

00:12:45: Aber ist natürlich auch eine andere Art und ich glaube dadurch dass sich dann immer Proben nehmen musste hatte ich auch immer eine andere art so mein Unterwasser wahrzunehmen.

00:12:55: Aber ich muss sagen, es war dann natürlich immer im Laufe meines Arbeitsalltags und ich hab's genossen.

00:13:00: Das war eine stunde Ruhe ne?

00:13:01: Eine stunde ruhe um mich rum!

00:13:03: Ich konnte mein Ding machen... Ich war für mich also klar, ich war nie alleine unter Wasser.

00:13:07: meine Tauchbadis waren irgendwie dabei aber die haben dann ihre Proben genommen Und Es ist schon.

00:13:14: Also das ist eine sehr prägende Erfahrung.

00:13:16: jetzt ist mein letzter Tauchgang ein bisschen her aber bestimmt kommt er auch nochmal wieder.

00:13:22: Genau Wie viele tauchgänger hast du denn insgesamt?

00:13:29: Keine Ahnung, ehrlich gesagt.

00:13:30: Ich habe lange nicht mehr in mein Tochbuch nachgeschaut.

00:13:32: Da bist du auf jeden Fall über hundertfundhundfünfzig.

00:13:35: Also irgendwie so um den Dreh wahrscheinlich ja.

00:13:38: Ja und Du hast wahrscheinlich mit Neoprenanzug dann getroffen?

00:13:41: Genau immer.

00:13:41: nur ich hab das nie gelernt mit Trocken... also ich habe noch mal überlegt ob ich mir diese... also wirklich nochmal an Also in Grönland oder in Island zum Beispiel zu tauchen, weil ich das schon echt nochmal gerne machen würde in diesem kalten Wasser.

00:13:58: Aber ich weiß noch nicht ob ich das packe!

00:14:00: Das ist schon eine Herausforderung.

00:14:02: Ich kann mich erinnern an so ein Interview mit einem Mann der das gemacht hat und der meinte erst drei Monate später hatte er das Gefühl gehabt, dass er wieder warm war.

00:14:12: Das ist sehr interessant.

00:14:15: Ich kann mir vorstellen, es ist eine Kälte die geht so durch und durch und bleibt erst mal.

00:14:20: Ja ich glaube das kommt ein bisschen drauf an wie seh man sich und seine Limits pruscht.

00:14:24: Das ist

00:14:27: ja auch eine schöne Herausforderung.

00:14:29: Eben als Eisregionen finde ich schon wahnsinnig spannend.

00:14:31: da würde ich gerne noch einmal

00:14:34: hin.

00:14:35: Das stimmt.

00:14:36: Ich musste gestehen, also ich hatte das einen Tag, wo ich nach einem Tauchkrank gesagt habe okay heute geht gar nichts mehr bei mir, ich lege mich nur noch mit einer Wärmslasche ins Bett.

00:14:43: aber das war dann auch ok und danach wusste ich dann auch Bescheid.

00:14:46: soweit gehe ich nicht nochmal.

00:14:48: Das war einfach fünf bis zehn Minuten.

00:14:50: so lange ist so lustig weil fünf biszehn Minuten es überhaupt nicht viel.

00:14:53: aber in so kalten Wasser kann fünf bis zehn Minuten eben dann doch sehr lange sein.

00:14:58: Aber in dein Buch berichtest du ja auch von anderen gefährlichen Situationen, die dir vielleicht erst im Nachhinein gefährlich oder wurde vielleicht erst dem Nachhinaien klar wurde.

00:15:10: Dass sie gefährlich wurden wie zum Beispiel Kontakt mit Manterochen oder Heinen oder so das hatte ich nie vom Tauchen abgehalten?

00:15:18: Nee überhaupt nicht.

00:15:19: also weil ich fand auch sozusagen der Entgegner fand ich nie als irgendwelche großen Tiere sondern der entgegener bin ja immer am Kunde ich selbst also in Sinne von die Angst die Panik Also diese Unruhe, die man eventuell hat oder Unbedachtheit.

00:15:36: Ich glaube das ist einfach was einem richtig gefährlich wird und ich habe halt echt mal wahrgenommen... Ich hab sozusagen mehr Angst vor Schiffwrax als vor Schreien zum Beispiel weil ich dachte eben dass was mir gefährlich wir es sind halt Angstgefühle so dass sich dann schnell nach oben will oder dass ich irgendwas mache was was was gefährlich ist weil ich mich nicht mehr so richtig unter Kontrolle habe Als dass ich jetzt eben einen großen Tier begegnet tatsächlich.

00:16:07: Ich gehe ja auch über die Straße ohne Angst vor Autos zu haben, obwohl ich weiß wie viele Leute im Autoverkehr zu Tode kommen.

00:16:16: aber es ist wirklich... Das fand ich auch so spannend an diesem Gang unter Wasser, dass ich dort weiß, ich muss Ruhe bewahren.

00:16:23: Weil das ist sozusagen das Allerwichtigste.

00:16:25: um klarzukommen Ich kann da unten alles lösen solange ich ruhe bewahre und es ist ja auch so Meistens hat man ja genug Sauerstoff dabei.

00:16:35: oder halt ein Buddy der einem dann noch helfen kann selbst wenn man sich in nem Wrack verheddern würde.

00:16:43: Aber die Angst oder eine Panikattacke an dem Schiffsfrag, also das war für mich der gefährlichste Moment tatsächlich.

00:16:49: Wo ich das Gefühl hatte, ich kann nicht mehr ruhig atmen, hyperventiliere weil ich auf einmal diesen kalten Friedhof vor mir sehe und auf einmal diese ganze Agonie gespürt habe von Menschen, ... ertrunken sind und da Ruhe zu bewahren, weil das war tatsächlich auch die erste Panikattacke meines Lebens.

00:17:07: Ich sage auch immer ich hätte gerne vorher an Land geübt wie man damit umgeht.

00:17:12: Das war echt noch mal eine Nummer!

00:17:14: Das war ganz schön krass.

00:17:15: aber das war eben wenn man es überstanden hat ist natürlich auch ne höchstinteressante Erfahrung... Wie man eben körperlich so reagiert.

00:17:25: Und ich habe ja ein ganzes Kapitel überschrieben mit dem Satz, mein Körper ist fast idiotensicher.

00:17:35: Wo es auch darum geht wie fasziniert ich davon bin?

00:17:40: Was mein Körper alles reguliert, was ich überhaupt nicht weiß.

00:17:45: Ich bin total hin und weg und voller Wertschätzung einfach dem Körper gegenüberseitig tauche weil ich einfach weiß... ...was der alles kann und weiß und wie intelligent mein Körper einfach ist.

00:17:57: Aber bei so etwas wie eine Panikattacke da kann man natürlich das nicht immer so komplett unter Kontrolle haben.

00:18:02: Und es ist halt schon noch mal ne andere Nummer.

00:18:04: aber dann lernt man halt auch eine Menge draus.

00:18:07: also wie wichtig einfach so Fokus ist Wie sehr man sich selber regulieren kann durch ruhiges Atmen oder dem Versuch von ruhigem Atmen, das fand ich schon wirklich phänomenal.

00:18:19: Ist es so wie du da auch dann rausgekommen bist?

00:18:23: wieder zu dir gefunden hast oder hast du dein Buddy verständigt?

00:18:27: Ja, ich hab schon mein Buddy verstandigt.

00:18:30: Aber das ist halt immer doch die Frage was genau verstehen die wie schlimm die Situation gerade ist so ne.

00:18:36: Nee, ich habe mich auch den Geiter dabei war, habe ich klar gemacht also indem ich so Handbewegungen über meine Lunge gemacht habe dass ich grade wirklich Ja, nicht ruhig atmen kann.

00:18:46: Und er hat mir dann im Grunde mich an einen Ankerseil noch hingebracht wo ich mich festhalten soll und dann eben wieder zur Ruhe kommen kann.

00:18:55: Das hat auch ganz gut geklappt sich einfach irgendwo festzuhalten und sich zu konzentrieren aber wirklich zu wissen da sind jetzt trotzdem noch so zwanzig, fünfundzwanzig Meter Wasser über mir bevor ich wieder richtig durchatmen kann Und dieses Gefühl, dass die Tarierjacke sich wirklich um einen zwängt als würde der ganze Ozean so drauf liegen.

00:19:20: Das war echt schlimm!

00:19:23: Ich fand es auch gerade im Nachhinein, dass Taucher sich so wenig... Unterhalten über Ängste auch.

00:19:30: Ich denke, das sollte vielleicht eine Teil der Ausbildung sein, wie man mit so was umgeht.

00:19:35: Aber es ist natürlich immer etwas, was Leute nicht gerne zugeben oder wo man denkt, das ist fast von fahrlässig, wenn man das zugibt, dass man überhaupt Angst hat.

00:19:43: Das ist eine Art Kontrolllosigkeit und unter Wasser muss man alles unter Controller haben.

00:19:48: Da darf man sich nicht entblößen, über solche Dinge zu sprechen.

00:19:52: Und ich denke aber genau dadurch ... kriegt man aber Probleme, dass man über diese Schwächen und Ängste nicht spricht.

00:19:59: Das fiel mir in diesem Moment auch noch mal sehr auf.

00:20:02: Aber davon abgesehen möchte ich trotzdem dafür bledieren... der dieser Gang unter Wasser mir mehr Vertrauen gegeben hat in meinen Körper, als dass diese Angstgefühle irgendwie dominant waren oder wurden.

00:20:18: Also tatsächlich ist es so das ich mich nochmal komplett neu verknallt habe in meinem Körper Und in alle anderen Körper, die auf der Welt so sind auch gleich mit.

00:20:29: Weil ich wirklich verstanden habe ja wie smart was für unglaubliche Meisterwerke diese Körper sind und das war auch ein Grund warum mich angefangen hat mich mit Evolution noch mal auseinander zu setzen.

00:20:42: und obwohl es das nicht geplant hatte hab ich dann den ganzen Kapitel über Evolution geschrieben in dem Buch, auch weil ich das so faszinierend fand und nochmal mir dazu machen was für ein krasser Move es eigentlich war dass wir überhaupt an Land gegangen sind.

00:21:00: Also wie kam's eigentlich dazu?

00:21:04: Und das waren ja tatsächlich die Flechten.

00:21:06: Also auch Organismen, die wir eigentlich total unterschätzen oder gar nicht wahrnehmen und mittlerweile bin ich auch total verliebt in die Fleichten und immer wenn ich eine sehe denke ich so wow echt so.

00:21:16: danke du hast mir geholfen an Land zu kommen weil es ist ja eigentlich ein ziemlich Häftige Sache gewesen, wenn Wassertiere an Land gehen.

00:21:25: Also hier wir werden von der Sonne vertrocknet die Schwerkraft lastet auf uns.

00:21:31: Wir müssen gucken wie wir unseren Wasserhaushalt neu regulieren...die Hitze das war schon echt also auch zu verstehen.

00:21:40: Das Land ist eigentlich das lebensbedrohliche Exil gewesen, wo wir hingekrochen sind erst mal.

00:21:46: Und das Wasser was jetzt für mich eher lebens bedrohlich ist war der ganz natürlichere Ort, wo sich Leben entwickeln kann.

00:21:53: Also lernt schon diese Komplexität mehr zu spüren auch in meinem Körper.

00:21:58: Das hat mir noch einmal so eine Lust an diesen Planeten gegeben den ich versucht habe in Worte zu fassen.

00:22:07: Ist ja auch gut gelungen.

00:22:09: Jetzt hast du gerade schon zwei Beispiele genannt, was du alles gelernt hast.

00:22:12: Einmal Unterwasser viel über dich zum Beispiel im Zuge dieser Panik-Attacke aus der du dann ganz viel über dein Körper gelernt hast und vielleicht auch so deine Psyche aber auch natürlich um deine Umwelt.

00:22:26: Vielleicht waren jetzt grad das Beispiel.

00:22:28: würdest du sagen Du hast unter Wasser mehr über Dich gelernt oder mehr über Deine Umwelt unter Wasser?

00:22:34: Ich glaube eher die Verbindung davon, weil wir haben ja eben auch durch die Aufklärung alle Augen auf Dekat gelernt.

00:22:48: Oder was hast ihr gelernt oder uns eingebildet?

00:22:51: Ich habe angefangen mit einer großen Leidenschaft zu erklären, dass eben Körper und Geist getrennt sind.

00:22:57: Und ich glaube das ist eine der Gründe warum wir da sind wo wir sind nämlich in einer ziemlichen Misere einer Unverbundenheit von uns und dem Rest Natur indem wir leben, indem wir uns ja irgendwie abgekapselt von empfinden Und ich glaube, dass das wirklich fatal war für uns Menschen und auch einer der Gründe warum wir überhaupt eben Lebensgrundlagen die wir brauchen und haben so schlecht behandeln und so eben nur über Ausbeutung denken.

00:23:29: Sodass wir selber nicht mehr merken, dass wir uns unser eigenes Grab geschaufelt haben in den letzten Jahrzehnten.

00:23:34: Also so eine Unverbundenheit muss man erst mal schaffen!

00:23:39: um Umweltserstörung so voranzutreiben, wie wir das getan haben.

00:23:42: Und ich finde es schon wichtig dass wir das wirklich in einem großen Kontext einfach betrachten was tun wir uns an?

00:23:49: Was tun wir anderen Lebewesen an?

00:23:51: und wie getrennt sehen wir uns als Menschen von einer Natur die uns aber total durchdringt und umschließt?

00:23:58: Wir sind keine Außenstehenden natürlich, aber wir wollen uns so sehen.

00:24:03: und was für ein Kontrollbedürfnis ist eigentlich dahinter.

00:24:07: Was für einen Machtbedürfenes ist da hinter?

00:24:08: Warum haben wir das eigentlich?

00:24:10: Also es war wirklich dieser Zusammenhang den ich dann noch mal besser verstanden habe und verstehen wollte und den ich auch vermitteln wollte in dem Buch tatsächlich.

00:24:22: Und es gibt ja Den werden wahrscheinlich deine Kolleginnen und Kollegen auch kennen, weil der auch ein Pionier war.

00:24:30: Was unter Wasserforschung betrifft William Baby.

00:24:32: Das war einer der ersten, der die Battisfair entwickelt hatte um wirklich unter Wasser zu gehen noch vor den PK, der PK-Familie.

00:24:46: Und der hat nämlich, weil er Wissenschaftler war, der hat immer gesagt.

00:24:50: Er wünschte, er könnte diese Natur beschreiben als... als Poesie, also ich erwünschte er könnte eben auch wissenschaftliche Texte schreiben die so eine Poetik mehr zulassen.

00:25:01: Also wie auch Leute wie Rachel Carson das dann gemacht haben mit dem Stummen Frühling zum Beispiel und das sind ja auch wirklich Pioniere gewesen, die wirklich versucht haben das beides zusammenzubringen.

00:25:11: Also wirklich Wissenschaftssprache, wissenschaftlich Erkenntnisse zusammen Wirklich auch dieser Poesie, die Umwelt und Natur und unser Leben in uns entfacht.

00:25:23: Um wirklich Menschen zu erreichen und denen zu zeigen... Hey!

00:25:29: Das ist um das fühlbar zu machen was uns hier umgibt Und diese Lust und den Genuss der Natur für uns bietet Dass es etwas ist, was wir leben können Was wir schätzen können Wogegen wir nicht dagegen arbeiten müssen Sondern wo wir miteinander arbeiten können.

00:25:45: Und ich hab mir immer gedacht, ich bin total froh, dass sich diesen Wunsch von William Baby auch in diesem Buch so ein bisschen umsetzen kann.

00:25:53: Also das Verständliche zu machen und zwar halt in beide Richtungen.

00:25:57: also es freut mich sehr wenn Leute die mit Forschung nichts zu tun haben dann das Buch lesen damit was anfangen können und ich hoffe auch, dass auch Forscher mit dem Buch viel anfangen könnten weil ich versucht habe Dinge zu artikulieren also auch so einen Wunder und eine Leitschätzung so ein Ohr, was Sie vielleicht in Ihren Texten ja dem sie da keinen Raum geben können weil es nicht erwünscht ist zum Beispiel und der Wissenschaftssprache.

00:26:25: Also ich kann für mich erzählen... Ich habe das Buch dann auch gelesen, dass für mich vor allen Dingen die Aspekte der Kulturgeschichte, in die du eben einbringst, die waren für mich alle sehr neu ne?

00:26:37: Weil also da kenne ich mich halt nicht mit aus!

00:26:39: Auch die ganzen philosophischen Aspechte aber natürlich auch Ja, sinnes Wahrnehmungen die du beschreibst da habe ich auch noch nicht so drüber nachgedacht.

00:26:47: Die naturwissenschaftlichen Aspekte waren wir... ...auch nicht alle bewusst.

00:26:51: also das macht natürlich schon Unterschied ob sich jemand hinsetzt und dann mal wirklich alles überlegt oder weil ich forsche ja auch nur an einen mini kleinen Experten den war nämlich kleine Krabbeltiere in der Ostsee ne?

00:27:01: Und darüber hinaus geht das Buch dann ja doch schon.

00:27:05: Aber wie wars denn für dich deine persönlichen Erfahrungen mit Naturwissenschaften zu verbinden?

00:27:11: War das so dass du schon immer bei den Tauchgängen darüber nachgedacht hast und danach vielleicht eigentlich in die Recherche gegangen bist?

00:27:18: oder kam das jetzt wirklich im Zuge dessen als des Buch entstanden ist, dass du dich hingesetzt hast.

00:27:23: Und ja weiß nicht, vielleicht noch mal den einen oder anderen Artikel gelesen hast oder es wahrscheinlich das Internet mitdurchforscht hast?

00:27:30: Genau!

00:27:32: Tauchen war für mich erst mal eine sinnliche Erfahrung vor allem und aber die eben so viel Fragen aufgeworfen hat, dass ich halt ja dann an Land wieder dann eben die Bücher aufgeschlagen habe tatsächlich genau.

00:27:44: Und was... Ich hab' eben schon gesagt, wenn man von Wasser umschlossen ist wird einem klar wie prekär das mit der Luft eigentlich ist und es wurde bitte einfach relativ schnell klar wirklich wie kostbar oder wirklich unglaublich diffiziel einfach, dass das Leben ist.

00:28:04: Dass es mir Leben ermöglicht.

00:28:06: Also eben allein schon so was wie Luft und Sauerstoff.

00:28:10: Und wirklich auch zu überlegen okay ich bin zwar wenn ich im Ozean bin, bin nicht umschlossen von Wasser aber an Land bin ich umschlossen von Atmosphäre also von einem Luftozean der ja auch ungefähr achtzehn Kilometer nach oben reicht also zwölf bis achtzehnt Kilometer Und das habe ich halt vorher auch noch nie so gesehen, dass ich in einem Ozean von Luft überhaupt bin.

00:28:31: Der mir das Leben ermöglicht und daran knüpfen sich natürlich tausend Fragen also auch über meine körperliche Physiologie über die Entwicklung von Sauerstoff und Luft natürlich.

00:28:44: Deswegen hab' ich auch wirklich angefangen mit okay hier ist Wasser wie kam das erste Leben da rein?

00:28:50: Wie ist Sauerstoffs überhaupt entstanden?

00:28:53: Und wie greift das alles ineinander?

00:28:55: Also auf einmal war ich wirklich in so einem Wunderkasten an Lebendigkeit drin.

00:29:02: Ich muss immer drüber lachen!

00:29:05: Also wenn ich mir Science-Fiction-Filme anschaue, wo wir uns irgendwelche komischen anderen Planeten ausdenken und wie wundersam das Leben da ist.

00:29:13: Und ich denke dann immer hey Leute ihr seht gar nicht mehr was für ein Science-fiction Alien krasser Kram hier um uns herum ist oder auch ich selber.

00:29:21: also dass mein eigener Körper eigentlich das krasseste Alien ist, was mir je im Weltall begegnen wird wahrscheinlich und das nicht mehr zu sehen, also nicht mehr so zu wertschätzen.

00:29:34: Was für ein Wunderwerk das hier ist!

00:29:37: Und für mich war es eben auch ganz klar wenn wir den Leuten begreiflich machen wollen was wir hier verlieren dann müssen wir in die Wertschätzung rein und ich glaube das ist vielleicht auch etwas... und das ist überhaupt kein Vorwurf von wegen dass irgendwelche anderen Umweltaktivisten da was falsch gemacht hätten.

00:29:55: aber ich glaube dieser Teil dieser unglaublichen Verliebtheit und in diese Schönheit und Komplexität des Lebens ist etwas, wo man Leute natürlich auch nochmal überzeugen kann sich mehr zu engagieren und bewusster mit dem Leben umzugehen.

00:30:10: Ich kann kein Wasser mehr verschwenden seit ich weiß wie was für ein Wahnsinn Wasser überhaupt isst.

00:30:19: aber nur weil das eben so dummistiziert durch die Leitung kommt denken wir halt ah dass es so endlos da und es ist nichts Besonderes Und wirklich zu verstehen, wie komplex Wasser eigentlich ist.

00:30:29: Eben auch ganz anders als andere Flüssigkeiten das Wasser im Grunde wirklich dafür gebaut ist Leben zu ermöglichen Das ist so unglaublich und sowas wieder den Leuten klarzumachen also über diese Wertschätzung über die lustvolle Aneignung dieses Wissens zu gehen Mittel, ja Leute auch für Umweltthemen dann zu motivieren einfach.

00:30:55: Aber ich muss trotzdem auch sagen obwohl ich jetzt wirklich mehr diese Begeisterung und diese Schönheit betonen wollte wurde mein Buch schon auch für mich wie so eine Art Trauerbegleitung.

00:31:07: also weil mir halt wirklich nochmal klar wurde wow was ist das hier?

00:31:11: Wie toll ist es hier und was verlieren wir hier.

00:31:14: Und es ist natürlich auch so eine irre Schade, wenn man eben bedenkt die ganzen Techniken, die wir jetzt haben um unter Wasser zu gehen.

00:31:23: Also wirklich tief runter, die Tiefsee zu erkunden.

00:31:26: Diese Techniken ermöglichen natürlich noch mehr Ausbeutung und wahrscheinlich komplett fatale Eingriffe, die uns in den nächsten Jahrzehnten eventuell komplett an den Kragen gehen werden.

00:31:40: Also nach anderen Lebewesen natürlich auch.

00:31:43: dass es auch so was für ein zweischneidiges Schwert das natürlich ist.

00:31:47: Dinge Auszug von Schaften und dann der Ausbeutung frei zu geben.

00:31:52: Deswegen fand ich diesen Move interessant, dass jetzt ja eine Möglichkeit oder eine Versuch ist, einen natürlichen Phänomenen Persönlichkeitsrechte zu geben, Art in der Rechtsprechung, wie man versucht zum Beispiel Lagonen oder Wäldern oder Seen flüssen.

00:32:16: Da zu sichern dass die sozusagen Persönlichkeitsrechte bekommen damit man ihnen nicht mehr ihre Lebensgrundlage entziehen kann.

00:32:25: Ja da hab

00:32:26: ich noch nicht von gehört das ist echt klar!

00:32:28: Es

00:32:29: gibt seit ein paar Jahren und ich finde also es gibt in Spanien, in Ecuador, in Guatemala Also, so Bestrebungen oder hat sich auch schon durchgesetzt.

00:32:41: Ich finde es deswegen auch so interessant weil wir natürlich vorher also bis vor Kurzem oder viele machen das ja immer noch Wir haben immer so dass Monströse in den Ozean hinein interpretiert.

00:32:51: Das ist wie das Unbewusste der Welt Das ist irgendwie die Ursuppe der Evolution Da sind die Monster, da ist das total undurchdringliche.

00:32:59: Und da jetzt aber sozusagen eine Art von Persönlichkeitsrechter dem reinzugeben, das finde ich so ein wahnsinnig schönen interessanten Shift.

00:33:09: Also vom Monster zu Persönlichkeitsrechten was bei Wahlen zum Beispiel auch offensichtlich ist.

00:33:15: also wale waren bis vor hundert Jahren noch Monster Und mittlerweile machen wir die ja fast so, fast heiligen.

00:33:22: Das ist ja auch sehr interessant was wir da lernen.

00:33:24: aber was für eine Sehnsucht uns mit dem Leben zu verbinden und das Leben zu verstehen haben wir da eigentlich.

00:33:30: Was sich da artikuliert in so einem Schiff.

00:33:34: Genau dass finde ich schon... sehr spannend und das sind so Sachen, so versuche die jetzt gerade ja gemacht werden.

00:33:41: Ich weiß nicht ob das noch irgendwie das Ruhel da rum reißen kann aber es gibt eine Perspektive wie man's überhaupt machen kann und das finde ich schon auch interessant.

00:33:50: Ja bei den Wahlen hast du ja auch in deinem Buch geschrieben und dein Buch kam ja im Juli raus?

00:33:56: Ich weiß gar nicht mehr wann diese ganze Timmy-Geschichte war, war das auch im Julii?

00:33:59: Ja ich glaube Julii...

00:34:00: War was ich gerade im Inklektorat war.

00:34:02: Ich hab echt keinen Bock, ich habe so keinen Bock damit jetzt auch noch zu beschäftigen.

00:34:08: Das ist so elend.

00:34:08: Ja ne, nee, ich kann es verstehen.

00:34:11: Ähm... Ich hab dann nur als ich das gelesen hab eben diese Monster-Geschichte dass äh ich glaube du sprichst da auch über ein Volk wo das nur eine Generation quasi gedauert hat von Monster zu ... dem respektwürdigen Lebewesen.

00:34:26: Und da muss ich direkt an Timmy denken und auch wie vor hundert Jahren, hundertfünfzig Jahren eben noch mit Wahlen umgegangen würde... ...und dass das sogar kein Thema gewesen wäre hätte, da so ein Wahl gestrandet.

00:34:37: Naja!

00:34:38: Und wie wichtig dann eben auch die Wahrnehmung von Dingen ist und die Blickweise aber eben auch das Wissen.

00:34:46: du hast es gerade selber gesagt, je näher man sich mit diesem Lebensraum beschäftigt.

00:34:52: Mit dem Meer, desto mehr erkennt man vielleicht auch wie schützenswert der eben ist und desto trauriger wird die ganze Geschichte, die wir hier auf der Erde fabriziert haben.

00:35:01: eben auch Wir sagen auch schon lange hier in diesen Podcast Man kann nur so richtig schützen was man kennt und deshalb ist es so wichtig dass wir das Meer erforschen natürlich die ganze Umwelt erforscht nicht nur das Meer Aber nur wenn wir etwas darüber erfahren, dann wissen wir eben auch ja wie wir es schützen können.

00:35:20: Im welchem Rahmen wir es Schätzen können das wir es überhaupt schützen kann und was das für die Gesellschaft an sich aber eigentlich auch bedeutet ist dass wir vielleicht auch erst dann so ein kollektives ja schützenswertes Bedürfnis für das mehr erfahren wenn wir alle das mehr kennen und auf eine gewisse Art und Weise kennenlernen.

00:35:43: Und ich glaube deshalb sind Bücher wie deine wichtig, damit man eben diese Wahrnehmung die man im Meer hat, die eben nicht jeder machen kann, nicht jeder kann tauchen gehen.

00:35:53: Das ist natürlich auch völlig privilegiert.

00:35:56: Das können wir vielleicht auch mal sagen weil Tauchen auch teuer zum Beispiel ist und auch Ressourcen erfordert und man an bestimmte Orte muss es einfach nicht jedem zugänglich.

00:36:08: Das stimmt, aber deswegen habe ich das noch mal betont mit den Berliner Seen.

00:36:11: Also weil es ist natürlich... also klar, also Malediven macht man jetzt nicht oft.

00:36:17: Aber man kann schon dieses Wunder wirklich in dem nächsten See erleben.

00:36:25: Ja und es ist auch voll fein wenn Leute keinen Bock auf tauchen haben.

00:36:29: Deshalb ist es ja so cool, wenn es Bücher wie deine gibt dass man abtauchen kann oder eben Filme, die in die Richtung gehen oder Hörspiele oder genau einfach damit die Leute diese Wahrnehmung unter Wasser.

00:36:42: Damit denen das auch zur Verfügung gestellt wird und damit klar wird warum das Ganze so schützenswert ist.

00:36:47: wir haben hier unseren Podcast schon öfter von Blue Citizenship geredet.

00:36:51: ich weiß nicht ob ihr das begriffen.

00:36:54: das bedeutet im Prinzip wie Meeres verbunden oder wie doll das Thema mehr eine Rolle spielt in unserer Gesellschaft.

00:37:02: Man kann sich zum Beispiel vorstellen, wenn man ganz nah an der Küste wohnt dann ist es natürlich viel präsenter.

00:37:08: In Berlin ist es wahrscheinlich eher so, dass man das Meer nicht direkt auf der Nase, da fühlt man sich im Alltag vielleicht weniger dem Meer verbunden.

00:37:15: du hast es gerade selbst gesagt also Wasser kommt aus der Leitung und ich persönlich glaube, viel bewirken können.

00:37:27: Und ich wollte dich eigentlich fragen, was du denkst?

00:37:30: Was dein Buch auch so ein bisschen bewirkt kann für Leute die das mehr eben nicht direkt vor der Haustür haben und die ihre Meeresverbundenheit im Alltag vielleicht so'n bisschen verloren gegangen ist.

00:37:42: Eben, dass das Wasser kommt ja auch zu uns.

00:37:44: Wenn man muss ja nicht zum Wasser gehen sondern Wasser ist ja um uns herum und ich glaube, dass auch Leute die nicht tauchen wenn sie diesen Perspektivwechsel mal machen den ich in dem Buch versucht habe dann werden wir es auch alles anwenden können oder sehen können in der Umwelt um sie herum.

00:38:02: also ich hab deswegen gedacht, ich will also demnächst mehr in die Berge gehen.

00:38:07: Weil ich sozusagen den Blick, den ich unter Wasser gelernt habe, den will ich jetzt auf die Berger anwenden oder auch andere Landschaften um wieder eben zu sehen, was ich da sehe.

00:38:19: Also wirklich zu sehen und durchdringen... Was mich auch durchdreht letztendlich so, was um mich herum ist.

00:38:28: Deswegen muss man überhaupt nicht tauchen.

00:38:30: Ich habe alles was ich getan oder gelernt habe das kann man in der Natur um sich herum.

00:38:37: Das kann man auch in der Stadt um sich herum.

00:38:39: Ich finde es total interessant die Stadt so zu betrachten dass man wieder sieht was das für ein Gebilde ist.

00:38:46: In diesem Blick.

00:38:48: Genau, deswegen glaube ich das... Ich habe dieser Perspektivwechsel ist eigentlich ganz leicht.

00:38:53: Man muss nur einfach mal wieder kurz in sich gehen und der Stille und einfach mal den Wasserhahn anstellen und was über seine Hände fließen lassen und wirklich überlegen.

00:39:02: meine Güte!

00:39:03: Was ist das?

00:39:04: Das ist flüssig!

00:39:05: Das ist ja der Hammer!

00:39:06: Ich trinke das und wenn ich mich reinbegebe dann ersticke ich.

00:39:12: Was ist denn das für eine

00:39:13: Komplexität?!

00:39:15: Ich kann das jetzt in dem kurzen Podcast nicht erklären, aber es ist wirklich wert sich mal die Physiologie von Wasser genauer anzusehen.

00:39:23: Da gibt's ja auch sehr interessante Texte oder auch YouTube-Videos von diese siebzig Anomalien von Wasser gegenüber anderen Flüssigkeiten.

00:39:33: Das ist absolut faszinierend was für eine Kreatur das ist.

00:39:37: und es gibt ja auf diesen Science-Fiction-Autor Stanislav Lem.

00:39:42: Der hat auch schon gesagt, Wasser ist ein Alien und er hat in Ozean wir so als lebendiges Wesen zu bezeichnen oder beschreiben.

00:39:55: Und das ist es halt letzten Endes auch.

00:39:57: Das Irre ist ja auch... Also Wasser kommt tatsächlich aus dem Alp.

00:40:03: Wenn ich mich recht ins Sinne, drei neun Milliarden Jahren auf die Erde gekommen durch ganz viel Kometeneinschläge, die halt Eis hatten.

00:40:15: Und das war zum Beispiel auch etwas was ich vorher noch nicht wusste also dass natürlich in diesem glühenden Lava-Erdball da kein Wasser war weil das wäre ja sofort verdammt sondern das Wasser tatsächlich durch Kometen einschlägen aus dem All kam.

00:40:31: Und ich find das schon ziemlich toll, dass ich aus sechzig Prozent von mir besteht aus Sachen die aus dem all kommen... Ich bin ja natürlich jetzt nennst du nicht mehr alle Sternschnuppen, die verblüßen oder irgendwie kommen wir alle aus dem Al.

00:40:43: Aber sich das noch mal zu vergegenwärtigen, dass das Alien sind, sind wir im Grunde weil wir Wasserwesen sind was finde ich schon ziemlich faszinierend und schön.

00:40:53: aber es ist natürlich so Gedankenspiele die man da machen kann.

00:40:56: aber um eben wieder in diese Wertschätzung das Lebens reinzukommen, vielleicht zum Abschluss.

00:41:02: Ich weiß ja nicht wie viele Fragen du noch hast aber okay ich versach es schnell noch weil... Aber was ich halt auch durch bei der Evolution oder bei der Beschäftigung mit Evolution gelernt habe, das war diese sehr interessante Biologin Lynn Margilles die mir da begegnet ist.

00:41:23: Ich weiß nicht ob du von der schon mal gehört hast aber die hat tatsächlich einen der wichtigsten Paradigmenwechsel in der Evolutionstheorie vollführt.

00:41:33: Weil die klar gemacht hat, dass eben nicht nur wie wir es von David vor allem übernommen haben Konkurrenz und Selektionen und so ein Gegeneinander und dadurch entwickeln sich Spezies weiter weil sie sozusagen kämpfen im Wettbewerb sind und Konkurrents sind sondern Evolution hatten ganz wichtigen Motor in Symbiose In Kooperation Und das hat Lin-Margillis vor allem dadurch festgestellt, wie ... Zellen entstanden sind und hat das dann aber übertragen eben auch auf andere Organismen, also wie sehr Leben entsteht durch Kooperation.

00:42:13: Also wie bei Korallen oder wir auch bei Flechten.

00:42:16: Flechten konnten nur vom Wasser ans Land gehen weil dass eine Symbiose ist aus Alben und Pilzen und die hätten das alleine nicht geschafft.

00:42:25: Wir haben nur aus Kooperation oder wegen Kooperation von zwei Organism geschafft an Land zu gehen.

00:42:33: Und das finde ich so wichtig, weil das glaube ich auch wirklich ganz viel von unserem Weltbild gerade rückt.

00:42:39: Weil eben in unserer Idee von Evolution und von Fortschritt haben wir immer betont für uns Menschen, dass eben Konkurrenz-Wettbewerb gegeneinander wichtig ist um voran zu kommen.

00:42:52: Das haben wir dann so reininterpretiert und überall irgendwie reinlesen wollen Passt natürlich auch zu so einem neoliberalen Narrativ, wo wir alle gegeneinander arbeiten müssen um voranzukommen und erfolgreich zu sein.

00:43:07: Und so ein Paradigmenwechsel wie Lynn Magillis das gemacht hat macht aber klar, nein Leben gründet auf Kooperation weil Leben verflechtet ist, weil Leben verbunden ist und weil wir uns gegenseitig unterstützen.

00:43:20: Das is Leben!

00:43:21: So entsteht Leben und so entsteht auch Vielfalt und Pluralität Und das finde ich so einen wichtigen Wechsel in unserer Perspektive.

00:43:31: Das wollte ich halt auch dann noch mal länger beschreiben, in dem Buch

00:43:34: ja?

00:43:34: Ja total!

00:43:35: Es sind natürlich alles sehr negativ konnotierte Wörter muss man dazu aussagen wenn wir an Konkurrenzkampf denken und alles am Ende hat es sehr auch etwas mit Weiterentwicklung zu tun was wiederum ja positiv klingt und Wörters sind ja auch Mensch gemacht.

00:43:50: vielleicht passt jetzt gar nicht so schlecht.

00:43:51: meine eine Frage die ich noch hatte Büchern, die du vor diesem Buch geschrieben hast.

00:43:58: Da ging es ja unter anderem Mutterschaft und Kinderfrage.

00:44:02: Und in dem Bereich sag ich mal bist du auch politisch aktiv?

00:44:07: Du hast das ja vorhin schon beschrieben, dass du eine Organisation mitgegründet hast.

00:44:11: ist das richtig?

00:44:12: Genau!

00:44:13: Die polnischen Frauen eben hilft über die Grenze an Abtreibungen zu gelangen.

00:44:19: Richtig bei ungewollten Schwangerschaften.

00:44:23: Wie politisch Dein jetziges Buch, also du bist ja ganz klar ein politisch aktiver Mensch.

00:44:28: Das Instif für Blau was würdest du sagen?

00:44:32: Ja ich glaube es war durchaus aber auch ein Versuch... Also diese Themen die man auch also in der Politik natürlich total wichtig sind, aber ich sage mal wirklich über so ein pures Menschsein zu ergründen.

00:44:46: Weil ich musste auch mal ein bisschen weg von so politischen Themen oder politischem Herangehensweisen weil es da nämlich auch ganz oft um einen Gegenteinander geht.

00:44:53: tatsächlich leider und ich glaube ich musste mal wieder eben im Zugang zur Welt finden einfach nur als Lebewesen, einfach nur als atmende Organismus und darüber Verbindung aufnehmen.

00:45:08: Also ich würde schon sagen klar alles ist politisch letzten Endes aber ich musste weg aus der politischen Kampfzone.

00:45:15: das war glaube ich so das Ding mit dem Buch.

00:45:19: deswegen habe ich Dinge auch ganz anders beschrieben.

00:45:21: also wirklich rein also wirklich so richtig abgrundtief menschlich einfach Genau.

00:45:26: Ja,

00:45:27: ich würde dein Buch trotzdem dem einen oder anderen Politiker oder Politikerin empfehlen.

00:45:34: Das ist der Wärtschätzung, was das in einem auslöst.

00:45:37: Das kann ja... genau, das geht uns hier an.

00:45:40: Und das ist genau das, was ich von Blue Citizenship meinte.

00:45:43: Ich meine wir haben alle unseren Alltag und seinen Job und teilweise unseren nine to five und so.

00:45:48: Da fehlt einfach der Blick.

00:45:51: Jetzt im Prinzip, also wir reden ja darüber jetzt fürs Meer oder für die Umwelt an sich und sich dann mal Zeit zu nehmen.

00:45:57: Und sagen wie verbunden sind wir da eigentlich?

00:46:00: Wie kommen wir wieder hin?

00:46:01: Für mich persönlich war es sehr spannend.

00:46:03: ich meine... Es wird blöd zu sagen!

00:46:07: Auch Autoren, weil ich bisher nur wissenschaftliche Artikel geschrieben habe.

00:46:11: Aber im Prinzip bin ich Autorin!

00:46:13: Aber ich schreibe natürlich da dann die Zahlen und knallhart... Und uns ist das in wissenschaftlichen Fachmagazinen gar nicht möglich, ...die Dinge so zu beschreiben wie du sie in dem Buch eben beschreibst.

00:46:24: Also würden die nicht veröffentlicht werden sondern es geht darum quasi um die neuen Erkenntnisgewinne in die Welt zu bringen und das hat ja auch eine Daseinsberechtigung und das ist ja auch wichtig.

00:46:36: Aber dafür war dein Buch ein sehr schönes Gegenstück, weil es eben um diese ganzen philosophischen Dinge ging.

00:46:43: Um die ganzen sinnlichen Wahrnehmungen und ich möchte wirklich den ganzen Hörer in... die in der Wissenschaftsbubble unterwegs sind, sag ich mal.

00:46:50: Die uns jetzt hier zuhören nahelegen einfach mal reinzulesen und mal nachzudenken was man selber fühlt wenn man im Meer ist, im Wasser ist.

00:46:59: das muss ja auch gar nicht tauchend sein.

00:47:01: Das kann ja auch wirklich im Urlaub in der Wattzone sein oder weiß ich nicht genau Und andersrum vielleicht genauso.

00:47:07: Vielleicht hat ja jemand los der vorher vielleicht durch dein Buch ans Thema mehr gelangt es sich nochmal tiefer meereswissenschaftlich zu beschäftigen.

00:47:17: also ich finde dein buch kann ein ganz gutes verbindendes stück sein was noch mal dem mehr die gesellschaft näher bringt.

00:47:25: das freut mich sehr zu hören.

00:47:26: danke

00:47:29: Und ich soll dir ausrichten, das Cover ist sehr ansprechend.

00:47:31: Ich war letztes Wochenende bei meiner Tante und da hatte ich das Boot dabei weil ich es noch zu Ende lesen wollte... ...und sie meinte dann oh!

00:47:38: Das hatte ich auch in der Hand in einer Buchhandlung.

00:47:41: Sie hat es nicht gekauft aber sie hat so direkt zugegriffen um mal geguckt.

00:47:45: Ich wollte dich noch fragen jetzt kommen wir langsam schon zum Ende.

00:47:48: gehst du auf Lesereise oder planst du Lesungen zu dem Buch?

00:47:52: Ja, aber die kommen noch so nach und nach.

00:47:55: Also ich mache keine Lesereise am Stück... ...und die Sachen, die jetzt gerade am entstehen sind, da sind doch ein paar Sachen noch nicht fest.

00:48:03: Die kommen demnächst dann auf die Webseite genau.

00:48:05: Aber das... Ich finde es auch interessant zu sehen dass es eben... Es ist manchmal eben auch nicht so leicht zu vermitteln worum's geht Und Sachbücher haben sie als Lesungen leider schwer muss ich feststellen.

00:48:16: Also, ich hab mit den vorherigen Sachen bin ich halt seit Jahren unterwegs.

00:48:21: Aber bei dem Thema weil es eher so Nature Writing ist, ist das manchmal ein bisschen schwer zu vermitteln wo man da landet oder wie Leute denken ob man da Lesungen machen kann oder nicht?

00:48:34: Das Thema hat's etwas schwerer als die Themen die ich vorher gemacht habe muss ich feststellen.

00:48:39: aber genau deswegen ist das eine zerstückelte Lesereise und keine am Stück.

00:48:45: Ja vielleicht, weil es nicht gleich so eine Streitfrage aufwirft.

00:48:49: Genau!

00:48:50: Es ist kein so ein eindeutiges Debattenbuch und mittlerweile glaubt man alles nur noch über eben Streitvermarkten zu müssen.

00:48:59: Das ist ein bisschen schade.

00:49:00: aber ja so läuft das leider gerade anscheinend was ich echt schade finde, weil ich komme mal super gerne mit Leuten in Kontakt und im Austausch.

00:49:09: also ich mache total gerne Lesungen.

00:49:12: Aber ich hoffe da kommen noch einige.

00:49:15: Ja und im Prinzip würden sich bestimmt interessante Gespräche geben, denn jeder hat ja irgendeine Verbindung zum Thema Meer, zum Thema Wasser.

00:49:22: Und sei es nur der erste Urlaub an der Nordsee, an dem man sich erinnert oder so aber jeder... hat eine Wahrnehmung zum Thema mehr, das muss ja gar nicht Unterwasser sein.

00:49:31: Oder sei es... Also auch popkulturell durch Filme geprägt der weiße Hai oder einfach darüber zu reden ins Gespräch zu gehen ist schon sehr interessant.

00:49:41: Ja gut.

00:49:41: Die Lesung die ich bisher hatte war noch immer total.

00:49:44: da war viel los.

00:49:47: Aber mal realisieren alle Menschen dass sie was dazu erzählen können.

00:49:52: Super!

00:49:54: Wir verlinken einfach deine Webseite, da findet man dann ja bestimmte Termine wenn welche nach und nach kommen.

00:49:59: Und du bist auch auf Instagram vertreten richtig?

00:50:01: Ja!

00:50:02: Genau das können wir dann ja auch verlinken.

00:50:04: Wir kommen jetzt langsam mal zum Ende würde ich sagen dein Buch ist seit Juli draußen und das kann man quasi überall erwerben wo es Bücher gibt.

00:50:12: Super!

00:50:13: Ich danke dir total für das Gespräch Sarah.

00:50:15: Ich

00:50:15: danke sie auch.

00:50:17: Ja und allen Hörnern wünschen mir noch eine schöne Woche.

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